April 5, 2022

Die kleine Auszeit tat richtig gut. Warum es dazu kam und wie wir die Zeit gestaltet haben und wie auch du kleine Auszeiten für dich nutzen kannst, erfährst du beim Weiterlesen.

Warum eine Auszeit

Meine Freundin und ich kennen uns schon ewig. Aber wie es so ist, einer zieht weiter weg, jeder hat seinen Alltag und so wird der Kontakt über die Jahre weniger.

Seitdem ich nach Schleswig-Holstein gezogen bin haben wir uns nur noch selten gesehen. Wir wohnen gute 4h Fahrt voneinander entfernt.

Kennst du das, du liegst auf der Couch und plötzlich kommt ein Gedanke zu einer Person und man hat das Bedürfnis umgehend Kontakt aufzunehmen?

So erging es mir vor einiger Zeit im Bezug zu meiner Freundin. Es war wie eine innere Eingebung zur richtigen Zeit.

Sie war einige Wochen vorher auf Arbeit zusammengebrochen und musste ins Krankenhaus. Sie wollte es jedoch nicht an die große Glocke hängen und daher wusste ich nichts davon.

So kam es, dass wir uns nun öfters sahen. 

Meeresluft und Frühlingssonne

Sie besuchte uns dann auch mal für ein paar Tage im Frühjahr. Wetter passte super. Ist ja nicht immer so, hier im Norden.

Wir konnten die frische Meeresluft und die ersten warmen Sonnenstrahlen beim Strandspaziergang in Scharbeutz genießen und in Wittenborn einen tollen Spaziergang durch meinen Energiewald bis zum Mözener See machen.

Zwischen den Wanderungen gab es viele Entspannungsmomente und Sven hat uns lecker bekocht.

Ein paar Tage voll mit tollen Erlebnissen, der Dopamin-Speicher und Vitamin D-Speicher wurden gut aufgefüllt.

Wellness am Meer

Die entspannte Atmosphäre und die Auszeit haben ihr gutgetan und deswegen verabredeten wir uns auf eine Wiederholung hier im Norden im nächsten Jahr.

In ihrem Job gibt es immer viel Stress auch durch fehlendes Personal. So dachte ich mir, eine Auszeit in einem Wellnesshotel am Meer bringt nochmal einen richtigen Schub Entspannung und auch Zeit zu reden.

Ich habe im Gegensatz zu ihr null negativen Stress. Seit Anfang 2020 bin ich, wie du auf der „über mich“-Seite nachlesen kannst, aus dem Hamsterrad ausgestiegen und gestalte seitdem meine Ich-Zeit und versuche jeden Tag gelassen anzugehen.

Im vergangenen Jahr habe ich meine Mentaltrainer-Ausbildung abgeschlossen und mich spezialisiert auf Angst lösen, Stress verringern sowie Burnout-Hilfe und Prävention.

Ich wollte die Zeit mit ihr auch nutzen, um ihr bei zu bringen, wie sie Stressresistenter werden kann.

Sie erzählte mir, dass sie eigentlich vorhatte abzusagen. Sie wollte die Urlaubswoche nutzen, um in ihrem Haus mal klar Schiff zu machen, so was wie Klamotten-Schrank ausräumen, dass ein oder andere Zimmer entrümpeln und mal gründlich sauber machen.

Also nichts mit Erholung und Entspannung. An dem Tag, an dem sie die Absage schreiben wollte, schickte ich ihr die Idee mit dem Wellnesshotel am Meer.

Wieder ein inneres Gefühl, was mich spontan dazu bewegt hat. 

Tja, Wellness, Ostsee und Meeresluft kann niemand widerstehen.

Neus erleben für mehr Gelassenheit

Sie kam dann am Montagabend zu uns. Ich war von Freitag bis Sonntag zum Praxis-Workshop EMT in Bayern und weil die Rückreise an einem Stück zu anstrengend ist, hatte ich nochmal in Thüringen bei der Familie meines Mannes übernachtet.

So kam ich auch erst Montag nach Hause.

Den Dienstag starteten wir entspannt mit Kaffee, dann ein leichtes Frühstück. Da ich noch Tasche packen musste, hat sie die Zeit genutzt und ein Buch gelesen, ihre  Lieblingsbeschäftigung.

Gegen 13:00 starteten wir und 2h Stunden später standen wir vorm Strandhafer Aparthotel und waren schonmal begeistert, die Produktion von Glückshormonen begann. 

In den 2h Fahrt hat ich schonmal ihr Gehirn auf die nächsten Tage vorbereitet, Neues und Herausforderungen.

Durch Herausforderungen und neue Erfahrungen bildet dein Gehirn mehr synaptische Verbindungen. Diese sind mitverantwortlich für Konzentration, Gelassenheit und mentale Stärke.

Als erstens ging es los im Testzentrum, sie war noch nie bei einer Corona-Teststation und aufgeregt ob sie alles richtig macht und der Test auch negativ ausfällt. Laut Anreise-Regeln war zwar 3G aber bei Anreise brauchte jeder einen Test.

Zweitens, sie kannte Podcast nicht. Ich höre gerne den Historie-Podcast und den Tatort Reise Podcast. Sie liest gerne ähnliche Genre und so konnte ich sie begeistern und Neues zeigen.

Alles gut für die mentale Stärke. 

Bewegung, Ruhe und Genuss

Das Einchecken war super angenehm und die Mitarbeiterin sehr freundlich. Naja den Anreisetest brauchten wir nicht. Wer soll diese Regeln noch verstehen, im Internet steht das eine und vor Ort gilt was anderes….

Nun alles hochschleppen, 2 Mädels für 3 Übernachtungen benötigen schon eine Menge Zeug.

Das Apartment war super eingerichtet, wir fühlten uns sofort wohl. Also auspacken und erstmal ausruhen und Essensmöglichkeiten recherchieren.

Im Hotel gab es nur die Möglichkeit zum Frühstücken und das war gut so, denn so kamen wir in Bewegung.

Das Wetter war diesig und kühl, wir entschieden uns gleich eine Wanderung am Strand zu machen mit Abschluss beim Restaurant Cut and Chill.

Raus an die frische Luft und sich bewegen ist der beste Stresskiller.

Bei Anspannung, Aufregung o.ä. bildet der Körper zu viel Adrenalin, um im Falle einer Gefahr auf Kampf oder Flucht in Sekunden reagieren zu können.

Adrenalin ist nicht schlimm, dein Körper produziert es den ganzen Tag, um dein Blut fließen zu lassen und deine Muskeln bewegen zu können.

Das Problem ist, wenn du zu viel produzierst durch Stress, bildet sich unter anderem das Hormon Cortisol. Wird dies nicht abgebaut, können sich verschiedene psychosomatische oder auch körperliche Probleme entwickeln.

Der erste Tag war also schon ein voller Erfolg, eine gute Kombination aus neuen Herausforderungen, Bewegung, Ruhe und Genuss.

Denn das Restaurant Cut and Chill war ein Traum für den Gaumen und das Auge.

Faulenzer Tag, auch wichtig

Die nächsten 2 Tage waren voll Entspannung. Ich hatte für Mittwoch die Kräuterstempel-Massage und am Donnerstag die Antistress-Massage gebucht.

Das waren für jeden 1h Tiefenentspannung pro Tag.

Wie ich schon geschrieben habe, liest meine Freundin gerne stundenlang und ich wollte versuchen, ein wenig an meinem aktuellen Blogartikel zu schreiben. Wir haben dies sehr gut hinbekommen.

Mein Artikel ist am Donnerstagnachmittag fertig geworden und sie konnte ihr Buch ebenfalls in Ruhe lesen.

Auch das ist wichtig in der Auszeit, das Maß zu finden, gemeinsame Zeit zu planen und die Zeit die jeder für sich braucht zu berücksichtigen.

Den Donnerstag hatte ich als Ausruh-Wellness-Tag gedacht. Das Wetter spielte mit, es regnete leicht. So macht faulenzen und Sauna noch mehr Freude.

Natürlich hatte ich auch täglich die Bewegung eingeplant, obwohl das Wetter nicht immer traumhaft war. Allerdings gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur die unpassende Kleidung.

Wenn du deinen inneren Schweinehund besiegt hast und draußen bist, fühlst du auch, wie gut es dir tut.

So ging es uns ebenfalls und wir überlegten, wie wir es zu Hause täglich hinbekommen können.

Quatschen tut gut

In vielen tollen Gesprächen erfuhr ich einiges Interessantes von ihr.

Ein Punkt, den wir herausfanden, war eine unsägliche Wut auf eine Person. Mir viel auf, dass sie oft von dieser Person erzählte und sie beim Erzählen sehr aufgebracht ist.

Diese Wut nimmt ihr viel Lebenszeit, weil sie sich lange mit aktuellen Zwischenfällen und Lügen seitens dieser Person beschäftigt und dadurch auch viel Stresshormone produziert.

Ich konnte ihr auch bei anderen Sorgen wie durch Missverständnisse entstandene Konflikte, Wissen vermitteln. Zum Beispiel über Wahrnehmungskanäle und gelassene Kommunikation.

Natürlich ist nur mit Wissensvermittlung nicht alles wieder gut, so schnell stellst du nicht jahrelange negative Glaubenssätze, Selbstzweifel und Verhaltensmuster um.

Allerdings durch Wissen über dich und über Menschen in deinem Umfeld, kannst du in kleinen Schritten lernen, damit anders umzugehen und so unnötigen Stress, Ängste und Missverständnisse vermeiden.

Wie geht's danach weiter?

Wir haben viel geredet, die Zeit genossen und uns verabredet, demnächst die nächsten Schritte durchzuführen, die EMT-Behandlung, um die Wut zu lösen und ihre Ängste.

Unter anderem auch ihr Unwohlsein auf dem Weg zur Arbeit.

Durch die Knockouts als ihr Körper ihr die rote Karte zeigte, was ja auf der Arbeit passiert ist und durch die Arbeit kamen, hat ihr Gehirn „die Arbeit“ als Gefahrensituation abgespeichert und produziert nun zu viel Adrenalin beim Gedanken daran.

Dies äußert sich durch körperliche Reaktion bei der Fahrt zur Arbeit.

Während der Arbeitszeit geht es weiter, ihr Gehirn wird das Adrenalin hoch halten und so beginnt der Teufelskreislauf, der später im Burnout oder Depressionen oder Angststörungen enden kann, wenn die Stresshormone nicht abgebaut werden.

Ich gab ihr zum Ende unserer Auszeit noch Tipps, wie sie dies schöne Zeit nutzen kann, um bei stressigen Situationen schneller wieder in die Entspannung zu kommen.

Zum Beispiel durch Symbole oder Bilder sogenannte Anker für Wohlbefinden und Entspannung. Sie bekam von mir ein Metallschild zum in die Wohnung hängen.

Wenn dein Gehirn ein tolles Erlebnis gespeichert hat und du es mit einem Symbol verankerst, kannst du in stressigen Situationen durch Betrachten oder dran denken dieses Wohlgefühl aktivieren und dein Gehirn wird Dopamin produzieren.

Fazit

Diese Auszeit war für uns beide eine WIN-WIN Erfahrung und hat mir wieder deutlich gezeigt:

Gelassenheit bringt Lebenszeit.

Auszeit ist für jeden Menschen notwendig, so kommt dein Gehirn zur Ruhe.

Wichtig ist; tue Dinge, die dir guttun. Am besten funktioniert diese Auszeit mit Abstand von deinem normalen Umfeld, und weg vom Alltag.

Du kannst dir natürlich auch ähnliche Auszeiten zu Hause gönnen, man muss nicht immer wegfahren oder kann es auch nicht immer.

Plane bewusst diese Auszeit vor allem mit Dingen, die du dann tun willst und dir guttun. Es gibt sicher auch tolle Oasen für Massagen, saunieren oder baden bei dir um die Ecke.

Am effektivsten ist, wenn du dir ab und an im Jahr eine Auszeit über mehrere Tage aber auch tägliche Auszeiten einplanst, gehe achtsam spazieren oder meditiere, gönne dir Ruhe, lege das Handy mal weg.

Achte auf dich, werde mental stark und genieße deine Leben (wieder)!

Schreibe mir, wenn der Artikel dir gefallen hat, dann weiß ich dass ich damit weitermachen kann.

Ich wünsche dir entspannte Tage!

Gelassenheit bringt Lebenszeit.

Deine Andrea

Erzähl mir von dir und deinen Herausforderungen! Was wünscht du dir für dein Leben leben? Wie soll dein Weg sein und was ist dein Ziel?

Träumst du davon endlich glücklich und gelassen zu sein oder willst du dir nie mehr Sorgen mehr machen und ständiges Grübeln endlich stoppen können?

Erzähl mir, wer du bist und bei welcher Veränderung ich dich unterstützen kann. Schreibe mir über Kontakte eine Mail!

Ich freu mich darauf, dich kennenzulernen!


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