September 30, 2022

Der Anreisetag ist immer etwas ganz Besonderes. Der Urlaub beginnt, man ist aufgeregt und elektrisiert. Wir fahren über Amsterdam mit der Fähre nach Newcastle. Ob alles gut gegangen ist, dass lese hier im Bericht.

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, dass ich im Verlauf meiner Auto-Tour durch Schottland erstellt habe.

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier:  https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

Erstmal nach Amsterdam 

Einige Tage vor Start der Reise las ich im Internet, dass die Anreise nach Amsterdam von Staus geprägt sein kann. Fähren warten bekanntlich nicht, wenn man zu spät ist.

Darum beschlossen wir, einen Tag früher loszufahren und in der Nähe von Amsterdam eine Zwischenübernachtung zu buchen.

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So entspannt sich alles etwas und wir haben sogar noch ein paar Stunden Zeit für einen Amsterdam-Besuch.

Nach 5h Fahrt sind wir in Amersfoort (ungefähr 1 Stunde vor Amsterdam) angekommen. 

Ich hatte ein preiswertes Hotel gesucht, nur zum schlafen und an der Strecke gelegen, um nicht abends noch ewig rum zu suchen. Auch entscheidend war der angebotene Spät-Check-Out 12:00 Uhr. Das passte alles auf das Hotel Campanile.

Die erste Unterkunft

Eine große Empfehlung kann ich für diese Unterkunft nicht aussprechen. Es erfülle ausschließlich die o.a. Minimalkriterien; Wohlfühlfaktor war sehr gering, es roch seltsam, die Zimmer sind sehr abgenutzt und der Straßenlärm unerträglich. Auch war das Restaurant geschlossen, da eine Reisebus-Gruppe versorgt wurde.

Zum Glück, so lernten wir den China Palace kennen. Authentisches chinesisches Essen im Tapas-Format. Für uns auch neu, digital mit Tablet bestellen. Alle 18 Minuten konntest du 8 Tapas bestellen. Diese kamen sehr zügig. Nach zwei Runden waren wir sehr satt. Kosten mit Getränke 92€ für einen super Abend.

Zurück zum Hotel noch im Biergarten entspannen bei Bier, Wodka und Zigarre inkl. der Nachricht, dass die Queen ist mit 96 Jahren gestorben ist. Einen Tag vorher ist unsere Oma Erika auch mit 96 Jahren gegangen. Prost auf zwei interessante und mental starke Frauen.

Nach dem Absacker und Gedenken an die zwei Frauen, rauf aufs Zimmer und schlafen.

Amsterdam ist so schön

Die Nacht war nicht so erholsam, da das Zimmer sehr warm war. Wegen der Straße konnte auch kein Fenster aufgemacht werden. Es war extrem laut.

Gegen 7:00 Uhr waren wir also wach und zum Glück gab es eine Kaffeemaschine im Zimmer. Entspannt beim Kaffee noch etwas Fernsehen. Gegen 8:00 Uhr zum Frühstück.

Es war überschaubar und hätte man sich sparen können. Das Rührei schmeckte künstlich und versalzen, Wurst gab es zwei Sorten. Die Brötchen waren gut. Es hat uns immerhin 30€ gekostet.

Wir wollten mit noch einer Tasse Kaffee auf's Zimmer, schließlich hatten wir ja Spät-Check -Out. An der Rezeption hielt man uns an und wir erfuhren, wir haben schon ausgecheckt. Zum Beweis hielt uns die Rezeptionistin einen Türschlüssel mit unserer Zimmernummer drauf vor die Nase.

Tja, nun standen wir allerdings vor ihr. Im Hotel scheint es etwas drunter und drüber zu gehen. Gestern hatten sie doppelt abkassiert und mussten wieder einen Betrag zurück buchen und heute…; entspannt bleiben. 

Wir konnten weiter aber im Zimmer bleiben. Wichtig, deswegen habe ich dieses Hotel gebucht, Zimmer bis 12:00. Ich musste noch ein paar Dinge am PC erledigen.

Ich habe meine Umfrage noch fertig bekommen, ein Video aufgenommen und mit einer Kundin telefoniert, perfekt.

11:00 war ich fertig und los gings nach Amsterdam.

Das Navi und die Krachten

Wir wollten zum Noordermarkt. Wir haben bei Arte einen Bericht über die Märkte in Amsterdam gesehen und fanden diesen am interessantesten. Wir haben sogar einen guten Parkplatz gefunden, der in der Nähe des Marktes liegen sollte.

Bis zum Markt waren es ca. 800m, das Navi sagte auch, ihr seit jetzt da, aber wir sahen nichts. Also dachten wir, das Navi hat vielleicht unrecht und so sind wir ein paar mal hin und her gelaufen.

Straße hoch und runter. Bis wir merkten, wir sind zwar richtig, nur der Markt ist immer nur am Samstag und Montag. Ok, im Internet steht noch was über Centrale Markthallen, ca. 30 min zu Fuß entfernt. Dann halt da hin, Zeit haben wir noch.

Entlang den Krachten kamen wir nach weiteren Irrungen und Wirrungen dort an, wo das Navi die Markthallen anzeiget. Das Navi wusste zwischendurch nicht welche Seite der Kracht richtig ist. Dies ist aber entscheidend, um nicht zuviel Umwege laufen zu müssen.

Entspannt am Wasser 

Die Markthallen waren nur Großmarkt und nicht für "normale" Menschen. Wir bekamen die Info, die Foodhallen wären für uns Normalos.

Wir entschieden, diese nicht mehr aufzusuchen (zum Glück hatten wir im Hotel gefrühstückt). Statt weiter rum zu hasten und uns zu ärgern, gingen wir zurück, zum Viertel mit den vielen Krachten.

Wir konnten nun den schönen Anblick genießen und machten Pause in einer Kneipe direkt am Wasser. Ohne Zeit-Stress ging es nach der Pause zum Auto und wir fuhren zum Fähranleger. Die Fahrt bis nach Iljmuden dauert nochmal eine Stunde.

Die Fähre steht bereit

14:50 waren wir an der Fähre und durften sogar schon aufs Schiff und unser Zimmer beziehen. Ein kleines Zimmer mit Meerblick und Doppelstockbetten. 

Tasche abstellen und die Zeit nutzen, bevor viele andere Menschen eintreffen, die Sky Bar zu besuchen und das erste Guinness genießen. Es nieselte leicht und nach kurzer Zeit fing es etwas stärker zu regnen an, so dass wir uns unterstellen mussten.

Wir sind dann erstmal aufs Unterdeck gegangen und pünktlich zur Abfahrt 17:45 Uhr war der Regen vorbei. Bis zum Abendbrot ist noch eine Weile Zeit, also aufs Zimmer und noch ein wenig entspannen.

19:45 Uhr gingen wir auf Deck 6, hier hatte das Reisebüro für 20:00 Uhr einen Tisch für uns reserviert im Explorer Kitchen. Auf der Fähre scheint es 3 Restaurants zu geben 4 Bars und ein Cafè. 

Die Schlange vor der Explorer Kitchen war lang und bis wir am Tisch saßen, vergingen gute 20 Minuten. Das internationale Buffet war super lecker. Aber bei super lecker ist der Bauch auch  super voll und so war nichts mehr mit Bar o.ä. drin.

Also auf's Zimmer und schlafen bei leichtem Seegang. Mal sehn wie die Nacht wird.

Nur einmal noch schlafen und schon da

Die Überfahrt in der Nacht war trotz spürbarem Wellengang ok. Unser übliches Problem; es war ein bissel warm im Zimmer und sehr hellhörig. Die Nachbarn hatten irgendwie Probleme mit der Bettleiter und das machte ganz schön viel Krach.

9:15 Uhr sollen wir anlegen und daher sind wir 7:00 Uhr zum Frühstück, um nicht in Stress zu geraten. Seltsamerweise waren wir fast die Ersten.

Durch eine Lautsprecherdurchsage wussten wir dann auch warum. Auf dem Schiff gilt CET Zeit und somit sind wir erst 10:15 Uhr da, also noch viel Zeit.

Das Buffet war wieder super und weil wir nun noch viel Zeit hatten, konnten wir nochmal auf's Zimmer ausruhen.

In der Nacht als der Krach nebenan mich vom schlafen abhielt, habe ich dann doch noch Wifi zugebucht. Wir hatten alles auf Flugmodus, denn auf hoher See können die Handykosten explodieren.

Wenn du automatische Netzwahl eingestellt hast, wählt es sich automatisch aufs Satellitennetz vom Boot und das verursacht hohe Kosten. 

Die Begrüßung

Wir wollten dann schonmal den Koffer ins Auto bringen aber der Weg war umsonst. Autodeck öffnet erst 15 min vor Ankunft.

Daher gingen wir nochmal an die frische Luft und sahen den wunderbaren Begrüßungs-Regenbogen.

Schon war der Hafen zu sehen, herrlich. 10 Minuten vor anlanden gingen wir dann die Koffer holen und zum Auto bringen.

Ein kleiner Fehler, denn bevor die Tore zur Ausfahrt aufgehen, vergehen locker nochmal 45 min. Wir hätten also ganz gemütlich das Festmachen im Hafen noch beobachten können.

Endlich ging es los, die Tore der Fähre öffneten sich. Bevor es nun aber auf die große Tour geht erstmal anstehen an der Passkontrolle. Nach der Passkontrolle rollten wir los und wichtig: dran denken, hier ist Linksverkehr. 

Wo ist eigentlich die Grenze zwischen England und Schottland

Die Fahrt von Newcastle nach Dunkeld geht laut Reiseplanung fast 280km. Ohne Zwischenstopps ca. 3 Stunden Fahrzeit.

Auf einer Rundreise ist nicht der Ankunftsort das Ziel sondern auch der Weg dahin. Deshalb gab es schon bald den ersten Zwischenstopp.

Denn während der Fahrt überlegten wir, wo denn die Grenze zwischen England und Schottland verläuft und ob man es überhaupt mitbekommt, dass man rüber fährt. 

Ja, man merkt es, wenn man nicht zu schnell fährt und aufmerksam ist. Ein einfacher Parkplatz mit dem Hinweis "Grenze". Auf dem Parkplatz ein großer Stein, auf der einen Seite steht England und auf der anderen Schottland. Auf der schottischen Seite gibts auch noch einen kleinen Imbisswagen.  

An diesem Imbiss wollten wir einen Energie-Booster-Kaffee (Kaffee, Milch, und viel Schokolade) holen und das erste Haggis. Der super freundliche Inhaber hatte beides nicht, obwohl es auf der Menükarte stand. So wurden es zwei leckere Hotdog und ein Kaffee.

Wir lernten gleich schon das erste mal schottische Gelassenheit kennen, der Hot Dog dauerte eine Ewigkeit und die Warte-Schlange war angewachsen. Er blieb entspannt und brutzelte die Zwiebeln frisch für den Hotdog. Lecker.

Das Wetter war wolkig und ca. 13 Grad. 

Nächster Stopp Melrose Abbey, eigentlich...

Zwei Stunden nach der Grenzen der nächste Stopp. Wir wollten eigentlich zur Melrose Abbey aber das Navi lotste uns erst zur Dryburgh. Eintritt war 3,5 Pfund/Person das sparten wir uns und haben nur über die Mauer geschaut.

Die Burg ist eine schöne Ruine, leider mit Bauzaun umbaut, was den Anblick etwas stört. Der Garten mit schönen alten Bäumen ist begehbar. Wir sind zufrieden mit dem Foto-Stopp und einem kleinen Spaziergang. 

Außerhalb der Burg ist ein Gebäude, in denen scheinbar Hochzeiten stattfinden, denn eine Gruppe die nach Hochzeit aussah stand davor. Die männlichen Schotten natürlich im Rock.

Jetzt aber Melrose Abbey

Weiter geht es nun zur Melrose Abbey. Problem: wir haben noch kein Bargeld und der Parkplatz will Kleingeld oder per Mobil. Für digital müssen wir noch die APP RingGo runterladen, bis ich damit fertig war, hat Sven schon umgeparkt, auf eine kostenfreie Stelle an der Straßenseite.

Die Ruinen sind sehr beeindruckend. Der Eintritt kostet 3,5 Pf/P. Warum jedoch das Schwein so berühmt ist, fanden wir nicht raus. Es ist eine Skulptur an der Fassade und wohl das meist fotografierte Motiv.

Ein Spaziergang durch die Kleinstadt ist noch drin. Viele tolle kleine Geschäfte und eine Bank, bei der wir uns mit etwas Bargeld versorgen konnten.

Ein Märchenschloss

Der nächste Stopp das Abbotsford House und wieder das Problem mit dem Parken bezahlen. Nun haben wir Bargeld, aber hier geht nur digital und das mit einer anderen App.

Irgendwo soll auch ein Parkautomat sein, wir gehen erstmal Richtung Eingang. Den Automaten haben wir dort gefunden und mit Karte bezahlt.

Die APP habe ich auch noch runtergeladen, denn falsch parken kostet 100 Pf. Der Eintritt hat stolze 6,5 Pf/P, dafür können wir das Hause von außen bewundern und den wunderschönen Garten besuchen.

Das Haus beeindruckt mit seiner Architektur sehr. Es sieht aus wie ein Märchenschloss. Der Garten ist trotz schon vieler abgeblühten Pflanzen, immer noch sehr beeindruckend und man kann die Schönheit im Frühjahr und Sommer erahnen.

Tolle Blumen, Kräuter, Apfelbäume und Rosenbüsche. An einigen Stellen ist noch ein ganz toller Duft, speziell im Bereich der Kräuter.

Das Gelände ist sehr weitläufig, mit vielen Wanderwegen. Wir sind bis zum Fluss runter gelaufen und haben auf einer kleinen Bank eine kurze Pause am schwarzen Fluss Tweet eingelegt. 

Weiter geht's.

Ankunft in Dunkeld

Wir sind in Dunkeld gegen 16:30 Uhr angekommen und mal wieder ein Parkautomat, der uns etwas verwirrt hat. Die App hatte ich jedoch, wieviel Parkzeit muss ich buchen?

Zum Glück kam ein netter Schotte und erklärte uns, dass wir nur noch ne halbe Stunde bezahlen müssen, denn der nächste Tag ist ein Samstag und free parking. Bevor wir uns versahen hatte er auch schon Geld in den Automaten gesteckt und für uns bezahlt.

Also die wichtigsten Sachen geschnappt und zum Check-In ins Hotel. Während der Fahrt haben wir uns überlegt, im kleinen Koffer die Sachen für die nächsten 2-3 Tage reinzutun und nur diesen Koffer mit aufs Zimmer zu nehmen. Der große Koffer bleibt im Auto.

Die gesamte Reise haben wir uns regelmäßig für diese Idee gelobt und bewundert. Viele Unterkünfte hatten Treppen oder nicht viel Kofferplatz und das Beste: die Schlepperei war erträglich. An den meisten Orten hatten wir 2 Übernachtungen, d.h. alle 3 Tage Koffer raus und am nächsten Ort wieder rein. 

So geht entspannter Urlaub.

Schottische Freundlichkeit

Unsere erste Unterkunft, das Atholl Harms Hotel, empfing uns sehr freundlich. Schottisch ist noch etwas problematisch für uns, zu schnell und leicht anders als englisch.

Irgendwie klappt es aber immer mit dem verständigen und so konnten wir rauf ins Zimmer in die 2 Etage, zum Glück nur mit dem notwendigsten Gepäck. Das Zimmer gemütlich schottisch, mit Blumen-Tapete und plüschig-kuschelig.

Erstmal alles nur abgestellt und runter zum Biergarten, nach der Fahrt war der Durst groß und das Wetter für schottische Verhältnisse ein Traum.

Mit schönem Blick auf den Fluss Tayb saßen wir im "Tayb and Open Air Cinema & Beergarden" und genossen einfach.

Die Pizza scheint hier gut zu sein, irgendwie bestellten alle um uns dieses Gericht. Wir hatten aber im Hotel einen Tisch bestellt und so verabschiedeten wir uns 19:30 Uhr vom Biergarten und gingen zu unserem Hotel ins „Z‘s bar and Bistro“.

Haggis und Fish & Chips

Hier war es auch sehr gemütlich und das Essen sah lecker aus. Meine Vorspeise Haggis Bällchen, Sven Suppe, mein Hauptgericht Fish and Chips (wollte ich so nicht, aber mein Englisch ist ja noch ausbaufähig) und Sven hatte ein Red Curry (war gut aber wenig schottisch; auch ausbaufähig).

Haggis und Fish and Chips sind in Schottland Nationalgerichte. 

Nach dem Essen mussten wir uns wegen voller Bäuche noch etwas bewegen und so bummelten wir zum Brunnen auf dem Marktplatz und zur Brücke.

Wetter noch sehr mild ca. 15 Grad.

Lese weiter in der nächsten Etappe: Wandern in den Highlands: zum Craig Varr und Morrone Berg

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