Juni 24, 2022

Höhenangst ist eigentlich ein Schutzmechanismus unseres Körpers. Ohne dies besteht die Gefahr, dass wir von jedem Hochhaus oder Berg runterhüpfen. Also ein mulmiges leichtes Angstgefühl ist normal. Wenn die Angst dich jedoch so einschränkt, dass du am normalen Leben nicht mehr teilhaben kannst, solltest du etwas tun. Was? Lese hier im Artikel. 

Höhenangst in den Schweizer Bergen

Vor einigen Wochen war ich in der Schweiz in der Gegend um St. Gallen. 

Das Dorf Weite liegt wunderschön von Bergen umringt. In der näheren Umgebung kann man auch viele schöne Ausflüge in die Berge machen.

Störend ist dabei, wenn du unter Höhenangst leidest, also die Ausflüge nicht machen kannst oder erst gar nicht am Ausflug teilnimmst.


So geht’s meiner Bekannten, die ich dort besuchte.

Sie ist eine richtige „coole Socke“, eigenwillig, selbstbewusst, kreativ, inspirierend, mental stark.

Sie macht die schönsten bunten Frisuren in ihrem Coiffeursalon  "Haarspalterei".

Ihre komplette Familie ist seit vielen Jahren als Helfer beim großen OpenAir St. Gallen Festival dabei und haben auch einiges zu organisieren in ihrem Bereich.

Sie ist seit kurzem sogar Präsidentin ihres Vereins.

Wenn es jedoch in die Höhen gehen soll ist vom coolen Typen absolut gar nichts mehr zu spüren. Schon der Gedanke daran lässt sie erstarren und in Panik geraten, die Tränen schießen nur so aus sie raus. 

Sie leidet extrem unter Höhenangst. Wenn Ausflüge anstehen bleibt sie entweder unten am Berg und wartet oder bleibt sogar zu Hause und ärgert sich, weil ihre blöde Angst sie wieder zwingt, sich selbst auszugrenzen.

Sie vermeidet schon seit längerem Situationen, in denen sie diese Angst bekommen könnte. 

Fahrstuhl auf den Stefansdom

Sie berichtete mir, wie sie mal ein Ausflug in Wien unternommen haben. Es sollte den Stefansdom hochgehen und sie dachte kein Problem, denn es ging ein Fahrstuhl nach oben, also kommt sie auch wieder runter.

Big Problem als sie oben waren und aussteigen wollte, sah sie, dass die Aussichtsplattform aus Gitter bestand. Sie also durchgucken konnte nach unten. 

Sofort begann der Angstzustand: Panikattacke, Tränen, zittern und extremer Druck im Brustkorb. Sie konnte diesen Fahrstuhl nicht verlassen.

Nach langen Mühen ihrer Freunde und gut zureden, schaffte sie es. Leicht verkrampft und bloß nicht nach unten schauen, konnte sie den gigantischen Ausblick über Wien doch etwas genießen.  

Denn im Zustand der Angst funktionieren die rationalen Denk-Systeme im Körper nicht mehr. Es herrscht nur Panik. 

Beim bloßen Gedanken an die Situation fängt dein Körper an, Adrenalin zu produzieren, das versetzt dich in den sogenannten Flucht- oder Kampfmodus. Dieser Schutzmechanismus ist noch ein Ur-Instinkt.

Als wir noch als Urmenschen in Höhlen lebten, brauchten wir diesen Mechanismus, um in Gefahr schnell reagieren zu können, wenn ein Säbelzahntiger zum Beispiel vor der Höhle lauerte.

Der US-amerikanische Psychologe und Neurowissenschaftler Joseph Le Doux hat es sehr gut formuliert: "Sobald man sich in Gefahr befindet, reagiert man schon. Die Evolution denkt für dich."

Angststörungen können mit körperlichen Anzeichen der Angst wie Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Atemnot, Übelkeit, Brustenge und Schwindel einhergehen. Lese dazu auch in meinem Blogbeitrag "Angst überwinden lernen" 

Das Ding mit dem Adrenalin

Im Alarmzustand setzt dein Körper umgehend innerhalb von Sekundenbruchteilen die Hormone Adrenalin und Noradrenalin frei.

Deren wichtigste Aufgabe ist die kurzfristige Energiebereitstellung indem deine gespeicherte Energie wie Fett oder Glykogen aktiviert wird. 

Dadurch wird die Glucoseaufnahme in die Körperzellen unterstützt, um der benötigten vermehrten Muskeltätigkeit ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen. 

Denn dein Körper macht sich bereit für Flucht- oder Kampf. Das zeigt sich in der schon erwähnten Freisetzung von Glucose und verstärkter Durchblutung der Muskulatur plus beschleunigter Herztätigkeit und Erhöhung des Blutdrucks.

Normalerweise werden Adrenalin und Noradrenalin fortlaufend in kleinen Mengen in dein Blut abgegeben. In Stress- und Angstsituationen allerdings kommt es zu einer hoch dosierten Ausschüttung. 

Adrenalin und Noradrenalin gehören zu den Katecholaminen und sind Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter), die auf den Sympathikus (Teil des vegetativen Nervensystems) erregend wirken.

So, nun überlege mal, wenn du in Angst bist, deine körperlichen Symptome decken sich mit den aufgezählten, oder?

Heutzutage steht selten ein Säbelzahntiger vor der Tür, es sind eher Verlustangst, Versagensangst, Existenzangst, Prüfungsangst, Menschenangst, die neu dazugekommen plus die Ängste wie Spinnenangst, Höhenangst, Hundeangst, Flugangst, Platzangst die es gefühlt schon immer gibt.

In einigen Studien wird auch vermutet, dass dies Ur-Ängste sind, die scheinbar in den Genen weitergegeben werden. Ganz genau ist es allerdings noch nicht erforscht, es können auch Erlebnisse aus der Kindheit sein.

Fest steht: Angst lähmt körperliche Reaktionen und blockiert das Denken. Viele Menschen leiden Jahrelang unter ihren Ängsten bis zu dem Punkt, dass sie sich aus allem was das Leben bietet rausziehen und nur noch in ihren Wohnungen bleiben.

Das muss nicht sein, denen es gibt die EMT Methode.

linke oder rechte Gehirnhälfte

Durch die EMT Behandlung wird im Gehirn deine körperlichen Reaktionen zur Angst gelöst. Bedeutet, dass dein Körper in der Situation nicht mehr die bekannten Reaktionen auffährt wie zittern, schwitzen, Druck usw.. 

Beide Gehirnhälften arbeiten zusammen und somit kann auf der rationalen Ebene die angebliche Gefahrensituation bewertet und das Signal „Gefahr nein (oder ja)“ weitergebenen werden.

Deine rechte Gehirnhälfte ist für Emotionen zuständig d.h. Hier entsteht die Emotion Angst und auch Wut, Scham, Traurigkeit… die linke Gehirnhälfte ist für die rationale Bewertung da, d.h. Zahlen, Daten, Fakten.

Sind beide in der gleichen Frequenz -man nennt es auch synchronisiert- bist du mental stark und kannst klar denken, lösungsorientiert urteilen und bist gelassen sowie innerlich ausgeglichen. 

Angst entsteht meistens durch ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit.

Wenn Jahre später bei egal was für einer Situation in der du dich erschreckst und Angst empfindest, dein Körper die Adrenalin Produktion startet und dieselben körperlichen Reaktion aktiviert werden, kann eine Angststörung entstehen, die jedoch mit dem damaligen Erlebnis nichts mehr zu tun hat. 

Dein Gehirn hat das damalige Erlebnis tief in sich gespeichert und mit der aktuellen Situation einfach nur falsch verknüpft und diese Verknüpfung wird mit der EMT Methode gelöst.

Man könnte auch provokativ sagen „Angst ist nur eine Illusion“. 

Die Behandlung mit EMT

So zurück zu meiner Bekannten mit der Höhenangst in der Schweiz umringt von tollen Bergen. Ich erzählte ihr von der EMT Methode, keine wochenlangen Therapien, keine Konfrontationsübungen; nur mir vertrauen und sich öffnen, also den Verstand abschalten während der Behandlung.

Bei der EMT Methode wird beim Betroffenen ein Theta Somnambulismus mit Hilfe der Augen und einer speziellen Gesprächsführung mit ideomotorischer Handlung erzeugt. In meinem Beitrag „EMT Ausbildung“ kannst du mehr darüber lesen und hier gelangst du zu meinem EMT Angebot

  • Man startet immer mit einem Vorgespräch. In diesem berichtet der Betroffenen von seiner Angst. Wann kommt die Angst, welche körperlichen Reaktionen finden statt, wann fing die Angst an und ein oder zwei aktuelle Angsterlebnisse. 
  • Nach dem Gespräch geht es weiter mit dem NAK Test. Beim NAK-Test (Neuroaffektiver Kognitionstest) wird dem Betroffenen gezeigt, wie die Angst den Körper lähmt.
  • Im nächsten Schritt beim „Eye tracking“ wird die Reaktion im Körper getestet. 
  • Dann startet die Phase 3 dem „Eye movement“. Die Phase 3 beinhaltet die Schritte Aktivierung des Gehirns, Verbindung beider Gehirnhälften und Lösen der Angst. Dazu wird der assoziative Theta Somnambulismus durch Augentracking aktiviert. Dein Gehirn kommt dadurch in die Theta-Frequenz, hierbei ist dein Bewusstsein inaktiv und dein Unterbewusstsein aktiv.
  • Nach dem Eye movement wird mit dem NAK Test nochmal geprüft ob die Angst vollständig verschwunden ist und keine negativen körperlichen Reaktionen beim Gedanken an eine Angstsituation mehr da sind. Wenn noch ein bisschen Angstreaktion vorhanden ist, wird nochmal die Phase 3 durchgeführt, bis die Angst vollständig aufgelöst ist.

Genauso habe ich es mit meiner Bekannten gemacht. Schon beim Vorgespräch zeigten sich bei ihr heftige Angstreaktionen wie schwitzige Hände, Herzklopfen und Panikattacke mit unhaltbaren Tränenfluss.

Die Phase 3 verlief sehr gut bei ihr und beim NAK Test gab es keine körperlichen Reaktionen mehr, die vorher beim Gedanken an die Höhenangst noch sehr stark waren. 

Eine Woche nach der Behandlung bekam ich eine Nachricht. Sie in einem gläsernen Fahrstuhl auf dem Weg zur Bergplattform.

Das Beste: die Metalltreppe runter vom Berg war kein Problem mehr und diese Treppe war wirklich steil und lang.

Die Höhenangst war verschwunden und sie konnte den Ausblick auf einen wunderschönen Wasserfall genießen.

Die freudigen Augen, der Spaß, der rüber kam und folgender Satz „Ich weiß nicht was in meinem Kopf war aber du hast es umgepolt, Danke“ haben mich ebenso glücklich gemacht.

Jedes Mal, wenn ich so ein Feedback nach erfolgreicher Behandlung bekomme, bin ich glücklich und bekomme Gänsehaut. Wieder ein Mensch mehr, der sein Leben ein Stück besser genießen kann und schöne Dinge erlebt, die ihm vorher wegen der Angst verwehrt geblieben sind.

Fazit

Gelassenheit bringt Lebenszeit, denn unser Leben ist zu kurz, um es mit Angst, Stress, Wut und andere negative Gedanken zu verschwenden.

Lebst du ohne blockierende Angst oder Wut, findest du für jedes Problem eine praktikable Lösung. 

Deine Andrea

Hast du auch Angst oder sogar schon dein Leben negativ beeinflussende Angststörungen?

Dann melde dich bei mir und wir besprechen alle weiteren Schritte.

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Ich freu mich darauf, dich kennenzulernen!


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