November 15, 2021

Schon das Beitragsbild verrät, es könnte stimmen und Budapest ist die schönste Stadt Osteuropas. Du erfährst im Beitrag, ob wir es auch so empfunden haben.

Dieser Beitrag ist Teil meines Reisetagebuchs, das ich im Verlauf meiner Camper Tour durch den Balkan erstellt habe.

Eine Übersicht aller meiner Stationen findest Du hier: https://mentalio.de/uebersicht-meiner-reise/

Google Maps und Marco Polo App

Die Fahrt nach Budapest ist entspannt und dauerte 2,5 h bis wir auf dem Stadtcampingplatz Arena Camping ankamen. 

Dieser Campingplatz ist auch sehr beliebt bei Motorsportfans, die das jährlich stattfindende Formel 1-Rennen auf dem Hungaroring besuchen. 

Ich hatte vorher wieder per mail reserviert. Diesmal war das einchecken nur in englisch möglich und ging auch sehr gut.

Wir konnten uns wieder einen Platz aussuchen. Dies war nicht so einfach, der Platz ist groß und verzweigt und ein „klassischer“ Campingplatz halt. Die Schattenplätze fast alle belegt.

Einen schattigen Platz in der Nähe der neuen Toiletten- und Waschraum-Container war noch frei. Perfekt und um uns rum nicht viel los. 

Es ist 14:00 Uhr und eigentlich hätten wir noch in die Stadt reingekonnt aber irgendwie brauchten wir wohl mal Ruhe.

Erst mal Tisch und Stühle raus und ordentlich Brunchen. Heute passt sogar mal ein Sekt dazu. 

Wahrscheinlich hat uns dann das 2. Glas so lahm gemacht. Nach einem kurzen Schläfchen ging dann nichts mehr, also ist heute ein Faulenzertag. Auch wichtig.

Wetter ist herrlich, 29 Grad, im Wagen läuft die Klimaanlage und alles ist gut. 

Heute Abend gibt es leckere Hühnersuppe. Wir haben noch in Hortobagy gut und frisch eingekauft.

Pest oder Buda?

Bevor wir die Entscheidung Wohin heute? treffen, erstmal der Morgen-Kaffee und in der Marco-Polo-App stöbern.

Auf alle Fälle wollen wir uns die Markthallen ansehen, das jüdische Viertel und die Burg.

Ok, also heute machen wir erst mal die Stadtseite Pest. Wie
Budapest zum Namen kam, kannst du hier nachlesen. Auf alle Fälle sind Pest und Buda geteilt durch die Donau.

Gegen 11:00 Uhr ging es los und dank
Google Maps wussten wir Bescheid, wo die Bushaltestelle ist, welche Metro wir nach dem Bus nehmen mussten und wieviel Stationen es dauert. 

Wirklich sehr hilfreich. 

Wir haben die Gruppenkarte für 24h für knapp 10€ gekauft, d.h. bis zu 5 Menschen können 24 h in Budapest mit Bus und Bahn umherfahren. Die ÖPNV-Anbindungen in Budapest sind wirklich super. Erstmal zum Zentrum, also mitten rein.

Wir starten mit der Tour 3 in der
Marco-Polo-App. Das ist das jüdische Viertel. Von der Synagoge durch interessante Gässchen mit sicher leckeren Restaurants, bis wir vor einer Markthalle standen. 

Nicht die große Markthalle, zu der wir auch noch wollen, eine kleinere Halle.

Ein Großteil der Stände war geschlossen, auf der unteren Etage gibt's Gemüse, ein Bäcker-Cafe und ein Fleischer und oben ist ein Imbiss, geführt von einer kleinen älteren Frau.

Hier wird noch alles selbst gekocht, die Töpfe mit dem frisch gekochten leckeren Essen stehen auf einer kleinen Herdplatte und deswegen hier erstmal ein Päuschen.

Ich bekam den weltbesten Langos und Sven Gulasch mit Nudeln. Einfach, aber super lecker und das Beste hier, es gibt kaum Touris und es essen fast nur Einheimische.

Weiter geht's zur Tour 2 in der App, eigentlich die Bootstour + Stadt, wir lassen halt das Boot weg. 

Leider war die berühmte Kettenbrücke komplett zugehangen wegen Bauarbeiten und auch rechts und links neben der Brücke ein ca. 1km langer Bauzaun.

Tja dann halt nicht weiterlaufen, sondern erstmal Pause in einem Café und weiterplanen. Das Café lag am Ufer der Donau und der Wind pfiff ganz schön dolle.

Der große Abschluss für heute ist die
Große Markthalle (Nagy Vásárcsarnok). 

Was für ein Anblick und was für ein tolles Angebot. Alles was du dir vorstellen kannst, ganz viele Gemüse- / Obsthändler, Stände mit allem vom Huhn oder alles von der Ente oder Gans oder Rind oder Schwein; große Stände mit Paprikapulver, Nudeln, Schnäpse und Weine.

Ich kann gar nicht alles aufzählen. Auf Märkte gehen tut unheimlich gut. Die vielen Dinge die man sieht, die Gerüche und die Farben und die tollen Menschen. Es entspannt und bringt Freude und das ist gut für deine mentale Fitness.

Als unsere Rucksäcke vollgepackt waren mit den Einkäufen und nichts mehr reinpasste, mussten wir die Heimreise zum Stellplatz antreten. 

Mit Google Maps auch kein Problem und so sind wir gegen 17:00 Uhr am Camper.

Heute gibt es Sugo (die weltbeste Tomatensoße, selbstgemacht von zu Hause mitgebracht) Bolognese mit Hackfleisch und Nudeln vom Markt.

Steiler Aufstieg

Der Stadtteil Buda liegt auf einem Berg, und um da entspannt hochzukommen gibt es die Budavári Sikló sie ist eine Standseilbahn. Diese werden wir heute als erstes ansteuern.

Aber erstmal den Morgen genießen und Kaffee trinken. Dann mit dem Bus und Metro bis zur Markthalle und dann über die Freiheitsbrücke auf die andere Seite zur Seilbahn.

Leider ist die Seilbahn jedoch geschlossen, wegen Bauarbeiten. Es gibt noch die Möglichkeiten per Bus oder zu Fuß.

Zu Fuß natürlich, meint Sven. Das war echt anstrengend, zumal Sven noch die „Abkürzung“ wählte. Normal wanderst du einen Berg entspannt im Zickzack hoch, Abkürzung heißt gerade und steil nach oben. Ich war vielleicht fertig.

Kurz bevor mir Lunge und Kopfdichtung platzen konnten, waren wir oben angekommen und was soll ich sagen, der Burgpalast ist bestimmt sehr schön aber zu, wegen Bauarbeiten.

Durch die Marco-Polo-App konnten wir uns wieder eine Tour raussuchen und wir kamen zu allen Sehenswürdigkeiten des Viertels, z.B. der Arbeits- und Wohnsitz des Präsidenten, die berühmte Fischerbastei und Kirchen, tolle Gassen mit wunderschönen kleinen Häuschen.

12:00 Uhr war erstmal Pause angesagt und wir stoppten bei einem kleinen Restaurant. Sven bestellte Gulaschsuppe und ich Gulasch mit Reis, schön brüderlich und schwesterlich geteilt und so hat es nicht übervoll gemacht.

Nachdem wir gestärkt waren und unsere Besichtigungen beendet haben, sind wir wieder runter und was sehen meine Augen beim Abstieg? Du wirst es nicht glauben.

Eine Rolltreppe für hoch und runter, hmmm; zu spät. Bewegung ist auch wichtig.

Unten angekommen eine kurze Strecke mit der Straßenbahn bis zur Marienbrücke. Sven wollte unbedingt noch zum wunderschönen Parlamentsgebäude.

Ich hatte mir irgendwie eine Blase gelaufen und war schon etwas fußlahm, zum Glück ist im Wanderrucksack ein Erste-Hilfe-Täschen und darin Blasenpflaster. Es konnte weitergehen ohne Schmerzen.

Wir waren heute richtig pflasterlahm. Zum Glück sind noch Reste vom gestrigen Essen übrig, so das keiner aufwendig kochen muss. Also sitzen und entspannen.

Heute war es den ganzen Tag bewölkt und nun auch kühler und windig. Deswegen nach dem Essen, rein ins Auto und drinnen noch bissel quatschen.

Weiter geht's morgen früh, die Megastrecke steht uns bevor. 

Von Budapest nach Sarajevo. Du erfährts alles dazu im nächsten Beitrag  https://mentalio.de/beruehrendes-sarajevo/

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