Andrea Herzog von Mit-Kindern-reifen.de hat zur Blogparade aufgerufen zum Thema: „Weniger Care-Arbeit und mehr Freiraum für dich – was würdest du tun?“ Hier der Link zur Blogparade 2024: Blogparade "Weniger Care-Arbeit und mehr Freiraum für dich – was würdest du tun?" von Andrea Herzog.

Los geht’s!

Obwohl ich keine Care-Arbeit durch Kinder habe, fand ich diesen Aufruf sehr interessant und wollte meine Erlebnisse aus der Perspektive eines Menschen ohne Kinder, aber mit denselben Fragen und Träumen, niederschreiben.

Mein Weg zu mehr Freiraum und Selbstbestimmung

Bis vor vier Jahren befand ich mich in einer Situation, die ständige Erreichbarkeit und viel geopferte Lebenszeit für den Job bedeutete. Gefühlt war der Job mein Baby, ich hatte nichts anderes. Sehr oft dachte ich darüber nach, was ich anders machen könnte, um aus diesem Hamsterrad von Zahlen, Daten und Fakten sowie Chefs, die wenig Menschlichkeit zeigten, zu entkommen. Aber wenn du in diesem Stressmodus drin bist, fällt dir nichts Sinnvolles ein – so ging es mir jedenfalls. Ein großes Problem war mein Imposter-Syndrom: die ständige Angst, dass ich meinen gut bezahlten Job nur durch Zufall bekommen habe und bei Bewerbungsgesprächen als Nichtskönner entlarvt werden könnte. Man traut sich auch nichts anderes zu, alle Visionen oder Träume endeten mit „kann ich bestimmt nicht“. Über 16 Jahre hielt mich diese Zwickmühle gefangen und in den letzten fünf Jahren merkte ich schon, dass es nicht mehr ging, aber... – Wahnsinn, diese lange Zeitspanne.

Zum Glück bekam ich eine neue Vorgesetzte, die den Druck so erhöhte, dass meine gesundheitlichen Grenzen überschritten wurden. In der Hochstressphase las ich viel von Menschen, die andere Wege gegangen sind und irgendwann stolperte ich über einen Artikel mit dem Titel von einem Buch "Mach, was Du willst: Design Thinking fürs Leben ..." und wusste, das ist es – wer bin ich, was kann ich und neuer Mut war geboren. Mental völlig erschöpft durch diesen Job – ich kam ja nie zur Ruhe, auch nachts nicht mehr – erkannte ich schließlich, dass meine Gesundheit, mein Wohlbefinden und mein Spaß im Leben Priorität haben sollten. Der Satz „Es reicht, so will ich das nicht mehr“ wurde zu meinem Mantra, zusammen mit einer Lösung im Kopf, es diesmal richtig anzugehen, und dann legte ich los.

Im Februar 2020 (einen Monat vor der Pandemie) war ich endlich frei von diesem Job. Mein Plan A war eine Weltreise, denn ich hatte immer diesen Spruch im Kopf: „Ich will auch mal ein Jahr frei vom Job, wie die Frauen, die Kinder kriegen.“ Natürlich wusste ich, dass Kinderbetreuung ebenfalls harte Arbeit ist, mir ging es nur darum, einmal nicht jeden Tag zur Arbeit rennen zu müssen. Die Weltreise wollte ich ganz alleine machen, denn mein ganzes Leben waren Menschen um mich, die gefühlt bestimmt haben, wie und was ich zu tun habe. Diesen Traum schob ich schon seit Jahren vor mir her. Zwar bin ich jeden Urlaub irgendwo in der Welt, aber das ist etwas anderes – nur eine Teilerfüllung.

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Die Pandemie und mein neuer Weg

Ihr wisst, was passierte – Mitte März 2020 stand die Welt still, nichts ging mehr und es sollte lange dauern. Also Plan B: Nach der Weltreise wollte ich diese Desgin-Thinking- Findungsphase durchlaufen und mir eine Tätigkeit suchen, die wirklich zu mir passt. Schon viele Jahre hatte ich den Gedanken: „Es gibt Menschen, die behaupten, ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben.“ Genau das wollte ich auch – es diesmal richtig machen, wirklich etwas finden, was zu mir passt und mir Spaß macht. Nie wieder einen schlechten Chef, sondern selbstbestimmt und frei sein. Ich wollte entscheiden, wann, mit wem, wie lange und wo ich arbeite.

Mich beeindrucken Frauen, die trotz Schwierigkeiten ihren Weg gegangen sind. Zum Beispiel Frauen im Mittelalter, die andere Menschen heilen wollten oder Hebammen, die trotz der Gefahr, als Hexe verunglimpft zu werden, ihrem Herzen gefolgt sind. Auch Frauen wie Mary Kingsley finde ich als Vorbild. Trotz sehr schwieriger Umstände hat sie es geschafft, ihren Traum von Freiheit, Reisen und Forschen umzusetzen – und das in einer Zeit, in der Frauen überhaupt nichts alleine unternehmen konnten. 

Auch Charaktere wie Pippi Langstrumpf habe ich als Kind bewundert, sogar Annika, die trotz ihrer Bedenken Dinge mitgemacht hat, die ich mir nie getraut hätte. Oder der Roman „Die Päpstin“, egal ob es sie gegeben hat oder nicht. Ich bewundere Menschen, die ihre Träume wahr werden lassen. Ich habe dafür gute 45 Jahre gebraucht, aber lieber spät als nie, oder? Die meisten Menschen brauchen erst eine starke Lebenskrise, um in ihrem Leben etwas zu verändern – war bei mir ja auch so.

Punkt 1 auf meiner Startliste war das Erarbeiten von „Mein Warum“ und was mich glücklich macht. Im Zuge der Findungsphase erarbeitete ich dies als Allererstes. Es war ein toller Selbstfindungsweg und immer, wenn ich dachte, jetzt habe ich fertig, kam etwas Neues und Interessantes um die Ecke. Seit vier Jahren bin ich nun sehr glücklich, frei und selbstbestimmt. Ich lebe mein bestes Leben, mache Dinge, die mir guttun und mir Freude bringen. Ich habe mich als Lebenscoach selbstständig gemacht, helfe Menschen, die auch ihr Leben verändern wollen – im großen Stil oder einfach nur durch Verhaltens- oder Gedankenhygiene. 

Ich gestalte meine Website selbst und schreibe meine Beiträge selbst und organisiere alles selbst. Natürlich habe ich auch tolle Menschen an meiner Seite, die mich mit Rat und Tat unterstützen und meine Eigenarten akzeptieren – die Dinge in meiner Geschwindigkeit durchzuziehen und es wirklich selbst hinbekommen zu wollen.

Angst macht mir aktuell, mein Können und meine Gaben so richtig herauszustellen. Ich habe großen Respekt davor, andere Menschen zu unterstützen, ihre Probleme zu lösen - obwohl ich wirklich gut darin bin – so jedenfalls das Feedback meiner Kunden. Aber auch hier geht es darum, dem inneren Kritiker das Futter zu nehmen und einfach zu machen. Durch positive Erlebnisse wird diese innere Stimme ruhiger. 

Das Geheimrezept heißt: ausblenden – tun – korrigieren. Blende die Kritiker in dir und in deinem Umfeld aus, höre auf dein Bauchgefühl, starte einfach – tue es und zum Schluss korrigiere und optimiere mit zunehmender Erfahrung. Durch das Tun wirst du immer besser.


Das Geheimnis der Zeit

Mein großes Thema ist: „Lebenszeit.“ Auch schon als Führungskraft war es ein Ziel, meinen Mitarbeitern Zeitdiebe zu erklären und den Arbeitszeitwahnsinn zu entspannen. In den letzten vier Jahren habe ich das Geheimnis der Zeit entdeckt. Und nun fragst du dich vielleicht: Was ist das Geheimnis? Das Geheimnis ist, sich Zeit zu nehmen – sie rauscht sonst einfach an dir vorbei. Deine Zeit zu verlangsamen, aus der Zeithektik der Gesellschaft auszusteigen – es anders zu machen. Geduldig zu sein, die Geschwindigkeit zu reduzieren und sich nicht von außen drängen zu lassen. Das Geheimnis ist, Zeit zu haben oder sich Zeit zu nehmen.

Lebenszeit – wir Menschen sind im Durchschnitt nur 80 Jahre auf dieser schönen Welt und es macht keinen Sinn, diese kurze, kostbare Zeit mit Hast, höher, schneller, weiter und Druck zu verbringen.

Du denkst jetzt vielleicht: Klar, das ist einfach ohne Kinder. Und ich sage dir: Das geht auch mit Care-Arbeit, denn deine Gedanken im Kopf verursachen oft das Gefühl „das geht bei mir nicht...“. Es geht darum, die Einstellung zu ändern und bewusst Zeit für sich selbst zu schaffen. Was sind deine Träume, was wünschst du dir in deinem Leben? Schreibe mir gerne.

Einladung zum Gelassensein

Wenn auch du wieder lernen möchtest, Zeit zu haben, deine Alltagsgeschwindigkeit drosseln willst und das ohne schlechtes Gewissen, dann schau doch mal auf meine Coachingangebote oder meinen YouTube-Kanal vorbei. Ich freue mich, wenn ich ganz vielen Menschen in das Thema Gelassenheit, Geduld und Glücklichsein helfen kann. Melde dich gerne zu meinem Newsletter an, damit du nichts verpasst. Als Dankeschön für deine Anmeldung erhältst du meine 5-teilige Email-Serie „Blühe auf – lebe leicht“.

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Und noch mal zurück zur Eingangsfrage:

Weniger Arbeit und mehr Freiraum für dich – Was würdest du tun?

Ich würde nicht mehr - ich tue es – ich lebe meinen Traum und bin jeden Tag unendlich dankbar. Dankbar für die Chefin, die mich sehr gestresst und krank gemacht hat, denn nur dadurch konnte ich den Schlussstrich ziehen und meinen langjährigen Job als Führungskraft aufgeben. Dieser damalige Job hat mir trotz allem auch Freude bereitet, denn ich habe viele tolle Menschen kennengelernt – meine Mitarbeiter. Durch diese Erfahrungen habe ich viel über das Menschsein gelernt und zahlreiche wertvolle Erlebnisse gesammelt. Diese Kenntnisse und Erlebnisse helfen mir heute, die Situationen meiner Kunden noch besser zu verstehen und mich einfühlsam in ihre Lage zu versetzen, zumal ich es ja auch selbst am eigenen Leib erlebt habe – was Stress und Druck anrichten können.

Dankbar bin ich auch für meine Krankheitsphase – obwohl ich sie nicht gebraucht hätte, hat sie mir gezeigt, wie man seine Selbstheilungskräfte aktiviert und den Weg zu sich selbst findet. Und natürlich bin ich meinem Mann dankbar, der diese „Ich-Zeit“ mitmacht. Mein großer Traum von Freiheit steht noch – mit einem Camper die Welt erkunden. Und auch dieser Traum wird wahr, das weiß ich.

Ich hoffe, dieser Beitrag inspiriert dich genauso wie mich dieser Aufruf von Andrea Herzog inspiriert hat. Lass uns gemeinsam den Weg zu mehr Freiraum und Selbstbestimmung gehen. Hinterlasse einen Kommentar oder schreibe mir eine Nachricht und teile mir mit, was du denkst, wie du deinen Freiraum nutzen würdest und welche Träume du verwirklichen möchtest.

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Gelassenheit bringt Lebenszeit

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