November 13, 2021

Blaues klares Wasser, felsige Sandstein-Küstenwege und atemberaubende Sonnenuntergänge. Tauche mit mir ab in ein wunderbares Kroatien. Lese einfach den Beitrag und genieße die tollen Fotos.

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, das ich im Verlauf meiner Camper Tour durch den Balkan erstellt habe.

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier: https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

alles voll, nix frei

Bevor wir in die wunderbare Küstenwelt abtauchen, passierte noch folgendes, nach dem langen Anfahrtstag.

Wir kamen ganz schön kaputt 17:00 Uhr auf dem Autocamp Krvavica an. Die junge Frau an der Rezeption sagte so was wie: "alles voll". 

Zum Glück kam noch der Besitzer und da wir sagen konnten, wir haben reserviert, hat er uns noch mitten auf dem Platz eine Lücke gezeigt für eine Nacht, direkt auf dem Präsentierteller.

Morgen gibt er uns dann den schönsten Platz, den er hat, versprach er uns. Schauen wir mal. Jedenfalls alles super nett und sehr schön. 

Klein aber fein auch die Sanitäranlagen, sehr sauber und schön angelegt. Der Besitzer erklärte uns auch, wo wir ein Restaurant finden können.

Nach dem üblichen Willkommensritual mit Bier und Zigarre marschierten wir los zum Essen. Ein kleines Restaurant im nächsten Ort, direkt am Strand.

Während wir auf das Essen warteten, wurde es windig und ab und an kam auch eine stärkere Böe. Wir saßen ein wenig geschützt und so konnten wir unser Abendbrot ganz gut genießen.

Super satt ging es dann zurück und ab in den Camper, es war windig und kühl.

Na toll, hätten wir ja in Sarajevo bleiben können. Ob der Wind nachlässt und was sonst noch auf uns zu kommt, lese einfach weiter.

Auf die Insel oder auf dem Festland bleiben?

In der Nacht wurde der Wind stärker und es hörte sich manchmal an, also ob das Auto am nächsten Tag völlig verbeult ist, von den Zapfen, die vom Baum fielen, unter dem wir standen.

Auch die Schwankungen des Campers waren teilweise sehr heftig.

Also, die Nacht war schonmal interessant und unsere Entscheidung auf dem Festland zu bleiben und nicht auf eine der vielen Inseln zu fahren, scheinbar richtig.

Problem ist, auf einigen Inseln kommst du bei Wind nicht rauf oder runter, da Brücken dann gesperrt sind oder Fähren nicht fahren.

Am Morgen war der Wind vorbei und es wurde warm, der Kaffee endlich mal wieder draußen möglich, herrlich.

Bevor wir den zweiten Kaffee zubereiten konnten, kam der Besitzer und zeigte uns unseren neuen Stellplatz. Für uns ein Traum, am Rand eine Ecke unter einem kleinen Baum und vor uns ein anderer Camper, also absolute Ruhe.

Der zweite Kaffee dann schon mal "so herrlich". Dadurch verzögerte sich der Start in den Tag und es gab noch mehr Verzögerung dazu.

Eine Verzögerung, die uns etwas Nerven gekostet hat, erzähle ich gleich. Lese einfach weiter und du erfährst es.

Gegen 10:00 Uhr kam uns die Idee ein leckeres Frühstück, schön mit Spiegelei zu machen. Das hatte ich mir schon ein paar Tage gewünscht

Alles klar, ich rein und wollte loslegen und nix. Kein Gas mehr, hä?

Wir sind zum Platz-Besitzer und haben gefragt, wo wir auffüllen könnten. Denn unser erster Gedanke war, das Gas ist leer (war es aber nicht…).

Der Besitzer wusste auch nicht genau, wo es möglich ist und schickte uns nach Makarska zu einer Tankstelle. Die Tankstelle schickten uns komplett zurück in die andere Richtung nach Baška Voda.

Hier waren wir richtig.

Nur das bis jetzt schon einiges an Tag vergangen war und die leere Flasche ist nicht das Problem, denn sie ist noch voll mit 7 kg, also erst 3kg raus. Wir alle ratlos.

Dann Kathleen von Freizeitfahrzeuge-Teichmann angerufen. Sie wollte die Werkstattmitarbeiter befragen und sich dann melden.

Wir erstmal zurück zum Platz und Dr. Google befragt. Er weiß alles und so fanden wir das Problem selbst.

Es war der Crash-Sensor-Knopf an der Gasleitung.

Entweder löste er aus bei der holprigen Fahrt durch die bosnischen Berge oder durch die Schwankungen im Wind gestern Nacht. Wir hatten also wieder Gas und Svens Albtraum, nicht zu wissen wie lange so eine Gasflasche hält, hat sich auch gelegt.

Diese war jetzt voll und der Verbrauch, wenn wir nur kochen, auch niedrig.

Lecker Cevapcici

Somit verzögerte sich der Tagesstart weiterhin, mein Spiegelei blieb auch heute nur Wunsch aber nicht so schlimm, es steht nicht viel auf dem Plan und mal alles langsamer angehen ist auch gut.

Es war nun 13:30 Uhr als wir loskamen. Wir wollten nach Makarska rein und uns ein paar Highlights anschauen, die wir im Internet gefunden haben.

Der Weg, gute 4km und direkt an der wunderschönen Küstenlinie entlang. Nach 2km fing dann der Touri-Hochbereich an, viel Wassersport, viele Restaurant und viele Bars, viele Souvenirläden und was der Urlauber alles so braucht.

Die kleine Stadt hat einen schönen Hafen und auch schöne kleine Gässchen, ist aber im Großen und Ganzen unspektakulär.

Wir fanden im Internet noch den Standort eines Maestro-Grills und wollten da unsere geliebten Cevapcici im Brot essen. Das war nochmal eine gute Strecke von 2km.

Man beachte, es ging immer bergauf, entlang von Wohngebieten, Schulen und weg vom Tourismus.

Der Grill liegt an der Strasse Vukovarska ul. 2, ist leer, aber geöffnet und so bekamen wir unseren Wunsch zügig erfüllt. Es war ein herrlicher Genuss.

Wir kamen auf die Idee, noch zwei Portionen zum mitnehmen zu bestellen und heute Abend aufgewärmt zu essen. Die To go Cevapcici gingen nicht mehr.

Der Koch hatte schon Feierabend oder Pause, hat nur schnell unsere erste Bestellung gemacht und weg war er. Obwohl es erst 16:00 Uhr ist.

Ok, auch gut, wir sind nämlich ganz schön satt.

Also den Rückweg antreten. In der Nähe des Grills war ein wunderbarer 24h geöffneter Bäcker und ein kleiner Supermarkt. So konnten wir noch etwas an Verpflegung auffüllen und eventuell, wenn heute Abend der kleine Hunger kommt, einen Tomatensalat mit frischem Weißbrot verspeisen.

Der Rückweg wurde unterbrochen bei einer kleinen Bar direkt an der Küste. Ein wunderbarer Ausblick und ein leckerer Mojito gaben dem Tag nochmal einen Zusatzkick von "so herrlich".

Der Rückweg an den Küstenfelsen vorbei war gigantisch, denn die Sonne ging gerade unter und tauchte alles in ein wunderbares Licht.

Am Camper zurück, noch einfach im Genießer Modus bleiben und den Abend entspannt ausklingen lassen.

Faulenzen oder weiter?

Gerade angekommen und schon kommen wieder die Gedanken ans weiterfahren. Sven fand den Platz richtig gut, ich auch aber mein Bild vom letzten Stellplatz hatte definitiv einen Wasserblick. 

So trafen wir die Entscheidung, heute erstmal faulenzen, also Strandtag und morgen dann weiter nach Seline.

Ich hatte natürlich schon einige Zeit wieder mit Google und der Camper-App (ich nutze hauptsächlich Campercontact und google) verbracht und ein gutes Stellplätzchen gefunden. Hoffentlich ist was frei. 

Sven hat dort angerufen und Frau Jorlina vom Camp Igor konnte deutsch und sagte, Anreise morgen ist ok. Wie herrlich.

Aber erstmal Kaffee und endlich Frühstück mit Spiegelei.

Mit Strandtagen haben wir folgendes Problem: 

Sven findet Sonne und Hitze auf Dauer anstrengend und legt sich lieber in den Schatten. Ich fange im Schatten schnell an zu frieren und brauche ein Sonnenplätzchen.

Deswegen gibts aber kein Streit, nur die richtige Stelle zu finden kann mal eine Minute länger dauern.

Alles super hinbekommen, denn der Strand ist leer und so konnte er starten, der Strandtag. Das Wasser herrlich kühl und super klar. 

Nach dem kühlen Bad sind wir ein wenig gelaufen und fanden ein Bistro mit guten Bewertungen und lecker Cevapcici.

Natürlich gab es hier ein Päuschen und danach an der naheliegenden Bar noch ein Cocktail. Jetzt aber ist aufwärmen angesagt, denn im Bistro und Cocktailbar saßen wir im Schatten ich hatte noch die nassen Badeschuhe an und jetzt war mir kühl.

Faulenzertage sind immer super schnell vorbei und so war auch dieser Tag schwups zu Ende und wir saßen am Auto und starteten das übliche Tagende-Prozedere.

Heute gibts leckeres Rührei, frischen Tomatensalat, frisches Weißbrot mit Olivenöl und Salz, herrlich.

Das Ende naht?

Wir fahren heute zur letzten Urlaubstation und das macht etwas traurig, obwohl wir in Seline ja noch 4 volle Tage sein werden. Heute ist Samstag und Donnerstag gehts erst Heim.

Trotzdem, bis jetzt fuhren wir immer weiter weg von zu Hause und nun geht die Richtung wieder nördlich, also heimwärts.

Der Platz in Seline ist klein, nur 10 Plätze und wenn wir Glück haben, bekommen wir einen Platz direkt am Wasser, mal schauen. Die Campingplätze an der Adriaküste sind alle voll, obwohl Restaurants usw. sehr leer sind.

Ich denke, die internationalen Gäste per Flugzeug oder PKW fehlen in den Hotels und Pensionen.

Die Fahrt von Makarska nach Seline dauert 3h wenn du die Autobahn nimmst. Es gibt auch eine Küstenstraße, aber da wäre der Weg viel länger.

10:00 Uhr verabschieden wir uns vom super netten Platzbesitzer und seiner Tochter und düsen los. 13:00 Uhr dann Ankunft in Seline auf dem Camp Igor

Frau Jorlina zeigt uns drei mögliche Stellplätze, wir entscheiden uns für den mit Wasserblick und Schatten.

Aus unserer Sicht der beste Platz. Schön unter einem Baum und umgeben vom Garten der lieben Frau. 

So und nun…; richtig, erstmal alles raus, Tisch und Stühle und das Willkommensritual Bierchen und Zigärrchen.

14:00 Uhr dann ein kleiner Brunch und nach der Verdauungspause gegen 16:00 Uhr ein kleiner Spaziergang, um die Umgebung zu erkunden.

18:00 Uhr waren wir startklar zum Abendessen. Heute wollten wir mal wieder Essen gehen.

Google meinte, Restaurant Croatia ist gut oder Penzion Marko. Marko lag dichter, aber er hat nur für Hausgäste geöffnet, ok; dann weiter zu Croatia.

Sie nehmen uns auf, wir sind auch fast die einzigen Gäste.

Ich bekommen die Fischplatte und Sven die Grillplatte. Die Grillplatte war echt ein Berg Fleisch und dementsprechend fühlte sich Sven danach. Da half auch der Hausschnaps nicht viel. 

Sein einziger Wunsch war, zurück zum Camper, am liebsten von mir getragen, dann in Liegeposition und nie wieder essen.

Wie das weitergeht und ob Sven je wieder etwas gegessen hat, erfährst du alles im Beitrag https://mentalio.de/auf-den-spuren-winnetous/

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