Juli 11, 2022

Jeder Mensch hat bestimmte Glaubenssätze, die sowohl seine innere Einstellung zu sich selbst, als auch zu anderen und der Welt beeinflussen. Glaubenssätze können dich voranbringen und dich glücklich machen, oder dich blockieren und unzufrieden machen. Ich erkläre dir im Beitrag, was Glaubenssätze sind, zeige dir viele Beispiele und gebe dir Tipps, wie du deine negativen Glaubenssätze reduzieren kannst.

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind Annahmen, die du über dich selbst, andere oder die Welt im Allgemeinen hast.

Glaubenssätze sind meistens Verallgemeinerungen oder Thesen, die du als wahr empfindest. Es handelt sich um tiefsitzende Überzeugungen, die du auch meist sehr generalistisch formulierst und die großen Einfluss auf dein Leben, deine Wahrnehmungen und Entscheidungen haben.

Glaubenssätze sind Ausdruck deiner Werte und Meinungen. Du äußerst damit grundlegende Denkweisen und Charaktereigenschaften. Gleichzeitig lenken sie deine Aufmerksamkeit und bestimmen, wie du Dinge interpretierst und darauf reagierst.

Glaubenssätze kann man in positiv oder negativ unterteilen, aber auch eine Unterteilung nach unterschiedlichen Lebensbereichen kann Sinn machen. 

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Hier einige Beispiele:

  • Vorurteile: „Langschläfer sind faul“ / „Frauen fahren schlecht Auto“ / „Wenn es draußen dunkel ist, ist es gefährlich“.
  • Verhalten: „Es ist nicht richtig, das zu tun.“ / „Das ist verboten.“ / „Das geht einfach nicht, es ist unmöglich“ / „Ich kann das auf keinen Fall“.
  • Identität: „Ich bin zum Scheitern verdammt.“ / „Bei mir zu Hause ist es normal, dass…“ / „Wenn ich das nicht erreiche, kann ich nicht glücklich sein.“ / „Ich kann das nicht, ich bin dumm“
  • Finanzen: „Durch harte Arbeit kann ich reich werden.“ / „Geld macht korrupt.“ / „Wenn ich in der Schule aufpasse, werde ich erfolgreich“

Wie entstehen sie, wie kann man sie erkennen und wie kann man sie gegebenenfalls auch auflösen, im nächsten Abschnitt berichte ich darüber.

Woher kommen Glaubenssätze?

Die meisten Glaubenssätze entstehen in der Kindheit bis in die frühe Jugend. Glaubenssätze sind nämlich nicht von Geburt an Teil eines Menschen.

Die ersten Glaubenssätze erlernst du in deinem familiären Umfeld, d.h. Eltern, Großeltern, Verwandtschaft. Später spielt das soziale Umfeld bei der Entwicklung oder Festigung deiner Glaubenssätze eine entscheidende Rolle, d.h. Lehrer, Mitschüler, Freunde.

Je älter du wirst, desto mehr Erfahrungen machst du, bei denen sich deine Glaubenssätze bestätigen und somit festigen. Sie prägen sich als Sichtweisen, die über dich und die Welt hast, ein.

Kinder, die in einem liebevollen und fürsorglichen familiären Umfeld aufgewachsen sind, neigen eher dazu positive Glaubenssätze über sich und den eigenen Wert zu entwickeln.

Ein liebevoller Umgang stärkt den Glauben, dass man selbst liebenswert ist und im Umfeld wohl aufgehoben ist.

Wenn du als Kind dagegen oft mit Desinteresse, emotionale Kälte und Distanz, Vernachlässigung oder sogar physischer Gewalt konfrontiert warst, hast du bestimmt die damit verbundenen Glaubenssätze stark verinnerlicht.

Wahrscheinlich ist dein Selbstwert bis ins Erwachsenenalter hinein nachhaltig geschädigt.

Aus einer schwierigen Kindheit mit Hänseleien und Mobbing kann schnell der negative Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug“ entstehen. Das Kind sucht nach Lösungen oder Ursachen „warum ich“.

Es wird aus den schlechten Erfahrungen abstrahieren, dass es selbst das Problem sein muss. Daraus entwickelt sich ein negatives Selbstbild, inklusive ernsten Selbstzweifeln oder sogar gefährlicher Selbsthass. „Ich bin von Grund auf schlecht; ich verdiene kein Glück, jedem in meinem Umfeld bringe ich nur Ärger, …“

Dies wird weitere Wirkungen mit sich ziehen. Später im Berufs- und im Privatleben werden diese Glaubenssätze prägend sein und das Verhalten stark beeinflussen.

Es kommt zum Beispiel zu Unsicherheit, Angst um den Job, möglicherweise Eifersucht, Verlustangst und Beziehungsproblemen.

Vor einiger Zeit war ein 15-jähriges Mädchen bei mir. Sie hatte als kleines Kind etwas zu viel Gewicht, meinte ihr Umfeld. Außerdem war sie (damals) sehr lebhaft, aufgeweckt, neugierig und fröhlich.

In der Schule wurde sie täglich gehänselt mit den sehr verletzenden Sprüchen wie: Fette Sau, Hast du schon wieder zugenommen, da kommt die rollende Tonne... 

Auch im familiären Umfeld haben sich die Erwachsenen keine Gedanken gemacht wenn sie es ja nur nett gemeint haben mit dem ein oder anderen Satz zum Gewicht wie: wenn du groß bist verwächst es sich, na mein kleines Schwabbelchen, das ist nur Babyspeck... 

Sie entwickelte daraufhin einen sehr starken Hass auf sich selbst, was dazu führte, sich selbst zu bestrafen.

So entwickelte sie eine Essstörung, eine Stimme im Kopf sagt ihr, dass sie schlecht ist und kein glückliches Leben verdient. Das führt zu gefährlichen suizidalen Gedanken.

Im Gespräch erzählte sie mir, sie kann sich nicht vorstellen noch viele Jahre mit sich leben zu müssen.

Sie hat mich sehr bewegt. Leider konnte ich ihr mit EMT nicht helfen, da der Selbsthass so tief saß und die „Stimme im Kopf“ ihr verboten hat, sich behandeln zu lassen.

Sie ist aktuell in einer Klinik. Ich drücke ihr alle Daumen. 

Menschen, die schon früh das Gefühl vermittelt bekommen haben, nicht gut genug zu sein, scheitern auch oft im Laufe des Erwachsenseins, da ihr Unterbewusstsein die vorgefertigte Sichtweise bestätigen will.

Ein anderer Kunde von mir war auch ein sehr aufgewecktes Kind, lebhaft, fröhlich vielleicht dadurch etwas vorlaut oder neugierig und schon als Kind sehr wissbegierig und intelligent.

Er hat mir erzählt, als Kind hatte er das Gefühl ich kann alles schaffen, die Welt steht mir offen, mich kann nichts aufhalten und dass er aktuell eher verunsichert ist und sich nichts mehr zutraut.

Tja in der Schule und im familiären Umfeld gab es Mensch die meinten, Kinder müssen diszipliniert sein, still und sich den Erwachsenen oder innerhalb von Gruppen unterordnen.

So gab es immer mehr Kritik: er sei frech, laut, ungezogen, störend etc... Als er in die Schule kam, ging es so richtig los. Er konnte mit Einschulung schon lesen und wollte es natürlich auch in der Schule zeigen.

Die Lehrer nahmen ihn nicht dran, das aufgeregte Melden empfanden sie als Störung. So zog er sich immer mehr zurück. Problem, dafür wurde er gelobt. Schau mal, wie lieb, ruhig und zurückhaltend der Junge geworden ist.

Er tauschte seine Authentizität ein und wurde ein ruhiger, angepasster Junge. Ging das gut?

Als Erwachsener bekam er Kritik, weil er so ruhig ist, so unscheinbar, sich nie beim Chef selbstständig meldet, sich nicht in Projekte einbringt usw. Er ist ständig im Zweifel, nicht gut genug zu sein, Ärger zu bekommen, seinen Job zu verlieren.

Er findet Menschen gut, die locker und aufgeschlossen sind und problemlos Small Talk machen können; ruft da das versteckte lebhafte Kind, nach „lass mich raus“? 

Die gute Nachricht ist: Du kannst was dagegen tun! So wie sich die negativen Glaubenssätze gebildet haben, kann man auch die positiven Glaubenssätze bilden und im Gehirn verankern.

Die positiven Glaubenssätze gibt’s auch in deinem Gehirn, irgendwo vergraben in einer ganz tief versteckten Schublade.

Wenn du dir also eine Veränderung in deinem Leben wünschst, starte mit deinen Glaubenssätzen. 

Wie erkennst du deine Glaubenssätze?

Bevor du deine negativen Glaubenssätze unwirksam machen kannst, musst du sie erstmal erkennen und das ist nicht einfach, auch wenn du bis hierher verstanden hast, was Glaubenssätze sind.

Denn die eigenen Glaubenssätze als solche zu definieren ist schwierig, du glaubst ja, dass es so wie du es kennst wahr ist. Bei Menschen in deinem Umfeld fällt es dir sicher leichter, deren Glaubenssätze zu erkennen.

Folgende Tipps können dir dabei helfen, deine Glaubenssätze zu erkennen:

  • Beobachte dich oder höre dir zu! Versuche immer wiederkehrenden Signalwörtern raus zu filtern. Denn negative Glaubenssätze beinhalten oft Aussagen wie: muss, niemand, sollte, nie, immer keiner, alle etc.
  • Denk an eine Situation, in der es dir mental nicht gut ging. Was ging da in dir vor, was hat das ausgelöst. Gibt es vielleicht einen Glaubenssatz, der hinter diesen negativen Gefühlen oder Verhalten steckte?
  • Gehe mal in dich und frage dich: Was denke ich von mir selber, von anderen Menschen und von der Welt im Allgemeinen. Hast du vielleicht sowas wie Vorurteile darüber, wie etwas ausgehen wird, wie sich dein Gegenüber verhalten wird o.ä.?

Von solchen Glaubenssätzen hat jeder Mensch viele. Wichtig ist, die eigenen inneren Einstellungen zu erkennen und daran zu arbeiten, wenn es dich negativ steuert oder blockiert.

Welche positiven Glaubenssätze gibt es?

Wie du bis hierher schon mitbekommen hast, können Glaubenssätze nicht nur negativ und hinderlich sein. Sie können auch sehr hilfreich sein und dein Leben einfacher machen und die Sicht auf dich selbst verbessern.

Sie können dazu beitragen, dass man zufriedener ist und Vorhaben leichter fallen.

Ein positiver Glaubenssatz ist immer optimistisch formuliert. Er enthält keine Wörter wie: nicht oder niemals. Er ist immer zuversichtlichen und hat einen positiven Inhalt.

Meine Liste zeigt einige Beispiele aus verschiedenen Bereichen:

Dankbarkeit

  • Ich bin dankbar
  • Das Leben meint es gut mit mir
  • Ich bin glücklich
  • Alle Ereignisse in meinem Leben sind richtig
  • Herausforderungen nehme ich dankbar an
  • Ich strahle Zufriedenheit aus
  • Alles ist gut
  • Mir geht es gut

Beziehungen

  •  Du meinst es gut mit mir
  • Wir sind eine starke Gemeinschaft
  • Ich liebe meine Familie
  • Wir erreichen alles
  • Wir sind glücklich
  • Ich werde geliebt
  • Wir leben in Harmonie und Gesundheit

Finanzen

  • Ich verdiene eine gute Bezahlung
  • Ich behalte den Überblick über meine Finanzen.“
  • Ich bin erfolgreich, mein Gehalt spiegelt das wieder.“
  • Geld eröffnet mir Möglichkeiten.
  • Geld ist wichtig, aber nicht alles im Leben.

Harmonie

  • Meine Lebenskraft strahlt in die Welt
  • Glück, Erfolg und Liebe werden von mir magisch angezogen
  • Ich liebe das Leben
  • Das Leben ist schön
  • Ich bin gelassen, zufrieden und ruhig
  • Ich bin einzigartig

Welche negative Glaubenssätze gibt es?

So wie die positiven Glaubenssätze dich glücklich machen und voranbringen, können dich die negativen Glaubenssätze blockieren und unglücklich machen.

Es sind auch die Glaubenssätze, die man auflösen möchte, sie sind einschränkend und bremsend.

Negative Glaubenssätze sind verallgemeinernde Beschreibungen, die den Blick auf das Schlechte richten und zahlreiche Einschränkungen vornehmen. 

Typisch für die Formulierungen sind Begriffe wie: nie, niemals, kein, nicht können oder nicht dürfen.

Die folgende Liste zeigt dir einige Beispiele:

Identität

  • Ich bin ein schlechter Mensch
  • Andere Menschen sind wichtiger als ich selbst
  • Ich bin in allem ein Verlierer
  • Es ist meine Schuld, dass ich schlecht behandelt werde
  • Wenn ich mich nicht verstelle, werde ich abgelehnt

Beziehungen

  • Ich kann niemandem vertrauen
  • Andere Menschen wollen mir nur schaden
  • Niemand kann mich lieben
  • Wenn ich einen Menschen in mein Umfeld lasse, wird er mich verletzen
  • Ich darf meine Gefühle nicht zeigen, sonst werde ich verletzt
  • Ich brauche niemanden und schaffe alles alleine
  • Wenn ich Fehler mache, lehnen andere mich ab
  • Ich kann keine Freunde finden

Gesundheit

  • Ich kann nicht gesund sein
  • Meine Krankheit ist unheilbar
  • Mein Gesundheitszustand wird sich nicht bessern
  • Die Ärzte haben mich aufgegeben
  • In meinem Alter ist Gesundheit nicht möglich

Finanzen

  • Meine Finanzen bestimmen meinen Wert
  • Nur Geld macht mich glücklich
  • Reichtum entsteht nur durch Betrug
  • Geld ruiniert den Charakter
  • Über Geld spricht man nicht
  • Frauen können nicht mit Geld umgehen

Grenzen

  • Ich kann es niemals schaffen
  • Es ist komplett unmöglich
  • Ich bin zu jung/alt/dumm…
  • Im Vergleich zu anderen habe ich keine Chance

Wie kannst du deine Glaubenssätze löschen?

Also die schlechte Nachricht ist: Man kann Dinge, die im Gehirn abgespeichert sind, nicht löschen.

Das heißt, deine negativen Glaubenssätze bleiben immer in deinem Gehirn gespeichert. Du kannst sie nicht löschen, nicht lösen oder überschreiben.

Jetzt die gute Nachricht: Du kannst dir neue positive Glaubenssätze in deinem Gehirn verankern und dadurch die Wirkung der negativen stark reduzieren. 

Du kannst zusätzlich verbundene Ängste oder Blockaden mit EMT lösen, also die körperlichen Reaktionen löschen und somit wieder rationaler denken und deinen Glaubenssatz als solchen erkennen und anders bewerten.

Also ändern, löschen und durch neue bessere Glaubenssätze ersetzen, geht nicht.

Neue bessere Glaubenssätze zusätzlich im Gehirn abspeichern, geht.

Die Schwierigkeit: Du musst deine einschränkenden Glaubenssätze erstmal erkennen, um daran arbeiten zu können. 

Ein Problem, da sogar schädliche Glaubenssätze oftmals unbewusst sind. Du denkst nicht aktiv darüber nach, weil du glaubst ja, dass es so wie du es meinst wahr ist.

Ich habe dir 4 Tipps zusammengestellt, mit denen du deine Glaubenssätze erkennen kannst:

Achtung: bevor du startest, empfehle ich dir Entspannungsübungen oder Atemübungen zu machen. Dadurch synchronisierst du beide Gehirnhälften und versetzt dich in die Alphafrequenz.

Wenn beide Gehirnhälften aktiv sind, kannst du rational und emotional arbeiten. Wenn du zusätzlich durch Meditation deine Gehirnfrequenz weiter runterfährst, kannst du stärker dein Unterbewusstsein nutzen. Denn dein Bewusstsein versucht dir deine Glaubenssätze als wahr zu verkaufen.

So nun kannst du starten:

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    Schaue dir die Beispielsätze am Ende des Beitrages im Download Bereich an, erstmal spontan und zügig. Markiere die, die dich spontan irgendwie triggern. Dann lege das Blatt einige Zeit weg, gehe zum Beispiel spazieren oder mache am nächsten Tag weiter. Starte nun ganz in Ruhe und nimm dir die Zeit, die du benötigst. Betrachte jeden Satz, den du markiert hast und frage dich: Trifft das auf mich zu? Denke ich so? Sortiere nochmal aus und belasse nur die Sätze auf deiner persönlichen Liste, die etwas in dir bewegt haben!
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    Nun nehme diese Sätze und versuche sie mit prägenden Erlebnissen und Erfahrungen der Vergangenheit zu verbinden. Passt was zusammen? Frage dich bei jedem Punkt: Wer hat diesen Satz benutzt (Oma, Opa, Vater, Mutter, Lehrer…)? Zusätzlich erinnere dich an wichtige Augenblicke und Zeiten deines Lebens. Was hat dich besonders geprägt? Was beschäftigt dich noch heute? Woran denkst du immer wieder? Wenn du dich an diese Schlüsselerlebnisse erinnerst, kannst du daraus resultierenden Glaubenssätze leichter nachvollziehen.
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    So und nun fehlt noch eine gründliche und möglichst ehrliche Selbstreflexion.
    Beobachte und analysiere dich: Wovon bist du überzeugt? Welche Annahmen stehen für dich absolut fest? Wie schätzt du dich ein (Stärken, Schwächen, Fähigkeiten, Werte)? Wie bewertest du verschiedene Situationen (Politik, Umwelt, Klima, Gendern) Hierbei geht es darum, zu erkennen ob du bestimmte Denkschubladen nutzt oder verallgemeinerte Kategorien, um Menschen, Situationen und Informationen einzuordnen. Denn viele Glaubenssätze sind mit diesen Verallgemeinerungen verbunden.
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    Als letzten Schritt und im Zuge der Selbstreflexion ist es wichtig zu prüfen, stimmt es so noch? Bedenke, dass die meisten Glaubenssätze aus deiner Kindheit stammen und du glaubst fest, dass es wahr ist. Also führe eine Wahrheitsscheck durch: Woher kommt der Glaubenssatz? Wer hat dir das eingeredet? Warum glaubst du immer noch, dass dieser Glaubenssatz wahr ist?

Nur, wenn du es mit objektiven Fakten belegen kannst, beruht es auf Tatsachen.

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    Gibt es für seine Gültigkeit einen Beweis?
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    Hast du einen Vorteil davon, daran festzuhalten?
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    Was würde passieren, wenn du es anders probierst?

Wahrscheinlich hast du inzwischen ganz viele neue Erfahrungen gesammelt und der Glaubenssatz hat schon lange seine Gültigkeit verloren.

Trotzdem wirkt er noch und du spürst es immer wieder durch Unsicherheit und Zweifel oder dass du Kleinigkeiten hinauszögerst.

Du fragst dich dann immer wieder „Warum tue ich das, ist doch kein Big Problem, habe ich doch schon öfters gemacht“ …stimmt; nur halt immer mit einem mulmigen Gefühl.

Jetzt ist es Zeit, diese Glaubenssätze in Frage zu stellen und dir einen neuen positiven anzutrainieren.

Sei dir bewusst, dass dieses „Feststellen, dass manches, was bisher absolute Wahrheit für dich war, nicht stimmt“ dich sehr verunsichern kann. Es ist aber ein wichtiger Schritt, auch wenn es teilweise schmerzhaft sein wird.

Du wirst dich in diesem Prozess mit Dingen auseinandersetzen, die unangenehm oder sogar traumatisierend waren. Nur so kannst du starten ein besseres Bild von dir zu bekommen und weiter gehen in deiner Veränderung.

Das ist deine Chance auf ein glückliches, erfolgreiches Leben und auf dein Leben wieder vollständig genießen können.


Wie formulierst du deine Glaubenssätze neu?

Wie ich schon erwähnt habe, der Versuch, die negativen Glaubenssätze vollständig aus deinem Gehirn zu löschen wird nicht funktionieren. Stattdessen kannst du zu deinem negativen Glaubenssatz einen positiven dazu formulieren und ihn intensiv trainieren.

Wichtig ist, dass du startest, auch wenn es echt anstrengend ist, tiefgreifende Überzeugungen grundlegend zu ändern. Du brauchst viel Geduld und Disziplin.

Daher meine Empfehlung: kleine Schritte, d.h. die Glaubenssätze weniger drastisch ändern. 

Formuliere die Sätze so, dass das Ziel leichter zu erreichen ist. Statt das komplette Gegenteil zu erwirken und die Veränderung in einem Wurf durchzuführen, füge mehre Entwicklungsetappen ein, gewöhne dich langsam an den neuen Gedanken und verankere so positive Glaubenssätze.

Statt gleich mit: „Ich bin selbstbewusst und trete jederzeit selbstsicher auf“ zu starten beginne mit: „Ich lege den Fokus auf mein Selbstwertgefühl und arbeite daran“.

Oder ein anderes Beispiel: Du kannst dich noch ganz genau erinnern, der eine Tag in der Schule als alle dich ausgelacht haben, weil du in Deutsch lange brauchtest um den kleinen Text zu lesen, sogar der Lehrer hat die Augen verdreht.

Seitdem bist du fest davon überzeugt „Ich bin dumm, ich kann das nicht“ Naja, zusätzlich kommt dazu, als du es zu Hause erzählt hast, hat dein Mutter gesagt „Ich war auch nie gut im Lesen“

Jetzt wäre es falsch von „Ich bin dumm, ich kann das nicht“ auf „Ich bin klug und kann sehr gut lesen“ zu schwenken, besser wäre:

  • Ich kann das, weil ich geübt habe.
  • Ich schaffe das, weil ich es in anderen Fächern auch schon zeigen konnte.
  • Ich hole mir Hilfe, um besser zu werden.
  • Ich bin immer gut genug, so wie ich bin.

Ich zum Beispiel glaube absolut unmusikalisch zu sein, naja ist auch so…ich durfte in der Schule immer nur die Triangel benutzen, nie wurde ich woanders eingesetzt.

Obwohl, wenn ich jetzt so nachdenke, die Triangel zum richtigen Zeitpunkt zum Tönen zu bringen ist auch eine Fähigkeit, oder was meinst du?

Verinnerliche den neuen Glaubenssatz und steigere dich. Am erfolgreichsten und nachhaltigsten sind immer Veränderungen in ganz kleinen Schritten, so dass dein Gehirn gar nicht mitbekommt, dass du was änderst, sonst würde es dich nämlich stark boykottieren. 

Veränderungen kosten Energie und dein Gehirn will meistens Energie sparen.

Nach und nach wirst du merken, dass dein Gehirn die anfängliche Anstrengung immer besser findet, indem es dich leichter denken lässt. Dann kannst du einen Schritt weitergehen.

Neue Glaubenssätze verinnerlichen: Mit diesen Tipps

Der nächste Schritt ist, deinen negativen Glaubenssatz wirkungslos zu machen. Das funktioniert über Bilder, denn dein Gehirn speichert hauptsächlich über Bilder ab.

Die alten Bilder sollen durch viele neue positive Bilder ersetzt werden. Dies geht am besten durch positive Erfahrungen und Gefühle, die dann in neue positive Glaubenssätze umgewandelt und „einprogrammiert” werden. Einfach, oder?

Deine Glaubenssätze zu verändern geht nicht, ohne dein Verhalten zu ändern. Blöd, ja ich weiß, aber so lange wie du gebraucht hast, dir das negative einzuspeichern wirst du wohl auch brauchen, um das positive dazu zu speichern.

Insbesondere Glaubenssätze aus der Kindheit trägst du wahrscheinlich schon lange mit dir herum, sie können sehr hartnäckig sein, weil sie auch schon tief im Unterbewusstsein sitzen.

Sei geduldig und liebevoll mit dir. Wenn etwas nicht sofort funktioniert oder nicht sofort Wirkung zeigt, heißt das nicht, dass du es nicht schaffen kannst. 

Kennst du den Spruch: „Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof auf ein Schiff zu warten.“

Wiederholungen helfen, und daher ist es gut, wenn du die neuen Glaubenssätze aufschreibst und täglich mindestens 3x mal laut zu dir selbst ausspricht.

Du kannst sie dir auch auf einen Zettel schreiben und überall da hinhängen, wo du oft hinschaust. Erzähle auch deinem Umfeld davon.

Es ist egal welche Methode du wählst, wichtig ist nur: die neuen Glaubenssätze musst du dir immer wieder bewusst machen. Entwickele daher eine tägliche Routine, die dich immer wieder an das neue Denkmuster erinnert. 

Es geht auch darum, sich mehr zu trauen und auszuprobieren. Dies ist ein sehr effektiver Weg zu verbesserten Glaubenssätzen: Mache positive Erfahrungen, auf denen die neuen Grundsätze beruhen können.

Begebe dich gezielt in Situationen, in denen du neue Erlebnisse machen und mit schönen Erinnerungen, Bildern und Emotionen verbinden kannst. 

„Wir staunen über die Schönheit eines Schmetterlings, aber erkennen die Veränderungen so selten an, durch die er gehen musste, um so schön zu werden.“ (Maya Angelou)

Sei dir im Klaren, es wird nicht gleich von Beginn an alles klappen, lass dich nicht entmutigen, sondern bleibe dran und mache weiter. Je mehr du ausprobierst desto besser klappt es und desto mental stärker wirst du. 

Mit jeder neuen, guten Erfahrung, die du machst, änderst du deine Glaubenssätze ein bisschen mehr.

Mache dir bewusst: Du arbeitest an Überzeugungen, die du seit Jahren oder wahrscheinlich sogar Jahrzehnten verinnerlicht hast und die dein bisheriges Leben auch prägten. 

Solche Glaubenssätze lassen sich nicht in wenigen Tagen neu formen. Es ist besser, wenn du dir von Anfang an einen realistischen Zeitrahmen setzt und mit passenden Erwartungen an das Thema herangehst.

Am Ende werden die positiven Erfahrungen einfach mehr Gewicht bekommen. Denke daran dies auch zu feiern, das belohnt dein Gehirn und davon will es dann mehr und mehr. 

Der Schwerpunkt verlagert sich dadurch einfach darauf, dass etwas gut ist und gut läuft und nicht mehr länger auf die negative Bedeutung.

„Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet.“ (Oscar Wilde)

Wenn du merkst, dass es dir alleine schwerfällt, deine Glaubenssätze zu verändern, suche dir professionelle Unterstützung. Ein gutes Mentaltraining kann dir zum Beispiel dabei helfen. 

Hier findest du alle Arbeitsblätter die ich im Beitrag erwähnt habe. du kannst so, einfach und auf einen Blick, dir deine Themen ausarbeiten und immer wieder anschauen. 

Download

Fazit

In der Kindheit entstehen Glaubenssätze, wenn wiederholt bestimmte Aussagen oder Feststellungen über ein Kind oder zu einem Kind getroffen werden.

Bekommt ein Kind zu viel Kritik, wird es keine gute Meinung über sich selbst und seine Fähigkeiten entwickeln können. Je intensiver das negative oder unangenehme Gefühl dabei, desto stärker die Wirkung der Glaubenssätze.

Sie funktionieren also über die Verbindung von Gedanken und Emotionen und über Wiederholungen. Glaubenssätze sind demnach die Essenz unserer Erfahrungen. Wir verinnerlichen das, was wir erleben. Durch jahrelange Prägung und Wiederholung sind

Glaubenssätze können auch sehr verinnerlichen, wenn im Umfeld des Kindes, durch die Eltern oder andere Bezugspersonen Vorurteile zu Verhaltensweisen oder Aussehen anderer Menschen in seinem Beisein geäußert werden.

Glaubenssätze sind tief in unseren Denkweisen und Handlungsmustern verwurzelt. Völlig automatisch nutzen wir unsere inneren Überzeugungen, um Situationen zu beurteilen, Informationen zu deuten oder Entscheidungen zu treffen.

Solange diese bestehen bleiben, steckst du in den immer gleichen Mustern fest.

Du kannst nicht denken, dass du nicht gut genug bist und versuchen, mehr Selbstbewusstsein aufzubauen. Du kannst nicht überzeugt sein, dass deine Vorhaben immer scheitern, während du ein wichtiges Projekt beginnst.

Denn Glaubenssätze haben die Angewohnheit, wahr zu werden. Es sind selbsterfüllende Prophezeiungen.

Wenn du denkst, dass es schief gehen wird, trägst du unbewusst dazu bei, dass es genau so kommt. Wenn du glaubst, dies oder das nicht zu schaffen, wird dein Unterbewusstsein versuchen, dich in deinem Glauben zu bestätigen.

Du wirst mit dieser Überzeugung meistens richtig liegen und kannst dann sagen „siehst du, ich wusste es doch“. Du deutest dann Informationen entsprechend deiner Ansichten.

Umgekehrt funktioniert ein Glaubenssatz allerdings genauso. Wenn du von dir und deinen Fähigkeiten überzeugt bist und glaubst, eine Aufgabe gut bewältigen zu können, ist die Wahrscheinlichkeit dafür sehr hoch, es zu schaffen.

Für echte Veränderungen musst du also deine Glaubenssätze ändern. Und zwar als ersten Schritt.

Nur wer wirklich was verändern will, schafft es auch. Es liegt allein an dir!

Wenn der Artikel für dich wertvoll war, hinterlasse bitte weiter unten einen Kommentar, damit ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Starte jetzt!

Erzähl mir von dir und deinen Herausforderungen! Was wünscht du dir für dein Leben leben? Wie soll dein Weg sein und was ist dein Ziel?

Träumst du davon endlich glücklich und gelassen zu sein oder willst du dir nie mehr Sorgen mehr machen und ständiges Grübeln endlich stoppen können?

Erzähl mir, wer du bist und bei welcher Veränderung ich dich unterstützen kann. Schreibe mir über Kontakte eine Mail!

Ich freu mich darauf, dich kennenzulernen!


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