Juni 16, 2022

Hast du das Gefühl, dass du dein Leben nicht mehr eigenständig führst? Du bekommst Panik, wenn du daran denkst ohne den geliebten Menschen leben zu müssen? Oft wirken Beziehungen von außen makellos, die Traumfamilie, das Traumpaar. Doch intakt ist es manchmal nicht. Der Schein trügt sagt man, speziell wenn sich ein Mensch in dieser Beziehung in einer Unterwürfigkeit befindet, einer emotionalen Abhängigkeit. Wie du emotionale Abhängigkeit erkennst, dich davon löst, dein Selbstwert wiedererlangst und du wieder glücklich wirst, liest du im folgenden Artikel.

Was ist emotionale Abhängigkeit?

Emotionale Abhängigkeit bedeutet, der eigene Gefühlszustand hängt von den Emotionen und vom Verhalten der Bezugsperson ab.

Dein unabänderbares Ziel ist, die Anerkennung, Liebe oder Zuneigung dieser Person zu erhalten. Wenn du sie nicht bekommst, fühlst du dich machtlos, traurig, wütend, eifersüchtig oder ängstlich bis zu suizidalen Gedanken.

Emotionale Abhängigkeit kann generell innerhalb jeder Beziehung zu einem oder mehreren anderen Menschen vorkommen bzw. Ehepartner, Lebenspartner, Freunde, Kollegen oder auch in Familien.

Emotional Abhängige leiden häufig unter großen Angststörungen wie Verlustangst, Versagensangst, Angst vorm allein sein oder Zukunftsangst. 

Die Ängste sind oft so riesig und lähmend, dass Betroffene sogar hörig und unmündig werden nur um irgendwie Halt zu haben.

Dies kann bis zur vollständigen Selbstaufgabe gehen. Menschen die in eine emotionale Abhängigkeit geraten, verfügen oft über ein geringes Selbstwertgefühl.

Die emotionale Abhängigkeit ist dadurch charakterisiert, dass sie einseitig ist. Und der emotional Abhängige seine ganze Lebensqualität von einem anderen Menschen abhängig macht.

Die Abhängigkeit verhindert meistens eine langfristig glückliche Beziehung und das du dein Leben genießen kannst

Was ist die Ursache für emotionale Abhängigkeit?

Die meisten Ursachen für eine emotionale Abhängigkeit liegen in der Kindheit, allerdings ist meistens nicht mit Sicherheit klar, warum genau dieser Mensch in dieser Beziehung emotional abhängig geworden ist. Manchmal kommen mehrere Faktoren zusammen.

Bei den folgenden Punkten handelt es sich um die häufigsten Ursachen:

Der häufigste Grund ist das bereits angesprochene geringe Selbstwertgefühl.

Du traust dir absolut nichts zu und alleine schon gar nicht. Gedanken wie: „Ich bin nicht liebenswert und nichts wert.“; „Ich verdienen es nicht, geliebt zu werden.“; „Ich bin eine Enttäuschung für jeden mit dem ich zusammenkomme.“; „Ich bin schlecht und verdiene es nur so behandelt zu werden.“

Wie du mit solchen kritischen Gedanken umgehen kannst, erfährst du auch in meinem Artikel „Selbstzweifel überwinden“.

Der nächste sehr häufige Grund sind Verlust- und Trennungserfahrungen, die dich schwer traumatisiert haben. 

Es kann sich dabei um Erfahrungen in der Kindheit handeln oder auch um Erfahrungen aus einer ehemaligen Beziehung. 

Diese übermächtige Verlustangst kann dann zur Selbstaufgabe führen, um den anderen Menschen bloß nicht zu verlieren.

Ein weiter Grund kann sein, dass du sehr unzufrieden mit deinem Leben bist. Es mangelt dir an Hobbys und Freundschaften. 

Du bist nicht so kontaktfreudig, das war schon als Kind so und dafür wurdest du von anderen auch oft gehänselt. Du warst der typische Einzelgänger. Erst seitdem du in dieser Beziehung bist, ist dein Leben für dich gefühlt wertvoll und du empfindest es als „endlich glücklich sein“.

Dieses Lebenselixier möchtest du dir natürlich um keinen Preis nehmen lassen und tust alles, dass es so bleibt.

Wie ist es bei dir? Hast du den Eindruck, möglicherweise in ungesunder Weise emotional abhängig zu sein?

Woran merkst du, dass du emotional abhängig bist?

Du erkennst es, wenn Ängste und zu hohe Erwartungen deine Gedanken und Gefühle zu dieser einen Person dominieren; zum Beispiel Angst allein zu sein; Angst enttäuscht zu werden; Angst zu versagen, Angst nicht gut genug zu sein, Angst die Erwartungen nicht erfüllen zu können.

Ganz natürlich ist, dass wir Menschen uns über Anerkennung und Bestätigung durch andere Menschen freuen. 

Für die Stärkung des eigenen Selbstvertrauens sind wir auch mehr oder weniger auf positives Feedback angewiesen.

Wenn du jedoch in übertriebener Weise die Bestätigung und Anerkennung Anderer und insbesondere deiner Bezugsperson brauchst, bist du schon im Bereich ungesunder emotionaler Abhängigkeit.

Die Grenze ist überschritten, wenn du nicht mehr in Frage stellst was die Anderen über dich sagen. Dein Selbstbild und Selbstwert hängt dann fast vollständig davon ab, wie du in deinem Umfeld und speziell bei dieser einen Person ankommst.

Deshalb richtest du dein ganzes Streben danach, den Wünschen dieser Person zu entsprechen. Verhalten, Wünsche und Bedürfnisse, von denen du vermutest, dass sie diesem geliebten Menschen nicht gefallen, lässt du in der Versenkung verschwinden.

Eine andere Person stark zu vermissen oder bei der Vorstellung einer Trennung sehr traurig zu sein, sind normale und gesunde Reaktionen in einer Beziehung.

Zu erkennen, wann sich eine starke emotionales Beziehung zu einer ernstzunehmenden Abhängigkeit entwickelt, ist gar nicht so leicht. 

Ich habe dir 5 Bereiche zusammengestellt, mit denen du dich testen kannst, ob du emotional abhängig bist.

Angst und Panik

Der Gedanke ohne diesen einen Menschen zurechtkommen zu müssen macht dir Angst und du bekommst Panik nur bei dem Gedanken, von dieser Person getrennt zu sein?

Du weißt nicht, was du ohne diesen Menschen tun sollst, wie du dein Leben hinbekommen kannst?

Wenn du nicht bei deinem geliebten Menschen bist, fällt es dir sehr schwer, glücklich und unbeschwert zu sein? 

Stelle dir vor, diese Person ist nicht da, z.B. auf Dienstreise, zu einer Weiterbildung, mit Freunden unterwegs. 

Was löst das in dir aus? Es macht dich etwas traurig und du vermisst diesen Menschen jetzt schon. Alles ok und normal.

Steigt bei dir Panik hoch und du weißt nicht, was du alleine tun sollst, außer dich im Bett zu verkriechen und zu warten?

Solange diese Person nicht da ist, kannst du keine einzige Sekunde glücklich sein und lachen? 

Dann kann das ein Anzeichen für emotionale Abhängigkeit sein.

Entscheidungen und Meinungen

Trifft deine Bezugsperson alle Entscheidungen für dich? Du gibst also alle, wirklich alle Entscheidungen an diesen Menschen ab?

Äußerst du deine Meinung nicht mehr und redest nur nach dem Mund, um diesem Menschen zu gefallen? Sagst du nur Dinge von denen du vermutest, dass es die andere Person hören will?

Versuchst du, es deiner Bezugsperson immer recht zu machen und übergehst dabei, was du dir eigentlich selber wünschst?

OK; es ist manchmal bequem, Entscheidungen abzugeben und den Anderen einfach machen zu lassen. Du musst dir dann keine Sorgen machen und schon gar keine Verantwortung für Fehlentscheidungen übernehmen.

Kritisch wird es allerdings, wenn du absolut gar nichts mehr entscheidest und alles deiner Bezugsperson überlässt.

Kompromisse in einer Beziehung machen ist völlig ok, auch mal die Wünsche des Partners zu erfüllen und selbst zurückzustecken ist wichtig. 

Wenn du jedoch ausschließlich Dinge tust, die diese Person will, bist du höchstwahrscheinlich emotional abhängig.

Eifersucht und Kontrolle

Hast du schon öfters unkontrollierte Eifersucht gespürt? Eine gesunde Eifersucht ist Teil von den meisten Beziehung. 80% der Deutschen geben an, selber manchmal eifersüchtig zu sein.

Ab wann beginnt eine Eifersucht krankhaft zu werden?

Schaue dir die Punkte 1-4 genau an, findest du dich wieder, hat das nichts mehr mit gesunder Eifersucht zu tun und kann Anzeichen für emotionale Anhängigkeit sein.
mögliche Anzeichen krankhafter Eifersucht:

  1. 1
    Jeden Tag erhebst du neue grundlose Anschuldigungen. Du bist sehr schnell gereizt. Bei den für dich aller kleinsten Anzeichen für einen Treuebruch machst du ein riesen Theater. Gestern war es eine heimliche Affäre auf Arbeit, heute ist es die Bedienung im Restaurant, mit der angeblich wild geflirtet wurde. Ein Lächeln zu einer anderen Person reicht, um dich in diese Eifersucht zu bringen. Mit Freunden treffen, du vermutest sofort Betrug und heimliches Fremdgehen.
  2. 2
    Deine Gedanken sind nahezu immer bei deiner geliebten Person. Ständig hast du das Gefühl; jetzt werde ich gerade betrogen. Versuchst du, jeden Schritt deiner Bezugsperson zu überwachen, fragst nach jedem kleinen Detail wo und wie der Tag verbracht wurde?
  3. 3
    E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten lesen, Telefongespräche mithören oder die Kleidung durchsuchen. Vertrauen hast du nicht mehr. Du kontrollierst und spionierst permanent obwohl es noch nie einen nachvollziehbaren Grund gab?
  4. 4
    Du kannst du dich auf nichts anderes konzentrieren außer an den Gedanken rauszukriegen wo sind sie gerade? Du lässt wichtige Dinge liegen, weil du spionieren musst. Hast sogar schon mal an Detektive gedacht und technisch Überwachungssysteme?

Kontakte und Hobbys

Hast du außerhalb deiner Beziehung einen eigenen Freundeskreis? 

Pflegst du noch Kontakte zu deinen Freunden und Bekannten von vor deiner Beziehung und deinen Arbeitskollegen oder hast du alle sozialen Kontakte abgebrochen?

Hast du eigene Hobbys und Interessen, die du nur für dich alleine machst?

Hast du Dinge die du vor der Beziehung gerne gemacht hast und die du nun nicht mehr tust, weil dein Partner es nicht gut fand oder du seine Interessen angenommen hast?

Hast du das Gefühl, außerhalb deiner Beziehung mit Menschen von früher nicht mehr klarzukommen oder dein Partner findet sie unpassend für dich und deswegen meidest du sie alle?

Bei allem was du unternimmst, spielt deine Bezugsperson eine übergeordnete Rolle, du beschäftigst dich einzig und allein mit dieser Person? 

Auch das ist nicht unnormal, speziell zu Beginn einer Beziehung in der Phase der Verliebtheit will man jede Sekunde mit dem geliebten Menschen verbringen.

Die Frage, die du dir stellen musst ist, verzichtest nur du und tust du es, damit du die Person ganz für dich alleine hast?

Soziale Kontakte außerhalb der Beziehung sind wichtig, du hast dann Menschen mit denen du auch über andere Dinge reden kannst und wenn größere Krisen und Probleme auftauchen, hast du ein paar gute Freunde, die dir mit Sicherheit helfen werden, diese zu lösen. 

Anerkennung und Bestätigung

Du kannst dich nicht selbst reflektieren und bist abhängig von der Meinung anderer Menschen und brauchst deswegen ständig die Bestätigung und Anerkennung von außen?

Du hast deswegen ständig den Zwang neue Signale der Zuneigung zu bekommen. Du bist permanent fast stündlich am Telefonieren mit deiner Bezugsperson, um zu erzählen was du gerade gemacht oder erlebt hast.

Mit emotionaler Abhängigkeit geht oft das Gefühl einher, nie gut genug zu sein.

Deshalb suchst du immer nach Anerkennung. Sie soll dir deine Unsicherheit nehmen und dein geringes Selbstwertgefühl aufheben.

Bist du emotional abhängig, kann das für deine Bezugsperson eine enorme Belastung darstellen. Dein geliebter Mensch weiß, dass er dein Lebensfokus ist und für dein Glück zuständig.

Das geht mit einer sehr großen Verantwortung einher. Das kann dazu führen, dass deine Bezugsperson sich von dir zurückzieht. 

Das wiederum verunsichert dich und du bemühst dich umso mehr. Du tust alles, um deine Beziehung fortzusetzen. Damit engst du noch mehr ein und der Teufelskreislauf beginnt.

Was ist jedoch deine Motivation, dein Warum? Weil ihr euch liebt und ewig zusammenbleiben wollt?

Oder liegt es vielmehr daran, dass du nicht weißt, wie es ohne diese Person weitergehen soll?

Gibst du deiner Bezugsperson das Gefühl, dass du nur glücklich und mental gesund bist, wenn ihr zusammen seid? 

Hast du schon suizidale Gedanken geäußert, falls du verlassen wirst? 

Bist du krank, wenn ihr nicht ständig zusammen seid und zeigst du es deutlich wie deine mentale und körperliche Gesundheit darunter leidet?

Wenn du einige oder alle diese Fragen mit Ja beantworten konntest, ist es möglich, dass du eine emotionale Abhängigkeit entwickelt hast. Es handelt sich dabei jedoch um keine Diagnose, sondern um eine Tendenz und vielleicht auch nur um eine Phase.

Solltest du sehr unter deiner emotionalen Abhängigkeit leiden, kannst du dir auch Unterstützung bei einem Psycho-Therapeuten oder Mental-Coach suchen.

Was kannst du bei emotionaler Abhängigkeit tun?

Lebst du jeden Tag wirklich so, wie du es dir in deinem tiefsten Inneren wünschst?

Oder bist du ständig fremdgesteuert und deine Ziele und Wünsche zu deinem Leben verblassen immer mehr? 

Du richtest alles nach der Person aus, mit der du zusammen bist?

Eine emotionale Abhängigkeit zu überwinden braucht Zeit. Es ist ein Prozess, bei dem es um die Weiterentwicklung deiner Persönlichkeit geht und um das Aufarbeiten deines bisherigen Lebens.

Habe Geduld mit dir, so was ist nicht von heute auf morgen abgeschlossen.

Der erste Schritt ist zu erkennen, zum Beispiel mithilfe der obigen Fragen, dass du emotional abhängig von dieser Person bist! 

Wenn du dies weißt, hat das auch eine gute Seite: Jetzt kannst du es nämlich verändern. 

Du willst und kannst dein Leben selbstbestimmt und mutig leben und deine Träume wahr werden lassen.

In den meisten Fällen hat emotionale Abhängigkeit mit einem traumatischen Ereignis in der Kindheit zu tun und eine daraus entwickelte Angststörung. Diese Angststörung kannst du z.B. durch eine oder mehrere EMT-Sitzungen lösen.

Ohne blockierende Angst wirst du merken, dass die nächsten Schritte in dein selbstbestimmtes und glückliches Leben fast wie automatisch passieren.

Denn Angst lähmt und verhindert, dass du deine Situation klar einschätzen kannst. Du siehst dann auch keine praktikable Lösung mehr. Siehe auch meinen Blogbeitrag zur Angst und mein Angebot zum Angst lösen

Ist die Angst gelöst, kannst du dir selbst Aufmerksamkeit, Bestätigung und Liebe entgegenbringen und machst ganz neue Erfahrungen in deinem Leben. Man nennt das auch Selbstfürsorge. 

Mit Selbstfürsorge kannst du insgesamt langfristig zufriedener sein. 

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass dir deine Bezugsperson egal sein muss.

Deine Partnerschaft, deine Eltern, deine Geschwister, deine Freunde sind dann weniger Mittel zum Zweck, sondern ein Gewinn, der dich glücklich macht und du dein Leben wieder genießen kannst.

3 Tipps für mehr Eigenständigkeit und Selbstwert

Bis hier her weißt du nun schon, dass eine Beziehung umso ehrlicher und erfüllender ist, je mehr du dich selber liebst, wertschätzt und mit dir im Reinen bist.

Je zufriedener du mit dir und deinem Leben bist, desto mental gesünder und stärker bist du.

Vielleicht hast du auch schon einmal die Erfahrung gemacht, wie nervig und anstrengend ein Mensch sein kann, der nichts mit sich selbst anzufangen weiß.

Oder eine Person die ständig unzufrieden oder immer nur negativ ist und an allem rumjammert. 

Fürs angeblich schlechte Leben Anderen die Schuld gibt und nicht erkennt, dass bei allen Krisen und Problemen immer dasselbe Muster abläuft, sein Anteil daran sozusagen nicht einsieht.

Keine Verantwortung für sein Leben übernimmt und darum nichts ändern wird.

Jeder Mensch ist für sein Lebensglück selbst verantwortlich. Du entscheidest jeden Tag, ob du glücklich oder unglücklich sein willst. 

Sorge also jeden Tag für dich und nimm dein Leben fest in deine Hand. 

Kannst du die Frage „Wer ist die wichtigste Person in meinem Leben?“ ohne zu überlegen mit ICH beantworten, bist du auf einem sehr guten Weg deine emotionale Abhängigkeit lösen zu können. 

Die folgenden Schritte helfen dir dabei, deinen Weg in dein Selbstwert und dein glückliches Leben zu finden.

1. sei offen und ehrlich zu dir; hinterfrage deine Situation

Der erste Schritt ist, die Fakten zu sehen, wie sie sind. Deshalb hinterfrage deine Gefühle und dein Verhalten zu dieser Person ganz ehrlich.

Wenn du deine Abhängigkeit überwinden willst, ist es notwendig, dass du dir der unangenehmen Wahrheit völlig bewusst bist.

Sich das klar zu machen, kann schmerzhaft sein. 

Doch diese Klarheit und Erkenntnis ist entscheidend für deinen weiteren Weg.
Nur so kannst du dir die Macht über dein Leben, über dein Verhalten, über deine Gedanken und Gefühle zurückerobern.

Tut dir dein Partner wirklich gut? Ist es das, was du wirklich willst? 

Machst du dich mit deiner emotionalen Abhängigkeit selbst kaputt?

Deshalb frage dich: Was will ich? Was tut mir gut? Welche Bedürfnisse habe ich? Welche Wünsche möchte ich mir erfüllen? Was macht mich glücklich?

Besinne dich auf deine eigenen Bedürfnisse und auf das, was dir guttut. Schreibe auf, was Glück für dich bedeutet. Was willst du im Leben oder was wolltest du früher mal, vor dieser Beziehung?

Gehe in dich und notiere deine Wünsche, dein Glück, deine Bedürfnisse. Meditieren kann dir dabei helfen, besser auf dein Inneres zu hören. Wie Meditation dir helfen kann lese in meinem Blogbeitrag "Wie Meditation dir hilf entspannter und gelassener zu werden"

2. sei mutig und entschlossen; gehe aktiv ins Verändern

Nimm all deinen Mut zusammen und befreie dich aus deinem altem Ich.

Du musst die Veränderung wollen, also treffe die klare Entscheidung: Ich werde meinen Selbstwert und mein selbstbestimmtes Leben wieder zurückzubekommen und die emotionale Abhängigkeit überwinden! 

Wer ist der wichtigste Mensch in deinem Leben? Kannst du selbstbewusst ICH als Antwort geben, dann Gratulation! Du bist weiter auf dem richtigen Weg.

Falls du andere Menschen wie Partner, Kinder… aufzählst: stelle dich vor einen Spiegel, drücke deine Rücken gerade und schaue dich an und sage klar und deutlich die Antwort:

ICH! ICH! ICH bin der wichtigste Mensch in meinem Leben!

Schaffst du mehrfach am Tag, mehrere Wochen lang diesen Satz zu dir zu sagen, bis du es selbstbewusst kannst, dann wird dein Unterbewusstsein aktiviert und alle folgenden Schritte sind wieder mal vorbestimmt und laufen wie automatisch ab.

Schreibe dir auf ein Blatt die Frage „Wer ist der wichtigste Mensch in meinem Leben?“ und deine Antwort „ICH“. Hänge es dir sichtbar auf und schaue jeden Tag drauf.

Verpflichte dich noch einmal vor dir selbst und verinnerliche: „Ich werde konkret und fortwährend an dieser Veränderung arbeiten, egal was auf dem Weg für Steine liegen werden, die rolle ich alle weg! 

Wie kann es weiter gehen? Starte nun mit dem planen deiner konkreten Aktivitäten.

Was könnten diese Aktivitäten sein?

  1. 1
    Um dein Ich zu finden, solltest du mit der Identifikation deiner Werte anfangen. Es geht hier um deine Selbstanalyse, um eine klare Vorstellung zu bekommen, wofür du in der Welt stehen möchtest und was dir im Leben wirklich wichtig ist. Es handelt sich bei den Werten um Überzeugungen, die deinem Leben Sinn geben.
  2. 2
    Besinne dich auf deine Stärken. Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Stärken. Das ist nicht nur ein toller Satz, sondern ein Fakt. Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit, die eigenen Stärken zu erkennen. Wahrscheinlich kannst du auch viele Schwächen an dir aufzählen und wenig Stärken, überdurchschnittliche Fähigkeiten und tolle Eigenschaften die du besitzt. Kennst du deine Stärken, baust du mehr Selbstvertrauen auf. Welche das sind erfährst du beispielsweise mithilfe eines Stärkenradars.
  3. 3
    Was willst du nicht mehr, was macht dich glücklich, wo zieht es dich hin-finde deine Intrinsische Motivation. Bei der intrinsischen Motivation handelt es sich um dein Verhalten, das durch deinen inneren Wunsch -Dein Warum - angetrieben wird. Mit anderen Worten, es ist deine Motivation, ein Verhalten an den Tag zu legen, die aus deinem Inneren und nicht von außen kommt. Sie ist das Mittel, um Zufriedenheit in sich selbst zu finden. Hierbei kann dir das erstellen eines Motivationsboard helfen.

Wenn du gezielt deinen eigenen Werten und Interessen nachgehst, stärkst du dein Selbstbewusstsein und dein Selbstwertgefühl auffallend. 

Treffe dich doch mal mit früheren Freunden, buche dir doch mal eine Weiterbildung oder fange an, dir täglich eine kleine Auszeit zu nehmen für deine Meditation, dein Yoga oder dein Spaziergang allein.

Gehe aktiv daran, wieder selbstständig zu werden. Mach jeden Tag mindestens einen ganz konkreten Schritt in die Richtung emotional und mental stark zu sein.

Fokussiere dich Schritt für Schritt auf dein eigenes Leben, deine eigenen Werte und Ziele.

Bleib geduldig, lieber weniger und kleinere Schritte dafür kontinuierlich und das wichtigste der Verstärker:

Um deine Erfolge zu würdigen und die Wirkung im Gehirn zu verstärken, ist ein Erfolgstagebuch gut geeignet. Trage hier jeden Abend deine Erfolge ein. Auch die noch so kleinen.

Gib dir also selbst die Anerkennung, die du brauchst. Sei stolz auf dich selbst, lobe dich, mach dir ein Kompliment, sag Danke zu dir für das, was du geschafft hast.

Belohne dich mit etwas Schönem, nachdem du wieder einen Schritt in dein neues freieres Leben geschafft hast.

Nicht jeder Tag wird die großen Erfolge bringen, falls mal ein Tag nicht so doll war und du absolut nichts Positives an dem Tag finden kannst, bloß nicht in alte Muster zurückfallen und dich bestrafen.

Überlege, was du am nächsten Tag anders machen kannst. Lese dazu auch mein Artikel „mental stark sein“.

3. sei aufmerksam und kenne deine Störfaktoren

Deine Gedanken beeinflussen dein Handeln, daher ist positives Denken und Glauben einer der wichtigsten Punkte, um dein Selbstwertgefühl zu steigern.

Negative Glaubenssätze prägen dein Handeln, dein Verhalten und deine Emotionen. Ein geschwächtes Selbstwertgefühl und mangelndes Selbstvertrauen sind die Folge.

Du bist wertvoll und du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben! Diese Worte sind ab jetzt oberste Regel für dich, täglich. 

Denn wenn du dich selbst akzeptierst und für wertvoll erachtest, werden es dir die Anderen nachmachen, weil deine gelassene und selbstbewusste Ausstrahlung dann auch nichts anderes zulässt. 

Wie erkennst du deine negativen Glaubenssätze?

Ich weiß, es ist nicht einfach erstmal die negativen Gedanken und Glaubenssätze als sowas zu erkennen. Führe dir immer wieder vor Augen, dass du alles schaffen kannst, was du dir in den Kopf setzt.

Du kannst nichts. Du bist nichts wert. Allein schaffst du es eh nicht. Das sind negative Glaubenssätze. 

Sie entstehen, weil sie dir von früheren Bezugspersonen wie Eltern, Großeltern, Lehrer, Verwandte, Mitschüler, Geschwister, Freunde immer wieder gesagt wurden und sie sich in deinem Kopf festgesetzt haben.

Doch damit ist jetzt Schluss!

Spüre in dein Inneres und fühle es wieder, damals als du noch ein kleines Kind warst und dachtest, die Welt steht für dich offen, du schaffst alles, du bist mega stark und voll cool. 

Gehe mal in dich und finde in deinem Inneren deine negativen Glaubenssätze und schreibe sie dir auf!

Nimm dann die 3 die dich am häufigsten negativ beeinflussen und blockieren zuerst vor und schreibe sie in positive Glaubenssätze um.

Hänge dir die positiven Sätze sichtbar in deine Wohnung und schaue täglich mehrere Minuten drauf und spreche jeden Satz laut.

Beim Betrachten und laut sprechen, gehe mit deinen 5 Sinnen diese Sätze durch: Was fühlst du dabei, was siehst du, schmeckst und riechst du, was hörst du? 

Die So bist du im Hier und Jetzt und du nimmst es bewusster auf. 

Je öfter du dir sagst: „Ich kann das“, „Ich bin etwas wert“ und „Ich schaffe das auch allein“ und auch fest daran glaubst, umso unvergesslicher wird es sich in deinem Unterbewusstsein festsetzten und die negativen Glaubenssätze in ihrer Wirkung abschwächen. 

Desto leichter wird es dir fallen, dich aus der emotionalen Abhängigkeit zu lösen.

Sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist, fällt vielen Menschen schwer.

Dabei ist genau das der Schlüssel für ein glückliches und zufriedenes Leben. Dann hast du auch Null Probleme damit, mit dir allein sein zu können.

Alleinsein erscheint dir sinnlos, weil du nicht weißt, was du mit dir anfangen sollst?

Oder es macht dir Angst, weil du unangenehme Gedanken und Gefühle befürchtest, denen du dich nicht stellen möchtest?

Wer eine stabile Beziehung zu sich selbst hat, führt viel eher ehrliche und gesunde Beziehungen auf Augenhöhe zu sich und zu den anderen Menschen.

Fazit

Deine emotionale Abhängigkeit gibt dir das Gefühl, in deiner selbst erschaffenen Bubble der Geborgenheit und des Glücks zu sein.

Doch was du dir wirklich erbaut hast, ist ein Käfig. Du sperrst dich selbst ein und vergisst die vielen schönen Dinge, die das Leben zu bieten hat.

Statt auf dich und dein Lebensglück konzentrierst du dich ausschließlich auf deine Bezugsperson.

Du hast dein Leben in die Hände dieser Person gelegt. Die Eigenverantwortung über dein Leben hast du abgegeben. 

Du lässt dich fremdbestimmen und richtest dein Tun nach deren Willen aus. Bist dabei voller Angst und Panik, dass du eines Tages verlassen wirst.

Glaubst du, dass macht dich auf Dauer glücklich?

Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, an dem du deinen Käfig verlassen und von anderen Menschen unabhängig sein solltest. 

Erforsche mit Willenskraft deine eigenen Werte und Ziele und gehe dein „Glücklich sein finden“ und dein „Leben genießen“ selbstbewusst an.

Nur wer wirklich was verändern will, schafft es auch. Es liegt allein an dir!

Wenn der Artikel für dich wertvoll war, hinterlasse bitte weiter unten einen Kommentar, damit ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Starte jetzt!

Erzähl mir von dir und deinen Herausforderungen! Was wünscht du dir für dein Leben leben? Wie soll dein Weg sein und was ist dein Ziel?

Träumst du davon endlich glücklich und gelassen zu sein oder willst du dir nie mehr Sorgen mehr machen und ständiges Grübeln endlich stoppen können?

Erzähl mir, wer du bist und bei welcher Veränderung ich dich unterstützen kann. Schreibe mir über Kontakte eine Mail!

Ich freu mich darauf, dich kennenzulernen!


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