Oktober 1, 2022

Heute liegt eine sehr lange Überlandfahrt an. Wir fahren von der Ostküste über die Nordküste und das Ziel ist die Westküste. Die Fahrt entlang der Küste verspricht tolle Bilder und die Zwischenziele sind auch viel versprechend. Ein Märchenschloss ist mit dabei und spannend: das Ende der Straße. Was kommt wohl nach dem Ende? Lese die weitere Etappe und du erfährst es. 

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, dass ich im Verlauf meiner Auto-Tour durch Schottland erstellt habe.

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier: https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

Früh aufstehen

Heute liegt eine lange Überlandfahrt vor uns. Reine Fahrtzeit 6 h, laut Reisebeschreibung sollen wir früh losfahren, da zusätzlich zur Länge der Fahrt noch viele Besichtigungen aufgelistet sind.

8:30 Uhr geht's los erstmal zum Coop Bier, Wasser und Whisky kaufen. Problem...; wir hatten es schon in Braemar, Alkohol kaufen erst ab 10:00 Uhr möglich. Also alles wieder ausgeladen, nur das Wasser gekauft und los geht's.

Die erste Station: eine Brauerei "Black Isle Brewery" streichen wir, da diese erst 10:00 öffnet. 

Auch das Dunrobin Castle schauen wir uns nur von außen an. Der Eintritt von 14Pf/p ist uns heute zu teuer, zumal wir auf Grund der langen Fahrstrecke keine Zeit für eine ausführliche Innenbesichtigung (ca. 1,5 - 2h) haben. 

Das Schloss von außen herrlich, wie ein Märchenschloss und auch von der Wasserseite beeindruckend.

Ousdale Broch

Bevor wir am Ousdale Broch ankommen, halten wir in Helmsdale an und kaufen im Spar-Markt unsere Getränke. Laut Internet hat er ne gute Auswahl an Whisky und Bier.

Bier fanden wir aber Whisky-Auswahl war nicht so doll. Die Mitarbeiterin empfahl uns einen anderen Laden im Ort. Es war ein Angler-Geschäft aber sie haben leider keinen smoked Whisky oder torfigen Whisky.

Jedenfalls waren alle sehr freundlich und extrem bemüht, uns zu helfen.

Der Parkplatz zum Broch ist gut ausgeschildert aber Problem (oder fehlendes Vorwissen): bis zum Broch muss man noch 2,5 km wandern.

Es wäre bestimmt total schön geworden. Tja blöd, wir haben noch eine mega Fahrt vor uns und 5 km plus Besichtigung hätten uns auch gute 1,5h gekostet.  

Der Tag scheint doof zu werden, wenn am Anfang schon nichts klappt. Positiv denken und weiter.

Castle Sinclair 

Die nächste Station ist das Castle Sinclair, auch hier ist vom Parkplatz noch mal ne Wanderung von ca. 10 Minuten notwendig.

Die kurze Strecke ist sehr schön und dicht an der Steil-Küste sehr windig. Vor dem Castle sind viele Info-Tafeln wie es sich bautechnisch über die Jahrhunderte erweitert hat.

Heute ist es eine interessante Ruine. Die Umgebung scheint noch schöne Wanderungen zu ermöglichen aber nicht für uns, da wir immer noch die größte Strecke vor uns haben und leider weiter müssen.

Zurück zum Auto erstmal die Brötchen mit dem Schweine-Steak von gestern raus geholt und beim Weiterfahren aufgegessen. Zeit für eine gemütliche Pause ist heute nicht drin.

Wir beschlossen kurzfristig, dass nächste Castle auf der Reisebeschreibung wegzulassen.

Obwohl das Castle of May sicher interessant ist. Es war der Sommersitz der Queen Mum und ist nach ihrem Tod angeblich nicht verändert worden.

Wir entschieden stattdessen zum John O‘ Groats zu fahren.

John O' Groats-das Ende der Strasse

Der letzte Stopp, bevor es die nächsten 3h nur noch fahren heißt, ist das andere Ende vom Lands End im Süden, der britischen Insel und heißt John O‘ Groats.

Laut Internet der trostloseste Ort vor allem bei Regen, auch unser Reisebüro meinte: hässlich, nichts zu sehen. Das reizt uns ja noch mehr und umso größer die Enttäuschung, als wir ankamen.

Komplett touristisch mit vielen Geschäften. Eis-Buden, Restaurants und Souvenirläden, viele Menschen und Sonnenschein.

Wir haben natürlich auch das obligatorische Foto am Endpunkt gemacht. Dann war noch etwas Zeit für einen Spaziergang an der Küste.  

Nun liegen 3h Küstenstraße die NC 500 vor uns.

Wo liegt Inshegra?

Nach 3 Stunden entlang der wunderschönen Nord Coast Route sind wir im "Old School Restaurant und Rooms" angekommen.

In Durness konnten wir sehen, dass der morgige empfohlene Ausflug zur "Smoo Cave" (Höhlen) nicht unser Ding ist. Es wirkte sehr touristisch und später las ich im Internet auch, dass dies stimmt.

Die Höhlen sind sicher schön, nur es bedeutet morgen wieder eine Fahrt mit dem Auto (1h für eine Strecke) und nach der Tour heute war gefühlt erstmal Fahrpause angesagt.

Im alten Schulhaus ist das Restaurant, die Unterkünfte sind in einem separaten Bungalow. Wir haben Zimmer 5 und scheinbar laut Website ist es das größte. Das Zimmer ist ok, der Blick gigantisch. Zur einen Seite auf den Fjord und zur anderen auf einen kleinen Wasserfall.

Zum Glück haben wir für die zwei Abende einen Tisch im Restaurant bestellt, in der Umgebung scheint es nichts mehr an Restaurants zu geben.

Es ist gerade 17:15 Uhr, bis zum Essen um 18:30 Uhr ist noch Zeit, also raus, Bier, Zigarre und den tollen Blick genießen. Vorm Haus sind Gartenstühle aber hinterm Haus ist der schönere Ausblick, also Stühle nach hinten schleppen.

Regen nur 5 Minuten

Kaum sitzen wir, fängt der Regen an. Wie hier gewohnt, geht es meistens nur 5 Minuten, also kein Problem und einfach sitzen bleiben.

18:30 dann zum Essen, alles wie gewohnt deftig. Sven bekommt ein Wild-Madras-Curry und ich ein Wildgulasch. Vorher hatte ich ne Kürbis-Suppe und Sven Knoblauch Pilze auf Toast. Es war wieder zu viel und der Bauch voll.

Zurück auf dem Zimmer erstmal Whisky als Verdauerli. Wir hatten ja unterwegs eine gute Sorte gekauft.

Noch etwas Fernsehen und dann Liegeposition-Bett. Fenster konnten wir endlich mal auf lassen, da kein Straßenlärm, sondern nur das Plätschern des Baches zu hören ist.

Wenn die Flut kommt...

Um 8:00 Uhr das super leckere schottische Frühstück. Wir haben uns gestern schlau gemacht, was in der Umgebung machbar ist. Nach der langen Autotour gestern, ist uns heute nach wandern.

In der Nähe gibt es schöne Wander-Möglichkeiten laut Koomot. Wir fahren daher nur bis zum Nachbardorf (ca. 10 Minuten) Kinlochbervie. Erstmal zum tanken.

Tankstellen sind hier sehr selten. Die Tankstelle sehr urig, eine Säule mitten im Hof und der teuerste Sprit, den wir bis jetzt hatten; über 2 Pfund der Liter.

Weiter zum Parkplatz nach Oldshoremore Beach. Hier startet die 8km Wanderung entlang der Küste bis Shegra.

In der Nähe des Parkplatzes ist ein Friedhof, am Eingang stand Kriegs-Friedhof jedoch waren auch jüngere Gräber dabei.

Nun gehts los, erstmal eine leichte Steigung und dann der Blick auf den ersten Strand. Herrlich, leichter Regen setzte ein, der war aber nach 5 Minuten wieder vorbei.

Dann sollen wir am Strand laufen sagt die App, nur geht's irgendwann nicht weiter, da scheinbar Flut kommt und der Strand mit Wasser voll ist. 

Aufgeben? Nein beim Umschauen sehen wir einen kleinen Weg über die Dünen.

Wir sind richtig, der Weg ist dann, nachdem wir die Düne hochgekrabbelt sind, gut zu erkennen. Der Aufstieg war schon sehr steil aber dann der weitere Weg unbeschreiblich schön.

Ein kleiner Trampelpfad hoch über dem Nord-Atlantik. Das Wetter spielt mit, kein Regen mehr. Sonne und Wolke wechseln sich ab und manchmal wedelt der Wind stärker.

So kommen wir am zweiten Strand Polin an. Nach 4km sind wir am dritten Strand Shegra an und machen erstmal in der windstillsten Ecke Pause.

Nach Bier und Zigarre und viel rumwundern, wie schön alles ist, geht's weiter. Weitere ca. 4 km entlang einer schmale Straße. Berg auf und Berg ab. Sehr angenehm, eigentlich nur noch ein leichter Spaziergang.

Am Auto angekommen nochmal zum 1. Strand. Wir wollten schauen wie weit die Flut ist. Sie scheint aber auf dem Rückweg zu sein.

Im Dorf Kinlochbervie halten wir noch mal am Hafen an. Hier ist scheinbar noch viel Fischerei aktiv, eine Infotafel erklärte es uns dann auch, sogar auf deutsch.

14:00 Uhr waren wir in der Unterkunft. Wie du es dir denken kannst, erstmal raus Bier und Zigarre, dann habe ich den Reisebericht aktualisiert und Sven hat den nächsten Tag vorbereitet. Dann ist schon ist wieder Essenszeit.

Heute nimmt Sven das Rinder-Chili und ich den Lachs mit Gemüse. Vorher hatte ich ein Fisch Pate und Sven Kürbis Suppe. Was tat der Bauch wieder weh.  

Lese die nächste Etappe und erfahre was es mit dem alten Mann und den Feen auf sich hat:  Isle of Sky

Gebe mir gerne ein Feedback, wie es dir gefallen hat. 

Schreibe mir einen Kommentar oder über Kontakte eine Mail!

Ich freu mich darauf!

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>