November 12, 2021

Hast du als Kind Winnetou Filme im Fernsehen geschaut und wolltest danach genauso stark und mutig sein wie Winnetou? Hier im Paklenica Naturpark wurden viele der Szenen gedreht. Egal ob der Ost-Winnetou Gojko Mitic oder der West-Winnetou Pierre Brice, sie waren alle hier. Schaue dir den Beitrag an und komme mit auf den Spuren Winnetous.

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, das ich im Verlauf meiner Camper Tour durch den Balkan erstellt habe. 

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier: https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

Siehst du da hinten Winnetou?

Bei unserer Recherche im Internet, was in der Gegend empfehlenswert ist, stellten wir schnell fest: Winnetou war früher auch hier.

In den naheliegenden Paklenica-Naturparks wurden viele uns bekannte Indianer-Filme gedreht.

Tja, dann waren die nächsten Aktivitäten klar.

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Es gibt zwei Täler, die große (velika) und die kleine (mala) Paklenica-Schlucht. Wir entscheiden uns zunächst für die Velika-Schlucht, da dies wohl die einfachere Tour ist und auch touristischer, d.h. die leichtere Wanderoute.

Außerdem ist heute ist Wahlabend in Deutschland, wir bekommen eine neue Regierung und Sven wollte heute Hühner-Nudelsuppe kochen und daher nur die einfachere Tour heute, um pünktlich zurück am Camper zu sein.

11:00 Uhr wie gewohnt waren wir startklar und fuhren mit den Rädern 2km bis zum Eingang, dort holten wir die Eintrittskarten und konnten nochmal 2km in den Park reinfahren, bevor die Wanderwege losgingen.

Kannst du dir vorstellen, wie blöd es sich fahren lässt, wenn der Sattel zu niedrig ist und du ein Berg hochradeln willst? 

Ich war kaputt und meine Knie zitterten und ganz bis zum Ziel habe ich es auch nicht geschafft. Wir stellten die Räder 500 m vorher an einen Baum und los ging es.

Der erste Teil der Strecke ist anstrengend, ziemlich steil und felsig. Nach 500m kam dann ein gut ausgebauter Wanderweg und der Anstieg nicht mehr steil. Wir sind bis zum Forsthaus ca. 5,5km gelaufen und konnten auch unterwegs an einer Quelle frisches Wasser auffüllen. Wir hatten allerdings auch genug Wasser dabei, da im Internet immer darauf hingewiesen wurde.

Der komplette Rundweg geht wohl gute 6h aber wir kehrten nach dem Päuschen am Forsthaus wieder um.

Die Bergkulisse ist herrlich und man kann schon den Winnetou erfühlen und fiktiv sehen. Einige Stellen kommen mir bekannt vor aus dem Film.

Falls du auch mal die Orte erwandern willst, ein Tipp: nimm Wanderstöcke mit und gutes Wanderschuhwerk.

Wieder am Start angekommen, kauften wir ein paar Ansichtskarten. Ja, ich schreibe noch Urlaubskarten. Das bringt Freude zu Hause und mir macht es auch Spaß.

Am Stellplatz zurück, mussten wir erstmal die Füße in die kühle Adria halten und eine Weile abkühlen. Das tat so gut.

Dann 17:30 Uhr das Hühnersüppchen angefangen zu köcheln, wir hatten im örtlichen Tommy-Supermarkt alles frisch eingekauft. 18:00 Uhr begann dann die Wahlberichterstattung.

So gegen 21:00 Uhr wurde es etwas kühler und hinten am Horizont blitzte und grollte es schon. Die Wetter-App meinte, es kommt heute Regen. Schauen wir mal.

Malerisches Starigrad…

In der Nacht ging gut Regen runter und der heutige Tag soll bewölkt bleiben. Auch gut, wir wollten ins benachbarte Starigrad, da es laut Internet sehr malerisch sein soll. 

Dies hat uns erstaunt, wir waren mit dem Fahrrad schon am ersten Tag in Starigrad und fanden es eher langweilig. Ok, vielleicht haben wir was übersehen oder waren an der falschen Ecke.

Also Kaffee und ein ausgiebiges Sektfrühstück mit Ei.

12:00 Uhr waren wir dann startklar für die 2,5km bis zum Hafen. Häfen sind ja meistens schön, so auch dieser. Sven hatte das Fahrradschloss am Camper hängen lassen, also rumlaufen in Starigrad mit den Fahrädern im Schlepptau. 

Das war hinterher auch gut, denn auch Starigrad ist sehr hügelig...

Das „malerische“ haben wir nicht gefunden. Die Kleinstadt ist ok und man spürt auch, dass außerhalb der Corona-Zeiten hier viel Tourismus ist. Eventuell kam es uns deswegen nicht so malerisch vor, eher ausgestorben und trist. 

Wir sind einige Gässchen abgelaufen.

Bevor wir zum Camper zurück geradelt sind, machten wir noch Pause in einer Cocktail-Bar mit Blick auf den Hafen.

Gegen 15:00 Uhr waren wir am Stellplatz und taten heute nichts mehr. Heute sollte es die restliche Suppe von gestern nur aufgewärmt geben.

Nur irgendwas ist mit dem Topf los.

Kennst du das Märchen vom süßen Brei? So ein Topf war es, oder das normale Ergebnis, wenn Sven in den Restetopf schaut.

Es geht so: Sven schaut in den Restetopf und denkt: Ups, ganz schön wenig, vielleicht werden wir nicht satt, mache ich sicherheitshalber noch etwas dazu und abrakadabra…; ist der Topf wieder so voll, wie am Tag zuvor.

Erleben wir zu Hause auch ab und an.

Am Stieg war Schluss

Der vorletzte Tag ist angebrochen und wir wollen heute die Tour in die Mala Paklenica-Schlucht wagen.

Laut den Informationen im Internet eine sehr anspruchsvolle Tour, da viele große Felsbrocken zu überwinden sind und keine Wasserquellen oder andere Rastmöglichkeiten unterwegs sind.

Die Strecke soll wunderschön sein, ursprüngliche Natur. Wir sind gespannt, das wichtigste heute sind ausreichend Getränke.

Die Sonne platzt heute mit 28 Grad und wolkenlos auf uns nieder.

Bevor wir starten, erstmal in Ruhe der Guten-Morgen-Kaffee.

10:15 Uhr ging es mit den Rädern los. Der Eingang ist ca. 2km entfernt im Ort Seline. Wir haben alles gut gefunden, unsere Eintrittskarte vorgezeigt und stapften los.

Die ersten 500 m sind einfach und gut zu gehen, aber dann fing es an. Wir kletterten über große und kleine Felsbrocken. Die Aussicht wunderbar.

Uns begegnete eine junge Familie mit zwei sehr kleinen Kindern. Das kleinste war einige Monate alt und das größere Kind vielleicht 4 Jahre. Erstaunlich, ich hatte große Probleme beim Aufstieg, musste bei jedem Schritt konzentriert sein und hätte nicht die Verantwortung für ein kleines Baby übernehmen können. 

Wahrscheinlich ist die Familie in den Bergen groß geworden und es war ganz natürlich für sie.

Wir sind solange gewandert bis wir an einer großen Felswand standen und nur über einen Stieg mit Seil weiterkommen würden. Wir brauchten nicht lange, um uns dagegen zu entscheiden. 

So suchten wir uns ein sonniges Plätzchen und machten ein kleines Picknick, umringt von tollen Bergen. Danach schlugen wir dann den Rückweg ein.

Zeitlich hatten wir es uns so in etwa vorgenommen. Der Rückweg fast schwieriger als der Hinweg, Berg steil runter über Geröll, kann auch mal schief gehen. 

Gestürzt bin ich allerdings erst, als die schwierige Strecke vorbei war und der normale Weg wieder anfing.

Ich habe kurz meine Konzentration vernachlässigt und stolperte über einen Stein, rollte mich aber gut ab verhinderte so den Absturz die Felskante runter, hielt mich an einem Strauch fest, der mir lauter Dornen in die Hand rammte

Sven kam und hob mich auf, da nichts weiter passiert war, außer einem Schreck und aufgeschürftem Knie, Schienbein und Hand ging der Weg bis zu den Rädern reibungslos weiter.

Auf die Fahrräder und bis zum kleinen Konzum gefahren. Wir hatten zwar genug Getränke dabei, aber ich brauchte ein kühlen Milchkefir und Sven kalte Brause.

Gekauft und gleich vorm Konzum in uns reingeschüttet, war das erfrischend und lecker.

Der Abend verlief wie gewohnt, außer dass wir heute vom unweit entfernten Nachbar-Campingplatz Live-Musik hörten. Das Internet verriet uns auch, dass morgen der vorletzte Tag des Highlander-Velebit ist. 

Dieses Event findet jedes Jahr irgendwo statt und dieses Jahr eben hier. 104 km werden in 5 Tagen zurückgelegt, Berg hoch und wieder runter.

Wir dachten, dass alle kaputt sind und früh schlafen gehen. Ne, falsch gedacht bis 1:30 Uhr morgens ging die Musik. Sei es ihnen gegönnt.

Wir genossen unsere Cevapcici und die Musik von drüben.

Morgen geht's schon Richtung Home allerdings nicht auf kürzestem Weg. 

Was unterwegs noch so passiert, erfährst du alles im vorletzten Beitrag https://mentalio.de/die-rueckreise-mit-lachendem-und-weinendem-auge/

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