Oktober 1, 2022

Von Breamar nach Beauly sind es ungefähr 250 km Fahrstrecke. Wir fahren jedoch nicht nur von einem Ort zum anderen sondern haben auch einige Zwischenziel eingeplant. Mal sehn ob alles so klappt wie gedacht. Wir wollen zum Balmoral Castel, zur Whiskyfass Aufbereitung, Abbeys und weitere Castles. 

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, dass ich im Verlauf meiner Auto-Tour durch Schottland erstellt habe.

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier: https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

Balmoral Castle

Frühstück 7:30 Uhr, es war wieder vortrefflich und da wir eine Fahrt von 250 km vor uns hatten, starteten wir auch gegen 8:30 Uhr. Heute ist das Ziel Beauly und viele Zwischenziele bis dahin. 

Erster Stopp sollte das Balmoral Castle sein, der Sommersitz der Queen. Von August bis Oktober ist sie normalereise hier. In der Zeit von April bis Juli ist auch nur der Ballsaal und der Garten von April bis Juli geöffnet. Wir hofften aber, dass man aus der Ferne ein Bild machen kann.

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Nüscht, Nada, Niente; weiträumig abgesperrt und bewacht (das Foto hier ist nicht selbst gemacht). Kurz geärgert und weiter.

Wenn der Wurm drin ist...

Und nochmal geärgert, die Straße, wo wir lang müssen soll laut Schild erst in den nächsten Tagen wegen Bauarbeiten gesperrt sein. Wir also reingefahren und nach einigen Kilometern kam dann ein Schild, ab hier vollständig gesperrt.

Wir müssen also umdrehen, zurück fahren und einen neuen Weg finden. Das hat uns Zeit gekostet.

Das Castle Corgarff hatte ich eh schon aus der Liste gestrichen, laut Internet ist es geschlossen, Grund unbekannt.

Also auf zur Whisky-Fass-Aufbereitung Firma Speyside Cooperage. Wir sind scheinbar gerade in der Whisky Hochburg, viele Destillieren auf der Strecke. 

Jedoch sind die Führungen mit 100 Pf/P sehr teuer und einer von uns könnte auch gar nicht an der Verkostung teilnehmen. 

Schwein gehabt

Der Tag heute ist verrückt. Bis jetzt hat nichts funktioniert und auch bei der Fass-Aufbereitungs-Firma konnten wir noch nicht mal ordentliche Fotos machen. Eintritt nur, wenn man eine Führung gebucht hat. Also ein paar Fotos aus der Ferne und mit Ärger im Bauch weiter.

So, nun müssen wir den Ärger abschütteln, sonst verfolgt das "Pech" uns den ganzen Tag.

Positiv bleiben, die Strecke ist schön und kurz nach der Whisky-Firma ein herrliches stimmungsaufhellendes Bild.

Glückliche Schweine, jedes hatte sein Häuschen, draußen an frischer Luft auf einer riesigen Fläche. 

Hier sollen noch Mönche leben

Im Reisevorschlag stand Plusgarden Abbey und laut Internet leben hier noch Mönche und man kann sie auch erleben. Hört sich gut an, also hin.

Die Abbey ist schön, liegt abgelegen und sehr ruhig, aber Mönche beim Leben und Arbeiten haben wir nicht miterlebt. Auf dem Parkplatz waren zwei Mönche im Gespräch vertieft.

Das Gelände konnte man ablaufen, aber es standen auch viele "Privat"-Schilder, daher war der Internet-Eintrag nicht ganz korrekt. Trotzdem ein tolles Erlebnis, man spürt, dass es hier noch Leben gibt.

Der Friedhof ist auch interessant, da auch Kinder und Frauen beerdigt sind, obwohl es ein katholisches Kloster ist und nur Mönche dort leben. Vielleicht waren es die Bediensteten.

In die Kirche konnten wir rein, die bunten Fenster waren sehr schön. 12:40 Uhr könnten wir am Gebet teilnehmen, aber haben wir nicht gemacht, da wir noch viel Strecke vor uns haben. So machten wir noch eine kurze Pause auf dem Parkplatz und haben Brot und Wurst verspeist.

Dann ging es weiter, schauen wir mal, ob der Tag noch was positives beinhaltet.

Noch ein Castle

Gegen 14 Uhr kamen wir am Cawdor Castle an und Eintritt plus Audioguide pro Person 14€, ok machen wir.

Das Castle ist sehr schön, auch im Inneren. Obwohl bei manchen Möbelstücken es fraglich ist, ob es sie schon damals gab. Egal, beeindruckend und der Audioguide sehr gut. Nach der Innen-Tour noch zum Garten.

Der Garten ist wunderschön. Ein Labyrinth gibt's auch und tolle gerade Hecken. Weiter zum Blumengarten; auch herrlich. Zum Schluss noch der wilde Garten, zugewachsen am Fluss und große Bäume. So viel Dopamin bei dem Anblick.

Der Besuch war spitze und nun wendet der Tag sich zum Guten, bestimmt.

Lord Lovat's Wartezimmer

Wir sind in Beauly angekommen und verwirrt. Laut der Anweisung von Jane, der Vermieterin, sollen wir die Routenadresse von der Business Google Seite "Downright Gabler" nutzen.

Haben wir gemacht und stehen nun hier, mitten in Beauly. Die Wegbeschreibung, die ich per Mail bekommen habe, dachte ich, war für Leute ohne Google Maps.

Falsch gedacht, nach einer kurzen Aufregung meinerseits hat sich Sven dem angenommen und hat mit anderem Blick gelesen.

Wir standen neben dem Restaurant "Downright Gabler", der uns von Google Business gezeigt wurde und von dort geht die Wegbeschreibung los und ist plötzlich ganz einfach.

Nun geht's schnell und wir sind am alten Bahnhof angekommen. Alles passt: rote Tür, Treppengiebel und roter Kies. Das Apartment hat einen Kamin, eine kleine Küche und einen Schlafraum.

Es ist absolut toll eingerichtet und soll an Lord Lovat erinnern. Hier war sein Wartezimmer, wenn er auf den Zug gewartet hat.

So schön hier und die Empfehlung vom Gastgeber zum Fleischer, Bäcker und Deli Laden hat uns inspiriert, morgen selbst zu kochen. Heute geht's zur Empfehlung Inder Shimla.

Aber erstmal raus, angekommen mit Zigarre und Bier. Sven hat parallel gleich beim Inder einen Tisch bestellt.

Dann entspannt zum Coop um die Ecke, Bier kaufen und Wurst/ Brötchen für das morgige Picknick.

Schon geht's auf zum Essen. Die Strecke bis zum Inder ca. 12 Minuten und das Essen herrlich. Noch den Absacker „the famous grouse" probieren und mit vollem Bauch zurück.

Kamin an und nochmal raus chillen, dann Fernsehen (hier gibts auch das "Gefragt -Gejagt"-Quiz, heißt nur "The Chase") und danach Bett.

Loch Ness und das Ungeheuer

Wenn man in Schottland ist, muss man auch Nessi besuchen. Außerdem hatten wir im Fernsehen vom Nessi-Hunter gehört. Steve Feltham sucht seit 1991 nach Nessie. Jeden Tag schaut er aufs Wasser und glaubt, es irgendwann zu sehen.

Wir also hin zum Loch Ness. Steve Feltham gibt es wirklich. Er wohnt in seinem Wohnwagen am Wasser und baut kleine Nessi-Figuren und finanziert somit sein Lebensunterhalt.

Wir haben auch zwei Nessies gekauft und uns mit Steve kurz unterhalten. Noch ein kleiner Spaziergang am Wasser, vielleicht zeigt sich Nessi ja heute.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und wir müssen weiter.

Fort George

Von Loch Ness geht es weiter zum Fort George, ungefähr 45 Minuten Fahrt. 

Das Fort ist nach der Culloden Schlacht erbaut wurden von den Engländern, weil sie Angst hatten, die Highland Clans würden angreifen. 

Passierte nicht und so ist das beeindruckende Bauwerk nie in die wirkliche Bestimmung gekommen.

Aktuell wird es militärisch genutzt. Hier werden junge Soldaten ausgebildet, um in anderen Ländern in den Kriegseinsatz zu gehen und sich im Namen von Frieden töten zu lassen. Auf schottischem Boden selbst gab es seit der Culloden Schlacht nix mehr zu tun fürs Militär.

Das Fort und das Museum, wie auch die Kirche sind sehr interessant. Der Eintritt wie oft 13,50 Pf/P und den Audioguide konnten wir übers Handy laden.

Das Wetter: mal Sonne, mal Wind oder mal Regen bei ca. 15 Grad. Im Bereich der Kirche standen Bänke und wir haben unsere Brötchen verspeist, war nämlich schon fast 14:00 Uhr.

Sehr informativ und interessant, aber weiter geht's nach fast 2h Besichtigung

Die Schlacht die alles änderte

Nun sind wir an einem sehr historischen Ort. Am 16.04.1746 gab es eine Schlacht der englischen Soldaten gegen die Highland Clans. Die Schlacht war nach knapp einer Stunde vorbei und ca. 1250 Clan-Mitglieder getötet, bei den Engländern angeblich nur 300.

Da sie im Culloden Moor statt fand, heißt sie Culloden Schlacht

Die Besichtigung ist sehr bewegend. Den Eintritt im Besucher Zentrum von 14€/P haben wir uns gespart und haben uns im Internet und einem Flyer vom Besucher-Zentrum informiert. War absolut ausreichend.

Auf dem Feld siehst du, wo die Frontlinien waren und wo die einzelnen Clans standen und wer wann von wo zuerst angegriffen hat. Leider waren die verschiedenen Clans sich uneinig, jeder wollte der Bedeutendste sein und seine traditionellen Rechte wahren.

Wie zum Beispiel die McDonalds. Sie wollten wie immer bei Schlachten vom rechten Flügel angreifen. Sie wurden jedoch diesmal links positioniert. Daher weigerten sie sich, dem Angriffsbefehl zu folgen und machten also aus Zorn einfach nicht mit. Zusätzlich kamen noch weitere Ungereimtheiten.

Sehr bewegend auch die Steine, die die Massengräber aufzeigen. Man kann sich sehr gut ins damalige Geschehen reinversetzten. 

Auch die Serie und die Bücher "Outlander" machte diese Schlacht zum Thema und so waren wir schon etwas informiert und die Vorstellungskraft dadurch intensiver.

Mir stellt sich immer wieder die Frage wenn wir uns so was anschauen, warum lernt der Mensch nicht und führt immer noch Kriege.

Jetzt geht es zurück zum alten Bahnhof, vorher halten wir in Beauly noch beim Delikatess-Laden an. Wir sind ca. 16:00 Uhr dort und schauen, was es da so gibt.

Nach so einem Tag...

Wir haben im Deli-Laden Nudeln, Tomatensoße und Öl gekauft. Dazu kommt noch Käse, Wild-Salami und Chips.

Wir kochen heute selber. Sven war heute früh beim Fleischer und hat leckeres Fleisch eingekauft. 

Aber erstmal nach Ankunft Kamin an und raus mit Bier und Zigarre. Dann rein, bissel schottische Musik hören, Sven kocht und ich befülle das Tagebuch.

Das Essen so lecker, aber wir haben nur das Lamm und Rind geschafft. Das Schwein und die Rindswurst braten wir trotzdem fertig und essen es beim morgigen Picknick.

Dann noch Musik hören und gegen 22:00 Uhr kaputt und zufrieden ins Bett.

Lese die nächste Etappe und erfahre, wie das Ende der Straße aussieht:

John o‘ Groats- Das andere Ende vom „End of the End

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