November 11, 2021

Wenn ein toller Urlaub zu Ende geht tränt mindestens ein Auge, das andere freut sich auf zu Hause. Was bei uns noch zusätzlich das tränende und lachende Auge bewirkt hat, erfährst du im letzten Beitrag.

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, das ich Zim Verlauf meiner Camper Tour durch den Balkan erstellt habe.

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier: https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

Den Rosmarin nicht vergessen!

Den letzten Tag haben wir nochmal mit Faulenzen verbracht. Wir haben im Wasser geplanscht und ansonsten nicht viel getan.

Am Nachmittag waren wir nur mal kurz zu einem kurzen Spaziergang zu einer nahegelegenen fast 1000-jährigen alten kleinen Kirche aufgebrochen, rund um die Kirche liegt ein kleiner Friedhof, auf dem Bestattungen bis Mitte des 13. Jh. durchgeführt wurden.

So ging der letzte Tag entspannt zu Ende, das Wetter spielte nochmal mit. Es war Sonne und wenig Wolken, ca. 25 Grad. Alles perfekt.

Am Abreisetag selbst trübes Wetter und später auf der Fahrt wurden wir begleitet von Regen. Also alles richtig gemacht.

Wir hatten eigentlich vorgehabt, erst einen Tag später die Heimreise anzutreten, dann wären wir allerdings erst am Sonntagabend zu Hause und am Montag gleich wieder arbeiten, puh keine schöne Vorstellung.

Der Abreisetag begann früh. 7:25 Uhr aufstehen und mit dem Rad nach Seline zur Teststation. Wir überqueren heute zwei Grenzen von Kroatien nach Slowenien und von da nach Österreich.

Die Tests haben super geklappt, gegen 8:30 Uhr zurück und jetzt erstmal den Kaffee.

So, nun alles verstauen und von Frau Anka Jorlina verabschieden. Ich durfte mir von ihrem herrlichen Rosmarin was einpacken. Ich will es zu Hause einpflanzen, vielleicht behält er sein tolles Aroma.

9:30 Uhr dann Abfahrt, Wolken und Wind begleiteten uns. Also ein weinendes Auge und ein lachendes Auge.


Durch Slowenien nach Österreich

Wir planen einen kleinen Umweg von 30 min ein, da der Hauptgrenzübergang im Navi schon tiefrot eingefärbt ist, also stärker kontrolliert wird, was zu nervigen Wartezeiten führt.

Wir haben alle Unterlagen, aber kein Bock auf Wartezeit, dann lieber den Umweg zu einem kleineren Grenzübergang fahren und noch was Schönes sehen.

Der Grenzübergang war auch wirklich ganz klein und unscheinbar und gefühlt eher für den kleinen Grenzverkehr der Einheimischen. Egal, wir sind drüben, unsere Ausweise wurden kontrolliert und weiter nichts, wir hatten null Wartezeit.

Bevor wir in Slowenien einreisten, geben wir noch unser letztes kroatisches Geld in einem kleinen Dorfladen aus. Die Verkäuferin war sehr nett und konnte etwas deutsch.

Sie fragte, ob wir noch Brot oder Salami bräuchten; das kroatische Restgeld reichte jedoch nur noch für 3 Dosen Bier…

Da die Autobahn-Maut in Slowenien 15€ kostet, wir aber nur 20 min Zeitersparnis durch die Autobahn hätten, haben wir den Weg über die Landstraße gewählt.

Dafür wurden wir belohnt mit einer Fahrt durch malerische bergige Landschaft, kleine Dörfer und vorbei an Kürbis-, Mais- und Sonnenblumenfelder.

Ich denke, Slowenien kann man auch mal bereisen. Die Durchfahrt war sehr kurzweilig und der kleine Grenzübergang nach Österreich zwar bewacht, aber wir wurden alle durchgewunken ohne Kontrollen.

An der nächsten Tankstelle in Österreich war erstmal Stopp. Wir brauchten eine Vignette, um durch Österreich schneller durchzufahren.

Hier lohnt es sich und die 10 Euro für eine Woche sind ok, dachten wir…; dass da noch einiges mehr an Euro hinzukam, erfuhren wir später.

In Österreich gibt es bekanntlich viele Berge und durch viele geht ein Tunnel für die Straße, was auch gut ist aber natürlich auch mehr Straßenbauarbeitengeld kostet.

Deswegen mussten wir an zwei Tunneln nochmal extra bezahlen, pro Tunnel nochmal 10€, also für den Österreich-Transit mal 30€ weg.

17:30 Uhr sind wir am Camping Pyhrn-Priel angekommen. Wunderbar gelegen in idyllischer Lage zwischen dem Nationalpark Kalkalpen und dem Großen Pyhrgas im Herzen Österreichs.

Es war noch etwas Sonne da, also schnell alles aufgebaut und Willkommensritual, begleitet vom Klang der zahlreichen Kuhglocken in der Nähe, vollzogen.

18:15 Uhr bereitet Sven das letzte Essen im Camper zu. Wir konnten auch noch draußen sitzen und das Essen genießen, aber dann wurde es schon merklich kalt und wir sind rein.

Weg ist er…

Heute ist der wirklich letzte Tag und da wir noch einige Kilometer vor uns haben, heißt es 7:30 Uhr aufstehen.

Wie schön, der Morgen zeigt sich von seiner herrlichen Seite. Nebel umspielt die Berge, die Sonne kämpft sich dazwischen durch. Beeindruckende Bilder.

Da es auch noch kühl ist, naja eher kalt, trinken wir den Kaffee im Wagen. Dann wird alles verpackt und auf geht es 9:30 Uhr, unsere letzten 500 Kilometer nach Herrenhof in Thüringen. Navi sagt 16:00 Uhr Ankunft.

Kurz den Teichmanns Bescheid gegeben, das wird eine knappe Nummer. Der Abgabeplatz für den Camper schließt nämlich um 16:00 Uhr.

Wir schaffen das! Oder doch nicht?

Die Autobahn A8 in Österreich war wunderbar leer, streckenweise dachten wir, wir fahren verkehrt. Irgendeine Baustelle verkehrt abgebogen o.ä., denn über mehrere Kilometer keinerlei Autos vor oder hinter uns.

Wir kamen super gut durch und auch die Grenze nach Deutschland wirkte wie: „wow schon drüben und keine Kontrollen(?)“.

Hmmm; nicht ganz; einige Kilometer weiter auf deutscher Seite war die Straße an einem Autobahn-Parkplatz versperrt durch (bewaffnete) Kontrollposten.

Wir sind durch 5 Länder gefahren, haben einige Grenzübergänge erlebt und nur in Deutschland werden wir mit einer Drohkulisse empfangen. Das überrascht uns etwas.

Wir wurden durchgewunken, aber es macht trotzdem kein gutes Gefühl. 

Um Nürnberg herum war es auf der Autobahn auch wieder etwas stockend und so ging unsere kostbare Zeit zur Deadline 16:00 Uhr dahin.

Pünktlich 16:00 Uhr standen wir trotz aller Widrigkeiten am Abgabegelände und das Tor war verschlossen. Wir haben Christina angerufen, sie meint, Frank sei unterwegs. 

Also warten, wenn die Blase nicht so drücken würde, wäre es einfacher. Das Campingklo ist ja auch schon sauber gemacht.

Wir hatten Glück, ein junger Mann, der auf dem Gelände seine Werkstatt hat, ließ uns rein und so konnten wir mit dem Ausräumen schon beginnen.

30 min später war auch Frank da mit unserem Autoschlüssel und nach weiteren 30 min war das eine Fahrzeug leer und sauber und der Audi wieder befüllt.

Nun noch ein gemütlicher Abend bei Frank und Christina und Urlaubs-Geschichten austauschen. Die beiden waren kurz vorher auf einer Kulinarik-Tour durch Frankreich. Also ein interessanter Abend steht bevor.

Nun ist er weg, der Camper und der Urlaub nach 3 Wochen zu Ende.

Morgen gehts nochmal für 5h auf die Straße und wenn alles gut geht, sind wir Nachmittag wieder in unserem schönen zu Hause in Wittenborn.

Haben die Pflanzen und die Geckos die 3 Wochen gut überstanden?

Was passiert nach so einer Reise? Du erfährst es im letzten Beitrag https://mentalio.de/the-end/

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Die Etappen: 

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