September 8, 2022

Vor ein paar Tagen hatte ich einen Kunden, der mich fragte wie er sein permanentes Gedankenkarussell stoppen kann. Da ich in letzter Zeit öfters derartige Anfragen bekommen habe, dachte ich mir ich schreibe einfach auf, was ich dazu empfehle.
Wenn du weißt wie dein Gedankenkarussell funktioniert, kannst du es auch besser abschalten. Hier im Beitrag erfährst du wie es geht.

Zu aller erst ein wenig Theorie.

Ein Gedankenkarussel bedeutet, dass du oft kreisende Gedanken hast oder ständig Grübelst.

Die Ursachen dafür können vielfältig sein, hier mal ein paar Beispiele:

  • ein Erlebnis aus deiner Vergangenheit, dass dich immer wieder einholt (z.B. Kränkung, Beleidigung, Streit, Trennung, Verlust)
  • ein bevorstehendes Ereignis in der Zukunft, mit dem du bestimmte Konsequenzen verbindest (z.B. Prüfung, Besprechung, Feierlichkeiten)
  • eine sehr belastende Lebensphase, die längere Zeit andauert (z.B. Krankheit, Mobbing, Gewalt, Schulden, Krisen)

Jeder Gedanke, auch wenn er nur Millisekunden ist, verursacht in deinem Gehirn eine Reaktion und alles, was du öfters denkst wird von deinem Gehirn priorisiert.

Wenn du anfängst, über eine Sache immer wieder nachzudenken und das auch über einen längeren Zeitraum tust, dann gewöhnt sich dein Gehirn sozusagen daran.

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Wenn dieser permanente Gedanke negativer Natur ist, weil du ein Fehler gemacht hast, ausgenutzt wurdest, enttäuscht wurdest oder eine andere negative Emotion verspürst und nicht mehr loslassen kannst, wird dein Gehirn sich an das negative Denken, Grübeln und Angst haben anpassen.

Stelle dir ein Straßennetz in Deutschland vor. Die meisten Menschen werden die gut ausgebaute Schnellstraße benutzten, um schnell und bequem von einem Ort zum anderen Ort zu kommen. Die wenigsten Menschen nutzen den engen ungepflegten holprigen Waldweg.

So ganz einfach erklärt, funktioniert dein Gehirn. Es will schnell und bequem agieren, also nutzt es den viel benutzten und dadurch gut ausgebauten (negativen Denk-) Weg.

Jeder Gedanke verursacht eine Reaktion in deinem Gehirn

Und zwar werden chemische Signale ausgeschüttet und die verursachen in deinem Körper wiederum eine Reaktion.

Hast du gerade an eine Situation gedacht, in der du ein Fehler gemacht hast, wirst du eventuell Minderwertigkeitskomplexe fühlen oder starke Selbstzweifel, auf alle Fälle keine Freude und Fröhlichkeit.

Diese chemischen Signale, die durch negatives Denken verursacht werden, führen zu Stressreaktionen in deinem Körper und das kann sich auch negativ auf deine Gesundheit auswirken.

Denn negativ bedeutet für unseren Ur-Instinkt Gefahr. Bei Gefahr wird Adrenalin ausgeschüttet und dein Körper in die Flucht- und Kampfstellung gebracht.

Früher war das auch alles gut und sinnvoll, es hat uns davor bewahrt, vom Säbelzahn-Tiger gefressen zu werden. Außerdem wurde durch Flucht oder Kampf das Adrenalin abgebaut.

Heutzutage haben wir das Problem, dass das aufgebaute Adrenalin nicht mehr durch Kampf oder Flucht abgebaut werden kann.

Die wenigsten Menschen haben in stressigen Zeiten noch die Motivation auf Sport oder andere auspowernde Bewegung.

So verbleibt das Adrenalin im Körper und kann bei langanhaltendem Stress durch belastende und negative Gedanken zu weiteren Folgebeschwerden führen:

  • Konzentrationsmangel
  • Schlafstörungen
  • chronische Müdigkeit
  • Magenverstimmungen
  • Gereiztheit
  • Unruhe
  • Burnout
  • Depressionen

Am häufigsten trifft es Kinästheten

Der Kinästhet agiert hautsächlich über Gefühle. Gefühle sind oft schwer greifbar oder erklärbar. 

Für andere Menschen ist es auch schwerer zu verstehen, was du empfindest. Auch kann dein Gegenüber ganz anders empfinden.

Deswegen können Gefühle schneller verletzt werden oder du fühlst dich immer falsch verstanden oder am falschen Platz usw.

Werden Gefühle zu oft verletzt, zieht sich der Kinästhet zurück. Traut sich nichts mehr zu und entwickelt Ängste.

Er grübelt viel, weil er verstehen will, wie sein Umfeld tickt, um sich dann anzupassen, denn andere Menschen verletzen wegen seinem falschen Verhalten geht bei Kinästheten gar nicht.

Lieber nichts mehr tun, sich zurückziehen und keine Menschen mehr treffen, so seine Lösung.

Es kann auch passieren, dass der Kinästhet aus diesem schmerzhaften Gefühlsdurcheinander aussteigen und sich aufrichten will und zu sich sagt „das mache ich nicht mehr mit“.

Dann vergräbt er seine Gefühle tief in sich. Dadurch ist er nicht mehr authentisch.

Seine Energiequelle „Gefühle zeigen und leben“ ist zugeschüttet und er wird ausbrennen, man nennt dies auch Burnout.

Neben dem Kinästheten, gibt es noch die Visuellen und die Auditiven. Warum diese Wahrnehmungstypen eher keine Angst und Gedankenkarussell entwickeln, dafür vielleicht andere Probleme haben, lest ihr hier und hier

Die Soforthilfe Tipps

Es gibt nicht den einen Trick oder Tipp, um das Gedankenkreisen sofort und für immer anhalten zu können.

Ein vollständiges lösen des Gedankenkarussells wird erst dann möglich, wenn sich deine belastende Situation ändert.

Zum Beispiel kann das EMT-Coaching dich dabei unterstützen.

Eine kurzfristige Soforthilfe kann aber zumindest zu einer vorübergehenden Unterbrechung des Gedankenkreislaufs führen und kann dir schon eine enorme Entlastung bringen.

Vorschlag Nr. 1:

Analysiere in welche Richtung sich dein Gedankenkarussell dreht - Uhrzeiger oder entgegen dem Uhrzeiger. Denn es trägt seinen Namen ja nicht für umsonst.

Fühle dazu in dich rein, beame dich in deinen Kopf und beobachte deine Gedanken. Wenn du die Richtung festgestellt hast (und es dreht sich wirklich immer in diese Richtung-glaube mir), versuche diese Richtung zu ändern. 

Stelle es dir bildlich vor, wie du in deinem Kopf das Karussell ergreifts und in die entgegengesetzte Richtung schubst oder fühle das du es machst. Schwupps ist das Karussell gestoppt.

Denn du hast die Gewohnheit deines Gehirns geändert und schon ist es selbst verwirrt.

Vorschlag Nr. 2:

Du kannst deine vielen Gedanken auch bildlich in einen Zug setzten und vorbeifahren lassen.  

Das machst du wie folgt: Deine Gedanken kommen immer nacheinander. Kommt ein Gedanke, schiebst du ihn in einen Zugwagen und lässt den Zug langsam vorbeiziehen. Dann kommt der nächste Gedanke und du machst dasselbe.

Auch hier wirkt das einfache Prinzip des Ablenkens von der Gewohnheit.

Vorschlag Nr. 3:

Die Wechselatmung, schaue dazu mein Video an oder lese im Beitrag Mentaltraining darüber

Vorschlag Nr. 4:

Wenn deine Gedanken wieder kreisen, sage dir ganz bewusst „Stopp“ und lenke deine Aufmerksamkeit auch ganz bewusst auf andere Dinge. 

Du kannst auf ein Bild schauen und es bewusst betrachten, rede dabei in Gedanken mit dir „oh, wie schön ist das Bild, die blaue Farbe ist sehr beruhigend“.

Natürlich kannst du auch andere Ablenkungsmanöver, wie z.B. auf einem Bein hüpfen, den Sockentanz praktizieren, einfach Schuhe aus und lostanzen oder singen, … ausprobieren.

Lese gerne meinen Artikel über Achtsamkeitswandern.

Hier findest du noch weitere tolle Tipps und Übungen, um dein Gedankenkarussel zu stoppen.

So nun wünsche ich dir ganz viel Erfolg beim stoppen deines Gedankenkarussells.

Fazit

Denke immer daran, jeder Gedanke verursacht eine chemische Reaktion in deinem Gehirn.

Du entscheidest: willst du gestresst oder fröhlich sein.

Denkst du viel negativ und bist ängstlich? Du kannst es ändern! Ja, es ist anstrengend und wenn du willst unterstütze ich dich. Melde dich bei mir!

Danke Dir
Deine Andrea

Erzähl mir von dir und deinen Herausforderungen! Was wünscht du dir für dein Leben leben? Wie soll dein Weg sein und was ist dein Ziel?

Träumst du davon endlich glücklich und gelassen zu sein oder willst du dir nie mehr Sorgen mehr machen und ständiges Grübeln endlich stoppen können?

Erzähl mir, wer du bist und bei welcher Veränderung ich dich unterstützen kann. Schreibe mir über Kontakte eine Mail!

Ich freu mich darauf, dich kennenzulernen!


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