Oktober 1, 2022

In dieser Etappe geht's erst mit der Fähre zurück aufs Festland und dann versuchen wir, den Hogwarts-Express zu erwischen. Leider verpassen auch wir ihn um 10 Minuten. In Glencoe erfahren wir vom Massaker an dem McDonalds-Clan und erleben eine tolle Wanderung. 

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, dass ich im Verlauf meiner Auto-Tour durch Schottland erstellt habe.

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier: https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

Die Fähre und die seekranken Autos

Nach einem reichhaltigen Frühstück wie immer 8:00 Uhr ging es 9:00 Uhr los zur Fähre. Wir wählten die Fährstrecke da es scheinbar viel Küste und tollen Ausblick gibt.

Wir waren viel zu früh um 10:30 Uhr am Terminal. 12:00 ist erst Abfahrzeit. Zum Glück konnten wir unser Auto schon in die Warteposition stellen und sind dann noch ein paar Schritte gegangen. Die restliche Wartezeit im Auto verbrachte ich mit Karten schreiben.

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Dann ging es auf die Fähre. Die Überfahrt dauert ca. 30 Minuten. Das Wetter ist mild also hoch aufs Deck. Ein paar Delphine sprangen durchs Wasser, da ein Fischerboot die Netze ausgeworfen hatte.

Einige Autos sind seekrank geworden, ständig ging irgendeine Alarmanlage wegen dem leichten Wellengang los. Unsere natürlich auch.

Nach dem wir von der Fähre runter waren und schon etwas gefahren sind, merkten wir, der ursprünglich geplante Umweg macht kein Sinn.

Die Strecke ist schön aber wir kommen, wenn wir weiterfahren nicht an Stopps vorbei, die ich in der Reiseempfehlung angestrichen hatte. Also Pause an einem tollen kleinen Steinstrand und dann die Strecke neu planen.

Schaffen wir den Hogwarts Express?

So haben wir ca. 30 min weniger Fahrzeit und könnten den Harry Potter Zug und Fort William noch schaffen.

Wir sahen noch die Dampfwolke vom Zug und ahnten es, knapp verpasst. Ohne Pause wäre es nicht passiert, aber da wir keine Potter Fans sind, ist es nicht so dramatisch und die Pause am Steinstrand war wunderschön.

Glenfinnan Railway Viaduct in Scotland with the Jacobite steam train against sunset over lake

Der Glenfinnan Viadukt so schön

Gegen 14:00 Uhr sind wir auf dem Parkplatz angekommen und viele Menschen haben wieder die gleiche Idee wie wir. Der Wanderweg zum besten Ausblicks-Punkt ist leicht zu finden und der kleine Anstieg ist gut zu schaffen.

Der Blick mit jedem Meter wird immer interessanter und am Ausblicks-Punkt angekommen ist der Anblick des Viadukts herrlich auch ohne Zug und ohne Potter-Fan zu sein.

Der nächste Zug kommt vielleicht in 30 min oder 1h; wir wissen es nicht genau im Internet gibt es unterschiedliche Aussagen. Also wieder zurück zum Auto und weiter; nächstes Ziel soll Fort William sein.

Das Mahnmal der McDonalds

Durch Fort William sind wir nur durchgefahren, irgendwie gab es zwar schöne Bilder im Internet. Vor Ort haben wir den Hafen nicht gefunden, da einige Baustellen uns verwirrt haben und bevor wir unnötig Zeit vergeuden, fahren wir weiter nach Glencoe zur Unterkunft Scorrybreac Guest House

Diese Unterkunft hat sich im Vorfeld schon seltsam gegeben und das wird sich auch bewahrheiten, viele Regeln und Verbote. Der Check-In ist eigentlich erst 16:00 Uhr und wie erwartet steht auch ein großes Hinweis-Schild am Eingang.

Es ist 15:45 Uhr und daher haben wir geklingelt. Ein sichtlich genervter Besitzer kam raus. Er öffnete dann doch netterweise die Eingangstür für uns, empfing uns mit Maske und schien verwirrt oder ängstlich über uns ohne Maske (es gibt keine Maskenpflicht)

Er erzählte dann auch ganz viel und wirkte sehr angespannt. Neben den schon bekannten Verboten kommt noch hinzu, dass die Eingangstür immer verschlossen sein muss und Rauchen auf dem gesamten Gelände ist strengstens verboten und würde zum Rausschmiss führen.  

Unser Zimmer ist penibel mit Desinfektionsmittel gereinigt und der Duft etwas störend, sogar die Fernbedienung ist eingeschweißt in Folie. Wird spannend.

Da auf dem Gelände rauchen verboten ist, gehen wir ins Dorf. Erst mitten in den Ort, aber da saß man wie auf einem Präsentierteller also zum Massaker-Denkmal. Abgelegen mit Sitzbank, passt.

Bei Bier und Zigarre haben wir dem McDonald Clan gedacht und dem schrecklichen Massaker an ihnen um 1695.

Zurück zur Unterkunft, umziehen und zur Bar im "Clachaig Inn". Die Boots Bar ist genial. Plätze sind auch noch frei und so beginnt der Tag-Ausklang. Tolles Essen, tolle Bedienung, tolles Bier und toller Whisky.

Gegen 20:00 Uhr fahren wir zur Unterkunft zurück und ich saß das erste mal am Steuer. Ging alles gut, denn die meisten Straßen die wir hier in Schottland fahren sind so schmal, dass es egal ist, ob Links- oder Rechtsverkehr.

Es bleibt interessant in der Unterkunft

8:15 Uhr gab es heute Frühstück, es bleibt kurious hier. Überall liegen Zettel mit Anweisungen und Frühstücks-Infos.

Die Besitzerin kam in den kleinen Frühstücksraum und schaffte es, uns über einen längeren Zeitraum vollständig zu ignorieren. (ok liegen ja überall Zettel, braucht man nicht reden ;-))

Sie ging zu den anderen Gästen mindesten 2x und unterhielt sich mit ihnen wunderbar. Dann hat scheinbar ihr Mann sie angewiesen, uns etwas zu fragen, dadurch kam sie etwas widerwillig an unseren Tisch, erzählte uns schnell irgendwas von Brot und schwups war sie verschwunden. Sie mag halt nicht jeden. Ein seltsames Paar.

Nach dem Frühstück auf Zimmer und kurz nochmal die Route prüfen. Dabei ist mir aufgefallen, wir können auch ohne Auto zu fahren loswandern.

Also erstmal 2 km bis zum "Visitor Centre Glencoe". Laut der koomot App gibt es unterwegs eine kurze Strecke, die eventuell durchgangsbeschränkt ist. Es war scheinbar ein privater Weg aber es ging alles gut.

Wie wir später feststellten, wäre sicher auch ein anderer Weg gegangen. Neben der Straße geht meist ein Fußweg lang.

Der Blick ins Glencoe Tal

Vom Visitor Centre ging erst ein unbefestigten Wanderweg weiter, der später zu einem befestigten Weg wurde. Koomot hatte zwischendrin immer mal eine „Abkürzung“ durch Waldwege vorgeschlagen aber der befestigte Weg tauchte immer wieder auf.

Es war nicht der schönste Weg aber für heute ok, sanfte Steigung und entspanntes laufen. Der Blick ins Tal war sehr gut und wurde mit jedem Kilometer schöner. Bis zum Höhepunkt beim Sendemast, herrlich.

Von da ging es wieder runter. Erst über eine morastige Wiese und es war kein Weg erkennbar. Es ging immer steiler bergab und daher erstmal Pause bei einem großen Stein. Mit Blick aufs Tal und den Loch.

Der weitere Weg wurde nicht besser, matschig und steil, zwischen großem Farn hindurch mit vielen Mücken.

Irgendwann wurde es besser und wir liefen am Schiefer Berg vorbei. Unten angekommen, erstmal zum Coop und dann neben der Straße nach Glencoe.

Zum Glück hatten wir Koomot, sonst wäre die Tour nicht machbar gewesen. 14:00 Uhr waren wir zurück in der Unterkunft. Erstmal Uhr und Handy laden, war beides leer. Umziehen, weil klatschnass geschwitzt und etwas ausruhen.

Tag ausklingen lassen

15:00 Uhr dann nochmal einen kleinen Weg zum Loch Lochan und auf einer Bank bei schönstem Blick auf den See und Berge chillen. 

16:00 Uhr zurück, duschen und zur Boots-Bar Abendessen. Kurz nach 17:00 waren wir da und viele Tische reserviert, was komisch ist; laut der Infoseite unserer Unterkunft kann man da nicht reservieren.

Egal; wir haben ein Tisch gefunden und bei Bier und Whisky haben wir den morgigen Tag geplant und dann lecker gegessen.

Sven konnte sein vegetarisches Chili mit einen Angus-Burger Paddy aufmotzen, musste aber nur für den Paddy den vollen Burger Preis bezahlen. Hat geschmeckt und gut ist.

Die letzte Etappe steht an, es geht nach Edinburgh. Was das mit der Buslinie 37 auf sich hat, lese einfach: Edinburgh und ab nach Hause

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