November 14, 2021

Kennst du Vucko? Das ist das Masskottchen von den olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo. Was uns damit verbindet erfährst du im Beitrag.

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, das ich im Verlauf meiner Camper Tour durch den Balkan erstellt habe.

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier: https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

Weiter geht's, die Megastrecke

Heute 7:00 Uhr aufstehen und erstmal alles einpacken und ausschecken und dann erstmal wie jeden Morgen…; nein, kein Guten-Morgen-Kaffee. 

Da wir heute zwei Grenzen überfahren, müssen wir uns erst testen lassen. Dazu haben wir bereits gestern online einen Termin gemacht bei einem Whitelab in Budapest.

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Dieses steht auf einem Einkaufscenter-Parkplatz, also können wir im Anschluss noch einkaufen und frühstücken.

Dachten wir. Heute ist aber Sonntag. Ok, Sonntag ist in Ungarn auch der Supermarkt auf, aber schon so früh?

Ja.

Nach dem Test noch die Getränke- und Lebensmittel-Vorräte auffüllen. Der Bäckerstand war richtig „grausam“ für unsere Nasen, es roch nach frisch gebackenem Brot. Bei der Auswahl taten wir uns echt schwer.

Alles frisch und noch warm. So was macht sofort gute Laune.

Bei McCafe dann endlich den Kaffee besorgt und 9:00 Uhr waren wir negativ getestet, fit und startklar für die lange Fahrt nach Sarajevo.

Die Fahrt soll laut Navi 7 h dauern, schauen wir mal.

Durch Ungarn ging alles gut, immer der Autobahn lang, die Maut konnten wir online buchen. Gegen 12:00 Uhr erstmal Frühstückspause auf einem Parkplatz mit den leckeren frischen Brötchen vom Einkauf heute Morgen.

An der Grenze nach Kroatien hatten wir Wartezeit von ca. 20 min wegen Kontrollen. Wir wollen nur durchfahren nach Bosnien-Herzegowina, also Transit und so wurden nur unsere Ausweise kontrolliert.

Durch Kroatien ging es auch immer die Autobahn lang, hier gibt es Mautstationen und du bezahlst vor Ort.

An der Grenze von Kroatien nach Bosnien-Herzegowina wurde auch kontrolliert und nach den Tests gefragt, der Zollbeamte hat kurz aufs Handy geschaut und das war es mit den Testkontrollen.

Weiter geht's nun durch eine wunderschöne bosnische Berglandschaft.

Auf der Strecke gib es viele Tankstellen und der Sprit war richtig günstig. Da wir auch AdBlue brauchten, hielten wir bei einer größeren Tankstelle INA an. Einen 10l Kanister AdBlue gab es, allerdings fehlte der Einfüllstutzen. 

Zum Glück gibt es hier noch hilfsbereite Tankwarte und so gab es eine pragmatische gute Lösung und wir konnten weiter.

Dieser Ausblick und die Begrüßung erst!

Irgendwann sind auch 7 h Fahrt vorbei, so auch an diesem Tag.

Sarajevo liegt im Tal und ist eigekesselt von Bergen und auf einem der umliegenden Berge war der Stellplatz Zlatiste. Anhand der Bewertungen wussten wir, dass die Einfahrt schlecht zu finden und etwas eng ist.

Zum Glück hatte ich rechtzeitig reserviert, wir bekamen den letzten Platz des Tages. 

Waren wir glücklich.

Nadja, die Tochter des Besitzers konnte super gut deutsch, also auch ein kurzer Smalltalk möglich. Das Wetter ist so lala, kühl, feucht aber der Ausblick auf Sarajevo ist gigantisch.

Wir sind ja keine Frostbeulen, also Tisch und Stühle raus und einfach nur genießen.

Wir hatten auch Glück mit unseren Nachbarn, direkt neben uns der Heino Beck von "Beck on tour". Er macht gerade eine tolle Tour nach Albanien. Hier kannst du mehr von ihm lesen.

Daneben standen Martina und Günther vom HOBO-Team. Experten für Touren durch den Balkan, speziell Albanien und Montenegro.

Wie interessant war das denn und die Chemie passte auch, also lauschten wir den tollen Erzählungen. 

Es kam aber noch besser.

Es war schon dunkel und wir saßen alle 5 so da und blickten runter auf die beleuchtete Stadt und plötzlich begann ein gigantisches Feuerwerk. Wunderschön, aber warum heute und Punkt 21:00 Uhr?

Keiner wusste es. Laut Internet war heute der Abschlusstag vom Sarajevo-Marathon, hmm, kann sein.

Der Platzbesitzer erwähnte am nächsten Tag das Wort Fußball. Wir werden es nicht rausfinden, also gute Nacht.

Wir sind also in Sarajevo

Die Stadt hat eine sehr bewegende Geschichte, v.a. im letzten Jahrhundert mit drei prägenden Ereignissen. 

1914 fiel in Sarajevo buchstäblich der Startschuss zum ersten Weltkrieg durch das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gattin.

1984 fanden hier die Olympischen Winterspiele statt, an die wir uns sehr gut erinnern können. Sven, da er eh sportbegeistert ist und ich kann mich erinnern, bei meinen Großeltern gewesen zu sein und war erstaunt, wie leidenschaftlich meine Oma sein konnte, beim zuschauen und mit fiebern. 

Die kleine DDR war 1984 im Medaillenspiegel an der Spitze.

Die traurige Seite der Stadt Sarajevo war der Bosnienkrieg 1992-1995. Die Stadt war sehr lange belagert. Der Krieg war extrem brutal gegenüber der Bevölkerung.

Mich hat es damals sehr bewegt und auch beängstigt.

Erstens, was der Mensch in Hass und Angst alles anrichten kann und das der Mensch aus der Vergangenheit nicht lernt. Denn Menschen zu manipulieren durch Angst und sie dann zu benutzen ist jahrelang erforscht. Es wird immer einen verrückten Menschen geben, der dies für sich (Macht und Geld) ausnutzt.

Zweitens waren vor 1992 die Kriege in meinem Bewusstsein immer weit weg, z.B. in Afrika, Arabien, Asien und nun gefühlt sehr dicht, keine 10h Fahrstrecke mit dem Auto. Mehr dazu und was wir Bewegendes erlebt und erfahren haben, wenn du weiterliest.

Gegensätze ziehen sich an

Heute geht's, wer hätte es gedacht um 8:30 Uhr los mit einem Kaffee.

In den zwei Tagen hier in Sarajevo haben wir mehrfach die Tagesplanung umgeschmissen. Einerseits wegen Wetter und andererseits, da während der Recherche im Internet immer wieder Neuigkeiten dazu kamen.

Sei gespannt.

Der erste Plan war für heute, den Basar Baščaršija im historischen Stadtzentrum mit dem osmanischen Viertel zu besichtigen, morgen dann Bobbahn und Olympiahallen und am Abfahrtstag das Kriegstunnel-Museum und die olympischen Skisprungschanzen. 

Es kam allerdings etwas anders.

Also erstmal los zum Stadtzentrum; laut Google Maps 1,8km. Hört sich machbar an. In den ganzen Bewertungen stand fast immer, für die Rücktour unbedingt ein Taxi zu nehmen.

Nun wussten wir auch warum. Es geht mächtig steil runter und was man runter läuft, muss man irgendwann auch wieder hochlaufen (oder besser fahren).

Für das runterlaufen brauchten wir ca. 20 min. Wir wollten bei der Bierbrauerei starten. Das taten wir auch, wollten hier auch das erste Bier genießen; allerdings hatten wir noch kein bosnisches Bargeld, die konvertierbare Mark, und Zahlung mit Euro und Karte war nicht möglich.

Die Währung orientierte sich tatsächlich an der D-Mark und hat bis heute den Umrechnungsfaktor zum Euro, wie damals die D-Mark (1,95583).

Also erstmal kein Bier und wir marschierten weiter zur berühmten Lateinerbrücke; exakt hier fiel 1914 der Schuss bei dem Attentat auf den Erzherzog Franz Ferdinand, der den ersten Weltkrieg auslöste.

Weiter geht es in das historische Stadtzentrum. Enge Straßen mit kleinen Lädchen und Handwerkergassen gibt's hier. Das historische Zentrum ist muslimisch geprägt mit Moscheen und Bauten in islamischem Stil. Wir sind beeindruckt.

Dann kamen wir in den Bereich der Gastronomie und suchten uns ein kleines Cevapcici-Büdchen und entschieden uns für das Restaurant "Ćevabdžinica Specijal"

Super lecker war es und empfehlenswert.

Das Zentrum ist überschaubar und nach einem Besuch der großen Moschee ging es weiter. Wir suchten den großen Bauernmarkt, worüber wir durch Zufall im Internet gelesen hatten. Natürlich fanden wir ihn auch und kauften Gemüse ein.

Dann war uns nach einer Pause und wir suchten ein kleines Café in einer Seitenstraße für Espresso und ein Bierchen.

Gut erholt ging es weiter durch das Stadtzentrum. Sehr interessant ist der Übergang vom orientalischen Bereich zum europäisch geprägten Bereich mit alten Häusern schätzungsweise 18. Jahrhundert aber auch ganz neue Gebäude.

Es hört sich zwar so an, als ob wir schon viele Stunden unterwegs sind, dem ist aber nicht so. In Sarajevo ist alles dicht beieinander und zu Fuß gut zu erreichen. Als wir im kleinen Café gesessen haben, haben wir die Tages-Tour nochmal überarbeitet und eine geniale Idee entwickelt.

Wenn wir die 2km bis zur Trebević-Seilbahn gehen und den steilen Anstieg hochfahren, von da zur Bobbahn ca. 500 m gehen, können wir danach 4km bis zum Stellplatz laufen, denn es geht dann den Berg runter. Gedacht und auch getan.

Die Bobbahn ist lange nicht mehr in Betrieb. Das bedeutet in beeindruckender Weise tolle Bilder, wie die Natur sich alles zurückholt. Aber es ist auch traurig diese Ruinen zu sehen. Nicht genutzt und verfallen.

Wir sind ein Stück auf der Bobbahn gelaufen, für Sven sehr bewegend, da er sich noch genau an die Übertragungen der Wettkämpfe erinnern kann. 

Hier gewann Wolfgang Hoppe sowohl im Zweier- als auch im Viererbob mit seiner Crew jeweils die Goldmedaille bei den Spielen 1984.

Die Rennrodel-Damen aus der DDR holten ebenfalls auf dieser Bahn mit einem Dreifach-Erfolg den kompletten Medaillensatz.

Die 4km bis zum Stellplatz waren ok, da es immer an der Bergstraße R446 lang ging. Die war zwar rechts und links von Wald gesäumt, aber so sehr beeindruckend war es nicht mehr und ständig kamen Autos.

Wir sind trotzdem gut gelaunt 16:45 Uhr wieder am Camper angekommen und konnten das übliche Tagende-Ritual einläuten.

Erstmal entspannt ein Bierchen trinken, kleine Zigarre rauchen und das beides mit dem wunderschönen Blick hinab auf Sarajevo.

Da leichter Regen einsetzte und es immer noch sehr kühl war, heißt es heute, drinnen kochen und essen. Auch schön.

Nie wieder!

Das kühle nasse Wetter hält weiter an und so beschlossen wir beim morgendlichen Kaffee nochmal eine Planänderung.

Wir werden uns heute das Museum der Verbrechen gegen Menschlichkeit und Genozid anschauen und dann noch zur Olympiahalle laufen. Die sogenannte Sniper Alley, wo Scharfschützen auf wehrlose Zivilisten schossen, habe ich mir in YouTube Videos angesehen, da beschlossen wir am Abreisetag hinzufahren.

Aber natürlich erstmal in Ruhe wach werden und einen guten starken aufgebrühten Kaffee genießen.

Gegen 11:00 Uhr dann der Abstieg zum Zentrum, es regnet leicht. Bevor wir in das Museum gehen, wollen wir uns erst mit einem guten Essen stärken. Natürlich mit Cevapcici und da wir auch Traditionalisten sind, im gleichen Bistro wie gestern.

Die Besitzer haben sich sehr darüber gefreut, denn das kleine Büdchen ist nicht von Touris überlastet, wir sahen viele Einheimische ein- und ausgehen und Bestellungen abholen.

Es war wieder einfach nur lecker. Mit gut gefülltem Magen geht's nun in das Museum.

Das Museum ist sehr bewegend. Was wir da sahen ist sehr bedrückend, macht traurig und wütend. Wie können Menschen anderen Menschen so was antun. 

Und das nicht in längst vergangenen Zeiten, sondern als auch wir schon erwachsen waren und viele Menschen in unserem damaligen Alter aktiv in Kämpfe verwickelt waren und ihr Leben ließen.

Du siehst im Museum viele private Ausstellungsstücke, originale Aufnahmen und verstörende Videos von dem Geschehen im Krieg.

Wenn du mal nach Sarajevo fährst, ist dieses Museum ein Muss. Denn so was darf es nie wieder geben.

Als wir das Museum nach mehr als einer Stunde verlassen haben, hörte auch der Regen auf und wir sind die 3km bis zur Olympiahalle gelaufen.

Viele Häuser in Sarajevo zeigen noch Spuren vom Krieg und während wir durch die Stadt liefen, wühlte das immer wieder auf, vor allem nach dem Museumsbesuch.

An vielen Häusern sind noch die Einschüsse von den Panzern zu sehen, die auf den Bergen rund um Sarajevo standen während der Belagerung.

Leider konnten wir nicht in die Olympiahalle rein, da sie zu einem großen Impfzentrum verwandelt wurde. Ok, etwas enttäuscht sind wir um die Halle rumgelaufen bis zum Olympia-Stadion.

Da stand noch das Gestell für das Olympiafeuer, beeindruckend (aber natürlich erloschen). Tja, dann also wieder zurück.

Ein weiterer Punkt, der in Sarajevo beeindruckend ist, sind die vielen Friedhöfe. Große muslimische Friedhöfe, oft direkt daneben große christliche Friedhöfe.

Du kannst eigentlich nirgends hingehen in Sarajevo und nicht auf einen Friedhof stoßen. Einige sind im Krieg entstanden, auf Grund der Belagerung und des Krieges.

Es wurden Friedhof-Plätze rar und so wurde z.B. auch das Spielfeld des damaligen Fußballclubs hierfür genutzt.

Neben Cevapcici ist ein weiteres kulinarisches Muss der Burek. Und den wollten wir heute noch probieren. Ein frühes Abendbrot sozusagen.

Von der Olympiahalle zurück im Zentrum fanden wir auch schnell die bestimmt weltbeste Burek-Bude das "Buregdžinica ASDž" und es war einfach nur herrlich.

So herrlich, dass wir noch für jeden eine Portion mit zum Camper nahmen, für das zweite Abendbrot.

Wir nehmen heute ein Taxi, um zum Camper zu kommen, wir sind nämlich ganz schön kaputt. Der Taxifahrer konnte sehr gut Deutsch, er war während des Krieges ungefähr 10 Jahre alt und wurde für die grausame Zeit nach Deutschland gebracht.

Wieder auf dem Stellplatz das bekannte Tagende-Ritual, heute mit aufgewärmtem Burek...

Wenn der Mensch...

Bevor es heute nach Kroatien geht, wollen wir uns noch das Tunnel-Museum ansehen. Da alles auf dem Weg liegt, auch noch die Skisprungschanzen von Olympia 1984.

Das Tunnelmuseum ist ein sehr wichtiger Bestandteil, um an die damalige Zeit zu erinnern. Als Sarajevo belagert war, entstand hier der Versorgungs- und Rettungstunnel.

Mehr dazu später. Das Wetter ist auch der Meinung, wir sollten heute abreisen, es ist wieder nebelig und kalt. Ein letzter Blick auf Sarajevo und dann heißt es einpacken und los.

Heute am Abreisetag etwas früher wachwerden als gewohnt, da wir noch einiges vorhaben und die Strecke bis zum Stellplatz in Kroatien ungefähr 6h dauern soll. Als alles zusammengepackt ist, noch eine herzliche Verabschiedung bei den Platzbesitzern und los geht's.

Erstmal zum Flughafen einen C-Test machen, um über die Grenze zu kommen.

Relativ dicht am Flughafen liegt das Tunnelmuseum. Von außen ist es ein Wohnhaus, was sehr viele Einschusslöcher hat und man erahnen kann, was damals hier los war.

Vor dem Eingang sind einige Hinweisschilder, dass du dir eine App runterladen kannst und dann einen deutschen Guide per Audio hast, der dir die einzelnen Stationen näherbringt.

Wie auch im Kriegsmuseum ist das Tunnelmuseum sehr bedrückend und erschreckend. In erster Linie, wie grausam Menschen sein können.

Sehr beeindruckend ist aber auch, was Menschen in Notsituationen bewegen können, wenn sie ihrer Rechte und Freiheiten beraubt werden und um das pure Überleben kämpfen müssen.

Genau deswegen ist dieser Platz entstanden, mutige Bewohner haben einen Tunnel gebaut für die Versorgung aber auch für den Transport von Kranken und Verwundeten.

Ein Stück des Tunnels kann man auch langgehen und versuchen zu erspüren, wie es den Menschen damals erging. Eine gute Stunde haben wir uns alles angesehen und sind dann weiter.

Vor dem Haus gibt es gut ausgebaute große Parkflächen, also mit dem Camper gut machbar.

Was für ein Gefühl

Nach einer kurzen Fahrt sind wir an der Olympia Skisprung-Stätte auf dem Berg Igman angekommen, wo unser Floh vom Fichtelberg Jens Weißflog von der Normalschanze Gold vor, und auf der Großschanze Silber hinter Matti Nykänen gewann.

Es ist schon ein tolles Gefühl, an solchen Orten live sein zu können. Obwohl sie lange nicht mehr genutzt werden und dementsprechend auch schon etwas verfallen sind, spürt man den Geist von damals noch.

Wir sind eine bisschen rumgelaufen und dann, um noch etwas von dem olympischen Gefühl zu erleben, haben wir noch ein schönes Frühstück mit Blick auf die Sprungschanzen gemacht.

Und schon geht es weiter Richtung Kroatien. Das Autonavi kennt die Straße nicht, die Google Maps uns empfiehlt als kürzeste und bis ich es geschnallt habe, sind wir schon wieder auf dem Rückweg Richtung Zentrum von Sarajevo.

Laut Google ein Umweg von ca. 30 min. Ok; passiert.

Bevor wir Sarajevo nun ganz verlassen kommt Vucko zu Wort, das Maskottchen der Winterspiele 1984 und für uns zwei ein prägender Sound.

Wir fahren nun strikt nach Google-Maps, dass Autonavi weigert sich weiterhin und uns kommen Zweifel, ob die Straße gut ist für den Camper.

Kann ja sein, dass das Autonavi mehr weiß, als Google zwecks Fahrbarkeit für Camper. Was es gewesen ist und wie wir damit umgegangen sind, erfährst du gleich.

Die Strecke ist wunderschön durchs Gebirge, eine gute Serpentinen-Strasse. Manchmal ist die Straße stark abgenutzt und löchrig, auch sehr schmal. Das Auto-Navi weigert sich weiter.

Wir fahren auch immer höher den Berg hinauf und sind froh, dass heute das Wetter kalt ist, sonst hätten wir Angst, dass der Motor eventuell überhitzt.

Als wir dann ganz oben angekommen sind, dachten wir, es geht nun wieder steil nach unten. Ging es aber nicht.

Nach der Bergwelt änderte sich die Landschaft schlagartig und wir befanden uns im Blidinje-Nationalpark; eine absolut beeindruckende Landschaft auf dem Hochplateau.

Wir fuhren nun durch Steppengebiete, wunderschön. Sonne und ein eiskalter Wind wehte. Die ganze Fahrt war eine Welle der Gefühle, so schön alles. Auch sagte uns endlich das Autonavi, was es für ein Problem hatte.

Es meinte, dass wir auf einer unbefestigten Straße zu fahren. War wohl nicht auf den neusten Stand.

An der Grenze wurden wir wieder kontrolliert, ging aber alles zügig.

Den neuen Stellplatz hatte ich per Mail wieder kontaktiert, aber keine Antwort erhalten, was mich etwas unruhig gemacht hat und da heute der Tag der Gefühle ist, ging es natürlich weiter, nur die "alles so schön"-Gefühle änderten sich in "shit, und was nun?"

Du erfährst in der nächsten Etappe alles über das Warum "shit, und was nun?" https://mentalio.de/kroatiens-wunderschoene-dalmatische-kueste/

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Ich freu mich darauf!

Die Etappen: 

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