Oktober 1, 2022

Unsere Tour durch Schottland geht zu Ende. Bevor wir jedoch auf die Fähre müssen, haben wir noch einen Tag für Edinburgh. Was wir dort erlebt haben, wieso die Buslinie 37 eine wichtige Rolle spielt, lese einfach weiter und  du erfährst alles. 

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, dass ich im Verlauf meiner Auto-Tour durch Schottland erstellt habe.

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier: https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

Erstmal noch ein Castel

8:00 Uhr wie immer Frühstück und genau wie gestern erstaunlich, wie konsequent lange die Gastgeberin Emma uns ignorieren konnte.

Ihr Mann Graham versucht ja nett zu sein, aber man merkt beiden an, wie verkrampft sie sind. Die Bewertungen bei Google sind seltsam, denn die benutzten Keywords ähneln sich dolle.

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9:00 Uhr ging es los, Wetter war klar und trocken, denn es hatte in der Nacht stark geregnet und nun hing der Nebel noch in den Bergen. Auch viel Wasser floss die Berge runter in Form von kleinen und größeren Wasserfällen.

Die erste Station war das Castle Stirling, wir haben an der Straße geparkt und sind einen kurzen Weg hochgelaufen.

Viele Menschen, viele Autos und viele Busse sind auf dem Bezahl-Parkplatz. Das Castle will 18Pf/P Eintritt und das wollten wir nicht.

Also zum Auto und weiter, von weitem konnte man noch ein schönes Foto machen und weiter gehts.

Mal kein Castle sondern...

Der nächste Stopp ist mal kein Castle sondern ein einzigartiges Schiffshebewerk. Es bewegt sich wie ein Riesenrad und sieht atemberaubend aus.

Wir haben zugeschaut, wie die Boote gehoben werden und dann ein- und ausfahren. Ist ein Boot raus, passiert es noch ein kleine Schleuse. Diese wird mit Muskelkraft betrieben und ist scheinbar schon alt.

Ein Castle und eine Kirche 

Dieser Palast ist die Geburtsstätte von Maria Stuart, Queen von Schottland. Allerdings eine Ruine und eingezäunt wegen Bauarbeiten.

Die Kirche neben den Palast ist offen und sehr schön. Freundliche Mitarbeiter, hell und bunte Fenster. 

Ein Pianist spielt Musik, eine sehr positive Stimmung und nicht so bedrückend wie sonst in Kirchen. Um die Kirche sind alte Grabsteine.

Wir schauen uns erst die Kirche an und gehen dann am Castle runter zum Wasser, dort machen wir eine Pause auf einer Bank.

Wir schauen einer Möwe zu, die auf der Wiese mit den Füßen trampelt und einen Regenwurm nach dem anderen verspeist. Wunderschön anzusehen.

Nach der Pause noch mal am Castle entlang wandern und zum Auto und weiter.

Wie ein König und eine Königin

Kurz vor 16:00 sind wir in Roslin, laut der Website vom Gasthof "The Original Rosslyn Inn" kommen wir erst 16:00 Uhr rein. Wir probieren es trotzdem und es hat geklappt.

Das Zimmer sieht aus wie in den Castles, die wir die letzten Tage besucht haben, mit Himmelbett, alten Bildern und alten Möbeln. Herrlich!

Das Wetter ist herrlich also nochmal kurz raus zum Roslin Park. Vom Park kommt man zur Rosslyn Kapelle und zum Castle und es soll ca. 3,5 km lang sein laut Koomot.

Wir starten an der Kapelle, ein schmaler Weg geht entlang, das Gelände auch mal uneben und matschig. Wir dachten nicht, dass ein Spaziergang im Park Wanderschuhe bedarf, wir hatten nur normale Turnschuhe an.

Der Weg ging am Wasser entlang und wurde ganz schön hügelig. Die Abend-Zigarre nahmen denn wir an einer alten Feuerstelle im Wald unter alten Bäumen ein.

Pünktlich zum Abendessen kurz vor 18:00 waren wir zurück. Das Restaurant im Gasthof ist ok und das Essen auch. Morgen wollen wir jedoch nepalesisch essen, im Nachbardorf gibt es ein Restaurant.

Nach dem Essen Zimmer, Fernsehen und schlafen.

Mit dem Bus Nr. 37

In der Nacht kam ich auf die Idee, mit dem Bus in die große Stadt Edinburgh zu fahren und so habe ich gegoogelt, wie das so abläuft. Tickets können über eine App gebucht werden und den Fahrplan kennt Google Maps.

Vor unserem Hotel ist die Bushaltestelle und mit dem Bus 37 können wir durchfahren. Die Linie fährt alle 30 Minuten und die Fahrt dauert auch 30 min.

Perfekt; so machen wir es, aber erstmal Frühstück. Das übliche kalte Buffet mit Jogurt, Obst, Müsli, Toast und Marmelade. Auf den Tischen stehen der Menüzettel für die  warmen Möglichkeiten.

Heute mal nicht das komplette schottische Frühstück. Für Sven Rührei auf Toast mit Schinken und ich pochiertes Ei auf Toast mit Schinken und Champignons. Lecker und ausreichend.

9:30 fuhren wir dann mit dem Doppelstockbus 37 nach Edinburgh, wenn man aussteigen will, musst du den Stopp-Knopf drücken, sonst fährt der Bus durch. Gefühlt haben wir alle paar 100 Meter an einer Haltestelle angehalten.

The Old Town

Gegen 10:20 Uhr waren wir an der Haltestelle National Museum und von hier aus ging es los. Der erste Stopp ist die Giles Cathedral, wunderschön hell und bunt.

Von da aus führt uns die Marco Polo App über die Royal Milles (tolle Straße in Old Town) zum Parlamentsgebäude. Auch interessant von der Konstruktion, rein konnten wir auch, aber die Kontrollen waren wie beim Flughafen und so haben wir die Innenansicht weggelassen.

Auf der anderen Seite ist die Queens Gallery und der Palace of Holyroodhouse, hier war vor einigen Tagen die Trauerfeier für die Queen, bevor sie nach London gebracht wurde.

Von da sind wir die Royal Milles wieder zurück und in die Cockburn Straße abgebogen. Hier sind viele Bars und Restaurants. Interessant die Tische und Stühle, sind dem steilen Hang angepasst.

Die Sonnenplätze alle vergeben aber auch im Schatten ist es heute angenehm, darum im "The Malt Shovel" halt für die übliche Pause gemacht.

Von da aus ging es zum Castle von Edinburgh, auch hier Menschen-Massen und viel Eintrittsgeld. 

Rechts und links sind große Tribünen aufgebaut gewesen. Sie werden gerade abgebaut, scheinbar war hier irgendwas mit Soldaten, die in Indien waren.

The New Town

Vom Castle ging’s in die New Town welche eigentlich auch schon älter ist und im 18. Jahrhundert erbaut wurde, weil die Old Town zu eng und schmutzig war.

In New Town ist die Princes Street, die Straße also lang laufen. Im St. James Quarter Einkaufszentrum wollte ich eigentlich nur auf Toilette, dann entdeckten wir ein laotisches Restaurant "Pho" und da es 13:30 war, machten wir eine Pause.

Bier Lao getrunken und die besten laotischen Suppen haben wir gegessen. So wie es im Ursprungsland auch geschmeckt hat, als wir 2010 da waren; sogar die frischen Kräuter, die wie dort nicht mitessen durften (wurden in Mekong-Wasser "gereinigt" und daraus resultierenden Magen-Darm-Problematiken)

Der Hafen

Von da aus nahmen wir den Bus 34 und fuhren zum Stadtteil Leith. Hier ist der alte und neue Hafen. Das Stadtviertel soll total toll sein, laut Internet.

Mit der 34 bis zum Ocean Terminal und von da aus den Hafen ablaufen. Die Britannia liegt hier und man kann sie besichtigen und etwas weiter liegt das Schiff Victoria. 

Der alte Hafen ist schön und hat viele kleine Geschäfte; Bars und Restaurants sind auch hier.

Wir sind noch von unsren Suppen gut gefüllt und so entschließen wir uns, den Rückweg 3,5 km zu Fuß zu machen.

Immer am Wasser lang gibt es einen Fußweg in die Innenstadt, gut ausgeschildert und im Grünen. Zwischendurch noch eine Pause und chillen.

Der letzte Abend in Schottland

17:30 Uhr waren wir am nepalesischen Restaurant Gurkha in Edinburgh. Scheinbar eine Kette, zu dem Restaurant wollten wir eigentlich heute Abend ins Nachbardorf. Super; ein Weg gespart. Essen lecker.

Wir haben mal wieder die Postkarten vergessen einzustecken, also jetzt Prio 1 Post-Office aufsuchen und hoffen, dass ein Briefkasten davor steht. Dank Google Maps konnten wir die Post gut finden.

Nun zurück zur Bushaltestelle von heute Morgen, in 15 Minuten geht der Bus zum Hotel.

An der Bushaltestelle von heute Morgen (nur andere Seite) stand jedoch nicht 37 dran, also Google Maps fragen und noch ein paar hundert Meter weiterlaufen. Da der Bus Verspätung hat, schaffen wir alles gut.

19:40 Uhr rein in den Bus und 20:25 an der richtigen Bushaltestelle am Hotel ausgestiegen.

Wäre fast schief gegangen, da der Bus die Haltestelle davor nicht angehalten hat und unsere war plötzlich da. Wären die zwei Mädels auf den Sitzen vor uns nicht ausgestiegen, hätten wir’s vielleicht verpasst, weil wir nicht Stopp drücken geschafft hätten. 

Kurz rauf aus Zimmer und dann noch mal in die Hotelbar, den letzten Abend ausklingen lassen. 22:00 Uhr hoch ins Zimmer, bissel fernsehen und schlafen

Der letzte Tag in Schottland

Nach einem guten Frühstück heute erst um 8:30 Uhr (ich das letzte Porridge und Sven Ei mit Schinken) ging es 9:25 Uhr los. Wetter heute herrlich; Sonne bei 15 Grad.

Der erste Zwischenstopp ist Bamburgh Castle, Wetter noch sonnig. Das Castle schön aber auch mit 15Pf/P uns für heute zu teuer.

Also nur Foto und ein kurzen Spaziergang ums Castle. Dann fing es an trotz blauem Himmel an, zu regnen. Wie wir es kennen, nach 5 Minuten alles vorbei.

Dann mit dem Auto ein paar Kilometer weiter, an einem Strand-Parkplatz gehalten und durch die schönen Dünen zum Wasser gelaufen.

Aktuell ist Ebbe und daher auf einem Felsen die übliche Pause gemacht und das Meer genossen. Das Wasser kam langsam zurück aber wir waren fertig, bevor es uns umspülen konnte.

Zurück zum Auto und weiter geht's.

Das letzte Geld muss weg

Auf dem Weg liegt noch das Castle Alnwick. Es sieht auch gut aus, aber schon am Tor steht die Kassiererin.

Wir also einen kurzen Spaziergang durch den Ort gemacht, kurz über den Samstags-Markt gelaufen und zum Coop das letzte Geld ausgeben, Proviant für die Fähre kaufen. Und weiter geht's.

Dann kurz noch das Castle von weiten fotografieren. 

Die Fähre steht schon...

Ankunft in Newcastle am Terminal 14:35 Uhr, alles ging wieder reibungslos, nur um aufs Boot zu kommen, durften wir diesmal etwas länger stehen. Die Sortierung der Autos war wohl der Grund.

Diesmal haben wir Zimmer 7015, auch wieder Meerblick und Doppelstockbetten. Kurz einrichten und auf zur Sky Bar. Wetter noch klar aber oben auf dem Deck windig und kurz mal etwas Regen, die üblichen 5 Minuten halt.

Dann ein Deck runter in den windstillen Bereich und schon geht's los; die Bootsfahrt übers große Wasser nach Amsterdam.

Wir sind dann in die Kompass-Bar gewechselt und ca. 1h vorm Abendessen noch mal raus und den Sonnenuntergang genießen.

Kurz vor 20:00 Uhr Bootszeit (laut unserer Uhr noch britische19 Uhr) dann zum Explorer Kitchen Restaurant und am Buffet lecker gegessen.

Der wirklich letzte Abend

Sven hat entdeckt, dass auf dem Schiff noch weitere Bars sind, sogar mit Livemusik, also nach dem Essen dorthin. 

Das haben wir den ganzen Urlaub nicht geschafft, einen Pub mit Live-Musik zu finden. Vielleicht also am letzten Abend.

In der einen Bar war Bingo mit bequemen Sesseln, in der anderen Bar gerade aber auch keine Livemusik. Also blieben wir in der Bingo-Bar.

Nur für einen Drink und dann ins Zimmer, noch ein paar Seiten aus dem Buch "Gebrauchsanweisung Schottland" vorgelesen und schon bald müde und kaputt eingeschlafen.

Wie war das nochmal mit der Zeit

Wie war das bloß mit der Uhr-Umstellung und dem Frühstück?

Wir überlegten gestern Abend noch. Mein E-Book Reader hatte noch deutsche Zeit also konnten wir erkennen ob Handy und Uhren sich umgestellt haben. Die Handys sind im Flugmodus, um nicht unnötige Roaming-Kosten zu erhalten.

7 Uhr CET Zeit sind wir aufgewacht und gegen 7:30 zum Frühstück. Handy und Uhr hatten sich noch nicht umgestellt. Das Buffet wie bei der Hinfahrt, lecker und sehr abwechslungsreich.

Nach dem Essen raus aufs Deck und den Sonnenaufgang genießen. Wetter mild und leichter Wind.

Die letzte halbe Stunde nochmal auf Zimmer, Internet geht wieder. 

Diesmal haben wir noch das Anlegen beobachtet, bevor wir zum Auto gegangen sind. Sven musste sich durch die Beifahrertür ins Auto wurschteln, wegen der Parksituation war die Fahrerseite zu dicht an der Wand.

10:10 ging es dann runter von der Fähre, dann noch warten an der Passkontrolle und los geht's nach Hause. Wetter sonnig und 18 Grad.

Die Fahrt nach Hause ohne größere Probleme und auch das rechts Fahren hat Sven wieder gut hinbekommen.

16:30 Uhr waren wir wieder in Wittenborn und alles ist noch, wie wir es verlassen haben. Auspacken nur das notwendigste und raus in den Garten, den Rest vom Sonntag noch genießen. 

Fazit

Schottland ist ein wunderbares Land mit beeindruckender Landschaft und sehr freundlichen Menschen. Wir hatten eine tolle Zeit und würden es wieder tun.

Wir sind ca. 3.800 Kilometer mit dem Auto gefahren, 140 Kilometer gewandert (hier sind alle Wanderungen, auch kurze Wege zum Castle dabei und insgesamt haben wir fast 250.000 Schritte gemacht, laut unserer Garmin Uhr. 


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