Andrea Stoye - Mentorin für feinfühlige Menschen & Expertin für innere Muster und energetische Klarheit

Ich dachte, Bloggen wäre nichts für mich

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade „Warum und wann ich mit dem Bloggen angefangen habe" von Birgit Lorz auf fibb.de.

Ich hätte früher kaum geglaubt, dass ich einmal regelmäßig Blogartikel veröffentlichen würde.

Schreiben gehörte zu den Dingen, die ich mir wenig zutraute. Ich führte nie Tagebuch. Brieffreundschaften schliefen schnell wieder ein, und Poesiealben lagen bei mir oft ziemlich lange herum.

Als Kind habe ich viel und gerne gelesen. Dadurch entwickelte ich ein Gespür für Wörter, Satzmelodie und häufig auch für die richtige Stelle eines Kommas. Die Regeln dahinter konnte ich nicht erklären. Wenn jemand eine grammatikalische Regel nannte, wusste ich meistens nicht, was damit gemeint war. Dieses Gefühl, in Grammatik und Rechtschreibung nicht gut genug zu sein, begleitet mich bis heute.

Auch später gehörte Schreiben selbstverständlich zu meinem Beruf. Ich verfasste E-Mails, Berichte und Maßnahmenpläne, erstellte Präsentationen und bereitete Workshops, Seminare, Meetings und Tagungen vor. Ich bekam das alles hin, brauchte dafür jedoch häufig lange. 

Der Gedanke, einmal freiwillig lange Texte zu schreiben und sie öffentlich im Internet zu veröffentlichen, lag für mich ziemlich fern.

Wie wollte ich eigentlich leben und arbeiten?

Anfang 2020 hatte ich meinen Job als Regionalleiterin aufgegeben. Hinter mir lagen mehr als 16 Jahre Führung und zuletzt die Verantwortung für bis zu 60 Filialen und rund 200 Mitarbeitende.

Danach begann eine Zeit, die ich heute als meine Ich-Zeit bezeichnen würde. Ich wollte herausfinden, was mir Freude macht, was mir wirklich entspricht und wie mein neues Leben aussehen sollte.

Schon in meinem früheren Beruf hatte ich besonders gern Menschen unterstützt. Mir war wichtig, dass meine Mitarbeitenden ihren Job gut machen und mit Rückgrat durch ihren Arbeitsalltag gehen konnten. Diesen Teil meiner Arbeit wollte ich auf meinem weiteren Weg mitnehmen. Künftig wollte ich ihn freier und selbstbestimmter gestalten.

In dieser Zeit wurde mir auch bewusst, wie wichtig Freiheit für mich ist. Dieser Wert hatte mich vermutlich schon lange begleitet. Klar benennen konnte ich ihn erst, nachdem ich mich mit den belastenden Erfahrungen in meinem früheren Unternehmen und mit meinen eigenen Entscheidungen beschäftigt hatte.

Ich nahm an verschiedenen Weiterbildungen teil und machte unter anderem einen sechs- bis achtwöchigen Life-Design-Thinking-Prozess. Dabei setzte ich mich intensiv mit meinen Stärken, meinen Werten und meinen Vorstellungen von meinem zukünftigen Leben auseinander.

Nach und nach entstand ein klares Bild: Ich wollte Menschen begleiten, Wissen weitergeben und meine Arbeit selbst gestalten. Ein Onlinebusiness mit persönlichen Gesprächen, Workshops und weiteren Liveangeboten passte sehr gut zu dieser Vorstellung.

Also suchte ich einen Coach, der mir zeigen konnte, wie sich eine solche Arbeit aufbauen lässt. Einer seiner Sätze war:

„Der Blog ist dein wichtigster Lead-Generator.“

Ich dachte: Gut. Dann brauche ich also einen Blog.

Dass ausgerechnet das Schreiben einmal zu einem wichtigen Teil meiner Arbeit werden würde, konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt kaum vorstellen.

Für meinen ersten Artikel brauchte ich mehr als eine Woche

Die Idee, einen Blog zu starten, klang im Gespräch mit meinem Coach noch überschaubar. Als ich dann vor dem leeren Dokument saß, wurde daraus eine ziemlich große Aufgabe.

Ich hatte meine Weiterbildung zur Mentaltrainerin abgeschlossen und mich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Fachlich hatte ich etwas zu sagen. Trotzdem zweifelte ich an fast jedem Satz.

Ich recherchierte, las ähnliche Artikel, verglich Überschriften und suchte nach den richtigen Worten. Absätze wurden verschoben, Sätze umgeschrieben und anschließend wieder gelöscht. 

Für meinen ersten Artikel brauchte ich weit mehr als eine Woche. Rückblickend können es auch fast zwei gewesen sein.

Als ich ihn schließlich veröffentlichte, wartete ich auf die Reaktion, vor der ich mich die ganze Zeit gefürchtet hatte. Auf Kritik. Auf jemanden, der meine Fehler entdeckte. Auf den Satz:

Wer bist du eigentlich, dass du darüber schreibst?

Es kam keine Reaktion. Weder Lob noch Kritik. Der Artikel stand einfach im Internet, und mein Leben ging weiter.

Also begann ich mit dem nächsten.

Die Suche nach Gastbeiträgen und das Gefühl, eine Bittstellerin zu sein

Nach den ersten Artikeln kam die nächste Aufgabe: Ich sollte Backlinks für meine Webseite aufbauen. Gastbeiträge galten damals als einer der wichtigsten Wege, um Verlinkungen von anderen Seiten zu erhalten und mit dem eigenen Blog sichtbarer zu werden.

Damit begann eine neue Recherche. Welche Webseiten erreichten Menschen, die sich auch für meine Themen interessierten? Wo könnte ein Beitrag von mir hineinpassen? Welche Idee könnte für die Leserinnen und Leser dieser Seite hilfreich sein?

Ich sah mir viele Blogs sehr genau an, las Artikel, suchte nach passenden Themen und formulierte persönliche Anfragen.

Je mehr Webseiten ich besuchte, desto kleiner kam mir meine eigene vor. Die anderen Blogs wirkten größer, voller und professioneller. Auf meiner Seite standen erst wenige Artikel. Trotzdem sollte ich diesen Menschen schreiben und erklären, warum ein Beitrag von mir gut zu ihnen passen könnte.

Ich verschickte ungefähr 30 oder 40 Anfragen. Auf die meisten bekam ich überhaupt keine Antwort. Einige lehnten kurz ab. Eine Person bat mich, eine Idee zu schicken.

Dieses Schweigen war für mich damals viel mehr als eine ausbleibende geschäftliche Rückmeldung. Es traf genau die Zweifel, die ohnehin schon in mir arbeiteten:

  • Vielleicht bin ich noch nicht gut genug.
  • Vielleicht nimmt mich niemand ernst.
  •  Vielleicht habe ich gar nichts anzubieten.

Mit jeder Anfrage musste ich mich zeigen, obwohl ich innerlich noch glaubte, mich erst beweisen zu müssen. Ich wollte einen durchdachten und passenden Artikel anbieten und fühlte mich trotzdem wie eine Bittstellerin.

Das war frustrierend. Ich schrieb trotzdem weiter. Mit jedem neuen Artikel wurde ein wenig deutlicher, dass ich durchaus etwas zu sagen hatte.

Was sich mit dem Schreiben verändert hat

Mit jedem Artikel lernte ich nicht nur mehr über meine  (Fach-) Themen. Ich lernte auch mehr über mich.

Am Anfang schrieb ich vor allem das auf, was ich in Weiterbildungen gelernt oder recherchiert hatte. Mit der Zeit kamen eigene Erfahrungen dazu, Gespräche mit Klientinnen und Beobachtungen aus meinem Alltag.

Je länger ich schrieb, desto deutlicher wurde auch meine eigene Richtung.

Ich begann immer besser zu verstehen, was Menschen eigentlich bewegt. Warum sie immer wieder in ähnliche Situationen geraten. Warum sie sich selbst klein machen, an sich zweifeln oder ihr Leben nach den Erwartungen anderer ausrichten.

Während ich darüber schrieb, sortierten sich viele Gedanken auch in mir selbst.

Mit jeder Überarbeitung meiner Webseite, mit jedem neuen Artikel und mit jeder Begegnung wurde klarer, wofür ich eigentlich losgegangen war.

Heute hilft mir KI dabei, große Mengen an Informationen zu ordnen, Zusammenhänge zu prüfen oder Gedanken klarer auszudrücken. Den Kern meiner Texte ersetzt sie nicht.

Der entsteht immer dort, wo eigenes Erleben, Wissen und die Fragen meiner Leserinnen und Leser zusammenkommen.

Warum ich heute noch blogge

Mich hat schon früh interessiert, warum Menschen so sind, wie sie sind. Warum jemand sich zurückzieht, immer wieder an sich zweifelt, sich anpasst oder in Situationen bleibt, die ihm längst nicht mehr guttun.

Durch meinen eigenen Weg, die Weiterbildungen, die Arbeit mit Menschen und das Schreiben ist daraus nach und nach etwas sehr Klares geworden. Ich möchte Zusammenhänge verständlich machen.

Viele Menschen spüren, dass etwas in ihrem Leben immer wieder ähnlich läuft, können es aber noch nicht einordnen. Sobald sie verstehen, was hinter einer Reaktion, einer Angst oder einem inneren Muster steckt, entsteht oft ein wenig mehr Klarheit.

Genau dabei können meine Artikel helfen.

Sie sollen Menschen dabei unterstützen, sich selbst besser zu verstehen, den eigenen Anteil zu erkennen und wieder mehr bei sich anzukommen. Manchmal reicht schon ein Gedanke, der etwas in Bewegung bringt. Ein Satz, bei dem jemand merkt: Ach, daher kommt das. Oder eine Einordnung, durch die der nächste Schritt leichter wird.

Ich kann niemandem den eigenen Weg abnehmen. Wenn ein Artikel jedoch dabei hilft, einen Stein auf dem Weg ein wenig zur Seite zu schieben, hat sich das Schreiben für mich gelohnt.

Darum blogge ich heute noch. Und inzwischen weiß ich auch, dass Schreiben sehr wohl zu mir gehört.

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Andrea Stoye

Ich begleite feinfühlige Menschen, die ihre Reaktionen, Gefühle und Erschöpfung tiefer verstehen möchten.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen innere Muster: frühe Prägungen, familiäre Dynamiken und Überzeugungen, die im Alltag als Trigger, Schuldgefühle, Selbstzweifel oder Energieverlust sichtbar werden.

Meine Inhalte verbinden psychologisches Verstehen mit bodenständiger Spiritualität. Ruhig, klar und alltagstauglich.

Andrea Stoye ist Mentorin für feinfühlige Menschen und Expertin für innere Muster und energetische Klarheit.

Hinweis: Meine Inhalte ersetzen keine Therapie oder medizinische Behandlung. Sie dienen der Selbstreflexion und inneren Klärung.

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Gelassenheit bringt Lebenszeit

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