November 18, 2021

Der Anreisetag ist immer etwas ganz Besonderes. Der Urlaub beginnt, man ist aufgeregt und elektrisiert. Klappt alles, was erleben wir uvm. sind die tollen Gefühle. Schmetterlinge im Bauch. Wie und was wir erlebt haben, erfährst du im Beitrag.

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, das ich im Verlauf meiner Camper Tour durch den Balkan erstellt habe.

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier: https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

Was ist eigentlich unser Ziel? 

Hm, für mich war ein Ziel die Puszta und Agnes in Ungarn zu besuchen. Agnes ist eine liebe Bekannte, die ich in Malta 2020 beim Englischkurs kennenlernte.

Warum Puszta, ich weiß es nicht genau; irgendein Gefühl aus der Kindheit wird wach, ein schönes Gefühl. Vielleicht war es ein Film oder eine Dokumentation vom Leben dort, der tollen Landschaft und dem Lebensgefühl.

Sven wollte unbedingt mal nach Sarajevo. Er besucht gerne alte Olympiastätten und nachdem ich vor einigen Jahren von Sarajevo zurückkam und eindrucksvoll meine Erlebnisse beschrieben hatte, war sein Wunsch noch größer und nun klappts endlich.

Kroatien wollten wir beide, einerseits wegen dem tollen Markt in Rijeka und wegen der Sonne plus Meer also die Entspannungszeit.

Das dann auch noch unerwartet Kindheitserinnerungen zu den Winnetou Filmen mit hinzukamen war ein weiteres Highlight. Wie und warum dies passiert ist und warum wir dann doch nicht in Rijeka waren, erfährst du im Teil Kroatien.

Es ist also unser Tourenmotto "Kindheitserinnerungen" entstanden. 

Unsere Touren sind meistens gegliedert 2/3 aktiv, v.a. in Natur aber auch Stadtbesichtigungen auf einer Rundreise und 1/3 Erholung z.B. irgendwo am Strand meist zum Schluss. 

Den Camper abholen und los geht's

Der Audi ist gepackt und so gegen 17:00 Uhr sind wir von Wittenborn losgefahren zur ersten Zwischenstation, bei unserer Familie in Bad Salzungen/ Thüringen. Fast 6h haben wir gebraucht und waren gegen 22:30 Uhr dort.

Am nächsten Morgen ging es einigermaßen ausgeruht weiter nach Herrenhof (bei Gotha), ca. 1h Fahrt. Dort steht unser Camper. 10:30 Uhr nahm uns Kathleen von Freizeitfahrzeuge-Teichmann in Empfang und erklärte uns alles Wichtige am Fahrzeug. 

Dieses Jahr haben wir einen Knauss Boxstar Freeway, ein Platzwunder und Längsbetten, wie herrlich, kein drüber krabbeln mehr nachts…

Nach der Einweisung konnten wir den Camper beladen, also alles aus dem Audi in den Knauss, dazu brauchten wir ca. 1,5h.

13:00 Uhr ist es endlich so weit. Du sitzt im Fahrzeug und spürst die Freiheit, schon weil du viel höher auf die Straße schaust als im niedrigen PKW.

Also das Reisekribbeln steigt, es geht auf nach Edenaichet in Österreich, unsere erste Zwischenübernachtung.

Den Stellplatz habe ich während der Fahrt per Reservierungsmail gebucht. Die Fahrt ging ca. 4,5h und war nahezu reibungslos. Während der Fahrt schaute ich in Google-Maps, an welchem Grenzübergang das wenigste rot ist, also kurze Wartezeiten. 

Wir sind dann am kleinen Grenzübergang Neuhaus am Inn gegen 17:00 Uhr rüber, es gab keine Kontrollen. Auf der Gegenseite, einige km vorher gab es riesen Autoschlangen, hier wurde penibel kontrolliert und da gerade Ferienende war, gab es laut Radio Staus mit Wartezeiten bis zu 3h. Gruselig.

Schon komisch, dass du innerhalb Europas wieder Schiss vor Grenzen hast. Warum auch immer, wir hatten alle geforderten Unterlagen dabei und trotzdem ist es ein seltsames Gefühl kurz vor Grenzübertritt und eine riesen Erleichterung, wenn du durch bist.

Gleich hinter der Grenze stoppten wir bei einem Billa Supermarkt (hatte ich während der Fahrt gegoogelt) und kauften die ersten Lebensmittel und Getränke für den ersten Abend ein.

Der erste Stellplatz

18:30 Uhr dann Ankunft am abgelegenen wunderschönen kleinen Campingplatz Öko in Edenaichet. Der Platz ist sehr leer und wir konnten uns den Stellplatz aussuchen.

Sehr sympathisch übrigens; der etwas ältere Besitzer und sein anwesender Kumpel hatten sich wohl schon mit ein paar Gläschen Schnaps, welche vor ihnen auf dem Tisch standen auf den Feierabend vorbereitet…😉; also total entspannt beim Leben genießen. 

In der Zeit wo wir über den kleinen Platz liefen, kopierte der Besitzer meinen Pass. Das gab noch eine Überraschung am nächsten Morgen, ich erzähle es gleich.

Der Platz liegt in einem Naturgebiet, du bist umgeben von Bäumen, Vogelgezwitscher und abends Mücken. Der Sanitärbereich ist oben am Haupthaus und sehr ordentlich. 

Der Abend war sehr gemütlich (gegen Mücken hatten wir genug dabei). Zum Kochen kam es nicht mehr, wir hatten gegen 16:00 Uhr beim Fahren unseren letzten Reiseproviant verputzt, lecker Leberwurstbrötchen aus Thüringen und weder große Lust zum Kochen nach der Fahrt als auch keinen großen Hunger.

Also gegen 20:00 Uhr österreichische Brötchen und Knacker verspeist, für den kleinen Hunger. 20:50 fiel uns auf, das ich vergessen hatte, meinen Pass nach dem Einchecken zurückzubekommen.

Sch... aber laut Internet soll bis 21:00 Uhr der Empfang geöffnet sein. Ich also zu dem kleinen Rezeptionskiosk und nichts, nada, zu, dunkel, Besitzer und Schnapsgläschen auch spurlos verschwunden.

Wir wollen am nächsten Morgen relativ früh los, hoffentlich ist dann jemand da.

Erstmal nicht das riesen Problem und ich konnte mich nach einem Schnapsgläschen auch schnell wieder entspannen. Dann noch etwas sitzen und gegen 23:00 Uhr rein zur Nachtruhe.

Weiter geht's mit Aufregung am Morgen

Der nächste Morgen begann gegen 8:30 Uhr mit einem leckeren Kaffee in unseren schicken Emaile-Tassen.

Das Wetter: milde 17 Grad, das schönste, was es gibt an der frischen Luft den ersten Kaffee trinken (wir sind keine Frühstücker; daher bleibts beim Kaffee) und die Natur beobachten.

Dann schnappten wir unsere Waschtaschen und sind hoch zum Sanitär. Der Empfangskiosk ist noch immer unbesetzt auch telefonisch niemand erreichbar.

Ok, ist ja erst 10 Uhr, langsam steigt aber etwas Unruhe in mir auf. Wegen so einem Mist verzögert sich vielleicht unsere Abreise.

Erstmal in die Waschräume und die Morgenhygiene vollbringen. Zurück alles in Ruhe einpacken und ca. 10:30 Uhr mit Fahrzeug alles startklar wieder hoch.

Tja, nix Empfang, immer noch unbesetzt. Davor saß ein Pärchen, welches auch abfahren wollte, aber noch bezahlen musste, das haben wir zum Glück schon am Vorabend erledigt.

Wir erfuhren, dass der Besitzer gerne mal die Ausweise im Drucker vergisst. Da der Kioskempfang offen war, ist Sven nach weiteren Minuten des Wartens rein und wie erwartet lag der Ausweis im Drucker, alles klar, kann weiter gehen oder doch noch nicht?

Nein, die Haus-und-Hof-Katze war der Meinung, sich im offenen Druckerschrank ein gemütliches Plätzchen suchen zu wollen. Sven hatte einige Mühe, sie vom Gegenteil zu überzeugen.

Nun endlich ging es los, auf nach Ungarn. Geplant ist, gleich nach der Grenze am Campingplatz beim Josef in Mosonmagyarovar halt zu machen.

Die Strecke heute ca. 4,5h, also viel Zeit für mich, im Internet rum zu googlen. 

Wo wir letztendlich gelandet sind in Ungarn und was alles tolles passiert ist, lies alles im nächsten Teil  https://mentalio.de/ungarns-wilde-natur-und-das-stierblut/  

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Die Etappen: 

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